Sindlinger Monatsblatt März 2017

Sindlinger Monatsblatt März 2017

Die Ausgabe März 2017 des Sindlinger Monatsblatt steht hier zum Download bereit:

Sindlinger Monatsblatt März 2017

Enten, Trolle, Frösche und die Minions – Kinderastnachtszug

Enten, Trolle, Frösche und die Minions

Kinderastnachtszug Spaß auf der Straße

Ganz in Gelb gingen die Kinder des katholischen Kindergartens St. Kilian; als „Kilian-Entchen“ bildeten sie mit Eltern und Erzieherinnen beim Sindlinger Kinderfastnachtszug am Rosenmontag die größte Gruppe. Gelbe T-Shirts und blaue Latzhosen trugen die Kinder des evangelischen Kindergartens. Als „Minions“ riefen sie den vielen Zuschauern am Straßenrand „Helau“ zu. Überwiegend rosa und mit abenteuerlich hochgebürsteten Haaren griffen Kinder und Erwachsene des katholischen Kindergartens St. Dionysius den aktuellen Kinofilm „Die Trolls“ auf, während die Gruppe des Kinder- und Familienzentrums „Sonnenwind“ aus Höchst ihren Namen thematisierte: Strahlenkränze für die Sonne auf dem Kopf und blaue Umhänge für den Wind. Niedliche Kätzchen (die „Tanzmäuse“ der Kita Maria Hilf aus dem Gallus), grasgrüne Frösche mit Glupschaugen (Krabbelstube Unter den Kastanien“ aus Höchst), lustige Hühner (die Garde Firstars vom Sindlinger Karnevalverein), Gardemädchen in ihren Uniformen sowie Cowboys und Indianer auf echten Pferden (Sindlinger Glückswiese) waren ebenfalls schön anzusehen. Das Kinderprinzenpaar Tia Marie und Nicolai verteilte lächelnd Bonbons vom großen Wagen des SKV. Der Heddernheimer Jugendmusikzug und die Frankfurter Herolde begleiteten den Zug musikalisch.

Ein echter Hingucker: "Kilian-Entchen"

Ein echter Hingucker: „Kilian-Entchen“

Gut, dass er zweimal am Podium mit den Juroren Alfons Gerling, Kirsten Mayer, Henning Brandt und Regina Rynsik vorbeizog, so dass sie ihren ersten Eindruck für die Wertung der schönsten Gruppen verfeinern konnten. Regina Rysnik ist eine Anwohnerin der Bahnstraße. Sie sprang spontan für einen Wertungsrichter ein, der kurzfristig abgesagt hatte. „Ich finde die Gruppe aus St. Kilian am schönsten“, wußte sie schon nach dem ersten Durchgang.Das sahen ihre Kollegen ebenso. Platz Zwei ging an den evangelischen Kindergarten, Platz Drei an „Sonnenwind“.

Schade, dass nicht mehr Gruppen mitgemacht haben; der Zuspruch der Bevölkerung jedenfalls war groß. Das gilt auch für den Aufwand, den der SKV aus Veranstalter treibt. 59 Halteverbotsschilder, 18 Absperrschranken, zwei Umleitungsbeschilderungen und drei Hinweistafeln stellten die Helfer auf; insgesamt bewegten sie 6490 Kilogramm, um den 16. Kinderfastnachtszug zu ermöglichen.

Auch wenn der Kinderzug nur kurz war: Die Zuschauer haben sich daran erfreut und auch das eine oder andre Tänzchen nicht gescheut.

Auch wenn der Kinderzug nur kurz war: Die Zuschauer haben sich daran erfreut und auch das eine oder andre Tänzchen nicht gescheut.

Lächeln für den Fotografen:Szene am Straßenrand während des Fastnachtsumzugs.

Lächeln für den Fotografen:Szene am Straßenrand während des Fastnachtsumzugs.

Meldungen und Termine März 2017

Meldungen und Termine März 2017

Die Stadtteile

Einblicke ins Leben in den Stadtteilen verspricht eine Lesung am Freitag, 3. März, ab 19 Uhr in der Stadtteilbücherei, Sindlinger Bahnstraße 124. Gastgeber der Lesung aus der Anthologie „Frankfurter Einladung“ ist der Förderverein Buchstütze.

Projekt Nord

Zu einer Projektwerkstatt für Sindlingen-Nord lädt Quartiersmanagerin Sandra Herbener alle Interessierten am Freitag, 10. März, 17.30 Uhr, in die katholische Kita St. Kilian ein.

Präventionsrat

Der regionale Präventionsrat trifft sich am Mittwoch, 15. März, um 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindesaal, Gustavsallee.

St. Patrick‘s Day

Den St. Patrick‘s Day feiert der Sindlinger Karnevalverein am Samstag, 18. März, ab 19 Uhr im Vereinsheim an der Okrifteler Straße außerhalb (an der Landstraße zwischen Sindlingen und Okriftel). Gäste sind willkommen.

Kreativmarkt

Zum Frühlings-Kreativmarkt bitten Ilona Klein und Kathrin Puchtler-Hofmann am Samstag, 25. März. Die Verkaufsausstellung von Sindlinger Hobbykünstlern ist von 11 bis 17 Uhr in den Räumen des Frankfurter Verbands, Edenkobener Straße 20a, geöffnet. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen.

Bücher-Essen

Zum nunmehr 17. Bücher-Essen lädt Förderverein Buchstütze am Dienstag, 28. März, in die Stadtteilbücherei ein. Los geht‘s um 19 Uhr.

Hauptversammlung

Zu seiner Jahreshauptversammlung lädt der Turnverein 1875 Sindlingen am Donnerstag, 30. März ein. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Mehrzweckraum der Sporthalle, Mockstädterstraße 12. Im Mittelpunkt stehen die Neuwahlen zum erweiterten Vorstand.

Bei Frost gibt‘s nur die Wahl zwischen Dreck und Feinstaub

Bei Frost gibt‘s nur die Wahl zwischen Dreck und Feinstaub

Ortsbeirat Magistrat soll dafür sorgen, dass die FES künftig ihrer Reinigungspflicht nachkommt

Wochenlang wurde nicht gekehrt. Bei CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin häuften sich die Beschwerden der Bürger. Auch in anderen westlichen Stadtteilen fiel die wöchentliche Straßenreinigung zu Jahresbeginn aus.

Deshalb hat Fribolin einen Antrag im Ortsbeirat eingereicht, in dem der Magistrat gebeten wird, die Frankfurter Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) aufzufordern, „ihrer satzungsgemäßen Pflicht zur Reinigung der Frankfurter Straßen auch im Winter in vollem Umfang nachzukommen. Hierzu ist die Anschaffung von Kehrmaschinen, die auch bei Frost eingesetzt werden können, dringend erforderlich.“

Die Reinigung der Straßen, Radwege und Bürgersteige im Ortsbezirk Sechs wurde im gesamten Januar 2017 quasi nicht durchgeführt, führt der Sindlinger in der Begründung aus: „Dies führte in vielen Stadtteilen zu großem Verdruss und Verärgerung der Anwohner, die den in der Satzung festgelegten Reinigungsservice der FES bezahlen müssen, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Begründet wurde dies seitens der FES mit einem sogenannten Wintereinsatzplan, der bei Eis und Schnee zunächst die Verkehrssicherung als Schwerpunkt hat. Das ist grundsätzlich verständlich, aber nur wenig nachvollziehbar, da es im Frankfurter Westen im Januar 2017 nur an einem einzigen Tag geschneit hat.“ Die Reinigung hätte also durchaus erfolgen können. Doch die FES hatte Fribolin darüber informiert, dass bei Minusgraden weder die Groß- noch die Kleinkehrmaschinen eingesetzt würden, da die Wasserdüsen der Kehrbesen zufrieren würden. Da es im mitteleuropäischen Winter aber nicht ungewöhnlich ist, dass es tage- und wochenlang friert, sollte der Fuhrpark entsprechend bestückt sein, findet Fribolin. Er schlug vor, frostgeeignete Kehrfahrzeuge anzuschaffen, damit es diese Probleme im nächsten Winter nicht mehr gibt.

Doch im Ortsbeirat sah das nicht jeder so. Die Grünen hatten einen Gegenantrag geschrieben, in dem sie nach der Relation von Aufwand und Nutzen fragen. Bei Schnee sei sowieso nichts zu machen. Winter, in denen es kalt sei und kein Schnee liege, seien selten in Frankfurt. Vielleicht reiche es, in diesen Fällen trocken zu kehren, meinten sie. Das allerdings sei wegen des Feinstaubs nicht möglich, hieß es. „Die Alternative bei Frost ist also Dreck oder Feinstaub“, wunderte sich Fribolin. Nach längerer Diskussion wurde sein Antrag weitgehend angenommen. Nur die Forderung, frostsichere Kehrmaschinen anzuschaffen, wurde gestrichen. hn

Kinderkleider und Spielzeugbasar

Kinderkleider und Spielzeug

Basar Diesmal im evangelischen Gemeindehaus

Am Samstag, 1. April, veranstalten die Eltern des evangelischen Kindergartens von 14 bis 16.30 einen Basar für (gebrauchte) Kinderbekleidung und Spielzeug. Veranstaltungsort ist erstmals das evangelische Gemeindehaus in der Sindlinger Bahnstraße 44.

Eine breite Auswahl an selbst gebackenen Kuchen und Kaffee verlockt dazu, den Besuch des Basars mit einer gemütlichen Kaffeestunde zu verbinden. Alle Kuchen gibt es auch zum Mitnehmen.

Verkaufstische können bei Katrin Willwater, Telefon 0163–201 06 56, oder per Mail an ev.kiga-
basar@gmx.de bestellt werden. Die Standgebühren je Tisch betragen zehn Euro oder fünf Euro plus einen selbstgebackenen Kuchen. Der Erlös des Basars kommt wie immer den Kindern des Kindergartens zugute.

Beschlossen: Der Radweg soll weg

Beschlossen: Der Radweg soll weg

Ortsbeirat Kein Radeln gegen die Einbahnstraße, keine Markierung auf dem Bürgersteig

Es zeichnete sich schon bei der Begehung ab: Die Radwegeführung am Dalles ist bei den Kommunalpolitikern umstritten. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Sechs lieferten sich Befürworter und Gegner eine längere Diskussion. Beschlossen wurde, den Magistrat aufzufordern, das Radfahren gegen die Einbahnstraße Westenberger Straße nicht freizugeben und die Radwegemarkierung quer über den Bürgersteig der Farbenstraße wieder zu entfernen. Der Wunsch des Sindlinger Ortsbeirats Albrecht Fribolin (CDU), die damit verbundene Querungshilfe um wenige Meter Richtung Okrifteler Straße zu verschieben, lehnten SPD, Grüne und Linke aber ab.

Wie berichtet gibt es in Sindlingen erhebliche Widerstände gegen den Radweg, den das Radfahrbüro ohne Rücksprache und Anhörung des Ortsbeirats aufpinseln und durch zwei mobile Verkehrsinseln direkt hinter der Kurve markieren ließ. Albrecht Fribolin beantragte, alles wieder zu entfernen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) warb im Ortsbeirat dafür, diese Wegeführung beizubehalten. Radler, die von Westen her kommen, durch die Johann-Sittig- oder Herbert-von-Meister-Straße gefahrlos auf die Farbenstraße zu leiten, lehnt er ab, weil das ein Umweg sei. Dennoch wurde gegen die Stimmen von Grünen und Linken beschlossen, diese Routen als alternative Radwegeführung auszuschildern, berichtet das Höchster Kreisblatt.

Einfach zu gefährlich

Einig waren sich die Kommunalpolitiker darüber, das Radeln gegen die Einbahnstraße in der Westenberger Straße (zwischen Küferstraße und Dalles) zu unterbinden. Es sei einfach zu gefährlich. Ferner solle die Markierung auf dem Bürgersteig entfernt werden, weil sie „bei Fahrradfahrern die irrige Meinung hervorrufe, gegenüber Fußgängern bevorrechtigt zu sein“, heißt es in der Tageszeitung. Ohne diese paar Meter durch die Engstelle sei aber das ganze Projekt sinnlos, wird Bertram Giebeler vom ADFC zitiert.

Kurzum: Der Radweg soll so, wie er zur Zeit daliegt, wieder entfernt werden. Noch offen ist, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass sich das Büro gegen den erklärten Willen des Ortsbeirats zum Radeln gegen die Einbahnrichtung hinwegsetzte und das Gremium nicht mal informierte, geschweige denn um Stellungnahme bat. Der Magistrat soll das demnächst beantworten. hn

Stein des Anstoßes: (von links) Albrecht Fribolin, Dieter Frank und Ralf Lemster an der Radquerung in der Farbenstraße. Foto: Sittig

Stein des Anstoßes: (von links) Albrecht Fribolin, Dieter Frank und Ralf Lemster an der Radquerung in der Farbenstraße. Foto: Sittig

Infraserv hält nichts vom Baugebiet

Infraserv hält nichts vom Baugebiet

Industriepark 2000 neue Wohnungen in Werksnähe beschneiden das Entwicklungspotenzial

Die Gegner des möglichen Neubaugebiets am westlichen Ortsrand haben einen Verbündeten: Die Infraserv GmbH, Betreiber des Industrieparks Höchst, hält nichts davon, wenn weitere Wohnungen in Werksnähe gebaut werden.

Bei der Jahrespressekonferenz der Infraserv wiesen die Geschäftsführer Jürgen Vormann und Joachim Kreysing darauf hin, dass der Betrieb des Industrieparks kein Selbstläufer sei. Die Rahmenbedingungen für produzierende und forschende Unternehmen dürften sich nicht weiter verschlechtern, forderten sie. Beispielsweise hätten Unternehmen in Deutschland in Sachen Energiepolitik im internationalen Vergleich mit Wettbewerbsnachteilen zu kämpfen und benötigen vor allem Planungssicherheit. Auch bei der Verkehrsinfrastruktur, in der Bildungspolitik oder bei der digitalen Infrastruktur sehen die Infraserv-Geschäftsführer Handlungsbedarf.

Ein wichtiges Thema für den Industriepark Höchst sei zudem das Entwicklungspotenzial. Das dürfe nicht durch planungsrechtliche Vorgaben beeinträchtigt werden. „Wir wollen, dass sich die Stadtteile im Frankfurter Westen entwickeln können, doch das darf nicht zulasten des Industrieparks Höchst gehen“, stellte Jürgen Vormann in Bezug auf die Novellierung der Seveso-Richtlinie fest. Wer den Standort mit seinen 22.000 Arbeitsplätzen, 1200 Ausbildungsplätzen und dem erheblichen Gewerbesteueraufkommen langfristig sichern wolle, müsse bei allen stadtplanerischen Entscheidungen die Interessen der produzierenden Unternehmen berücksichtigen.

Nichts gegen das Füllen von Lücken

Es sei eine Sache, Baulücken zu füllen, aber eine ganz andere, großmaßstäbig neue Wohngebiete zu erschließen. „Neue Wohngebiete gehören nicht neben Chemiestandorte“, sagte er zur Suche der Stadt nach Neubaugebieten. In Sindlingen ist eine Fläche am westlichen Ortsrand für den Bau von 2000 neuen Wohnungen vorgesehen; der frühere Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) wollte dafür sogar den Sportplatz und die Kleingartenanlage verlegen lassen. Seit Monaten warten Befürworter wie Gegner auf Klarheit: Lässt die Seveso-III-Richtlinie, die die Abstände von Wohnbebauung zu Störfallbetrieben regelt, die Bebauung an dieser Stelle zu oder nicht?

Die Infraserv sei mit der Stadt in Verhandlungen, sagte Vormann. Er zeigte sich optimistisch, dass die derzeit laufenden Gespräche „zu einer tragfähigen und zukunftssicheren Lösung“ führen werden. Dabei würden möglicherweise Standards definiert, die beispielhaft sein könnten für andere Chemiestandorte in Deutschland. hn

Bei einem Rundgang durch die Ersatzbrennstoff-Anlage (EBS) erläuterten der Produktionsleiter und der Geschäftsführer der Betreiberfirman Thermal Conversion Compound GmbH, Markus Gelbert und Wolfgang Keßler, deren Arbeitsweise. Foto: Michael Sittig

Bei einem Rundgang durch die Ersatzbrennstoff-Anlage (EBS) erläuterten der Produktionsleiter und der Geschäftsführer der Betreiberfirman Thermal Conversion Compound GmbH, Markus Gelbert und Wolfgang Keßler, deren Arbeitsweise. Foto: Michael Sittig

Begründung jetzt auch mündlich

Begründung jetzt auch mündlich

Neubaugebiet BI darf im Planungsausschuss sprechen

Die Bürgerinitiative gegen das Neubaugebiet am westlichen Ortsrand hat ihr Anliegen jetzt in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau des Frankfurter Stadtparlaments vorgetragen. Das berichtet Sprecher Franz Ilg.

Ein vorangegangener Versuch war gescheitert, weil sich die Vertreter der BI nicht in eine Rednerliste eingetragen hatten. In der Sitzung am 13. Februar nun wussten sie, wie der Hase läuft. So konnten Franz Ilg und Mitstreiterin Ilona Klein alle Formalien einhalten und schließlich darlegen, warum es in Sindlingen Widerstände dagegen gibt, das Feld westlich der Straße zur Internationalen Schule sowie Flächen entlang der Farbenstraße mit rund 2000 Wohnungen zu bebauen. Nicht nur eine Verlegung von Sportplatz und Kleingartenanlage stört die Bürger, viele sorgen sich auch um den Feldhamster, die Frischluftzufuhr und das soziale Gefüge. Bislang steht zwar noch gar nicht fest, ob überhaupt gebaut werden darf. Doch die BI will nicht warten, bis Fakten geschaffen werden.

So sammelte sie schon vergangenes Jahr rund 1000 Unterschriften und übergab sie der Stadt. Nun folgte die mündliche Begründung. Franz Ilg verwies dabei außerdem auf die Position der Infraserv und betonte, dass auch der Standortbetreiber des Industrieparks Höchst eine weitere Bebauung in der Nähe des Industrieparks aus Sicherheitsgründen ablehne. Ein großes neues Wohngebiet könnte sogar die Entwicklung des Industrieparks beeinträchtigen (siehe Bericht oben).

Ilg bat den zuständigen Stadtrat sowie die Mitglieder des Ausschusses, von dem Vorhaben abzusehen.

Zeltlager im Wasserschloss

Zeltlager im Wasserschloss

Vom 5. bis 12. August bietet die katholische Gemeinde St. Dionysius/St.Kilian eine Zeltlagerwoche auf dem Wasserschloß Wülmersen in der Nähe von Trendelburg an. Es werden zwei Gruppen für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 12 und 13 bis 16 Jahren gebildet. Die Teilnahme kostet 180 Euro pro Kind, bei Geschwisterkindern 160 Euro pro Kind. Anzahlung bei Anmeldung: 50 Euro pro Kind. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Anmeldungen nimmt Ronja Schmidt, Okrifteler Straße 19, an. Sie können per E-Mail an zeltlager@sindlingen.de oder telefonisch unter der Nummer 37 34 39 erfolgen.

Plakat Zeltlager 2017

Zeltlager Anmeldung 2017

Gestank: „Wir müssen uns kümmern“

Gestank: „Wir müssen uns kümmern“

Infraserv Inversionswetter drückt den Mief aus der Kläranlage nach Sindlingen

Ende Januar, Anfang Februar, war es wieder einmal besonders schlimm. Ab dem Kreisel südwärts stank es. Der faulige Geruch kam von der Klärschlammverbrennungsanlage der Infraserv. Sie ist erst von einem Jahr für 750 000 Euro umgebaut worden, um das zu verhindern. Insgesamt, betont der Industrieparkbetreiber, habe er seit 2007 rund 3,6 Millionen Euro in verschiedene technische Optimierungen investiert, um die Geruchsbelastung für die Nachbarn zu senken.

Trotzdem kommt es bei Ostwind immer wieder vor, dass nicht nur die unmittelbar vor der Werksmauer gelegene Straße Lachgraben in den Genuss unschöner Gerüche kommt, sondern auch weitere Teile des Ortes. Im Januar war die ausgeprägte Inversionswetterlage schuld. Tagelang wehte Ostwind, die kalte Luft mit den Gerüchen sammelte sich am Boden und floss nicht ab. „Wir würden gerne die Maßnahme finden, wenn sie einigermaßen bezahlbar ist, die dazu führt, dass wir gar keine Belästigung haben“, versicherte Infraserv-Geschäftsführer Joachim Kreysing in der Jahrespressekonferenz des Unternehmens. Trotz gradueller Verbesserungen gebe es hier noch Handlungsbedarf. „Wir müssen uns kümmern“, sagte auch sein Kollege, Geschäftsführer Jürgen Vormann. Er wies darauf hin, dass das auch ein Grund sei, nicht noch zusätzliche Wohnbebauung wie von der Stadt vorgesehen in Werksnähe anzusiedeln.

Objektiv seien die Werte besser als das subjektive Empfinden der Bürger. Um den Vorgang der Geruchserfassung transparenter zu machen, bietet Infraserv allen Bürgern an, die „Schnüffler“ bei ihrer Arbeit zu begleiten. Probanden mit einer speziellen Ausbildung laufen seit Jahren täglichdurch Sindlingen und notieren, ob und wo sie Gerüche wahrnehmen. hn

Hier wird die Asche der Verbrennung gesammelt.

Hier wird die Asche der Verbrennung gesammelt.