25 Jahre selbständig – Raoul Wirz – Wirtschaftsförderung gratuliert

25 Jahre selbständig

Raoul Wirz Wirtschaftsförderung gratuliert

Glückwunsch, Raoul Wirz: Christian Girmann (links) gratulierte dem Sindlinger Fernseh- und Medientechniker im Namen der Wirtschaftsförderung Frankfurt zum 25. Jahrestag als selbständiger Meister. Zum 2. Januar 1993 machte sich Raoul Wirz selbstständig, am 11. September 1993 eröffnete er seinen Betrieb in Sindlingen. Dieses 25-jährige Betriebsjubiläum will er im September mit Kunden und Freunden feiern. Damit verbunden wird die Einweihung neuer Räume. Schon im Februar/März verabschiedet sich Raoul Wirz aus der Zehnthofgasse 1, Ecke Huthmacherstraße. Er zieht um in die Farbenstraße 54. „Das wird schön“, freut sich der Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister auf den neuen Standort: „Die neuen Technik- und Verkaufsräume sind groß, es gibt mehr Platz, alles ist hell und modern. Und vor allem gibt es Kundenparkplätze“. hn/Foto: Michael Sittig

Glückwunsch, Raoul Wirz: Christian Girmann (links) gratulierte dem Sindlinger Fernseh- und Medientechniker im Namen der Wirtschaftsförderung Frankfurt zum 25. Jahrestag als selbständiger Meister. Zum 2. Januar 1993 machte sich Raoul Wirz selbstständig, am 11. September 1993 eröffnete er seinen Betrieb in Sindlingen. Dieses 25-jährige Betriebsjubiläum will er im September mit Kunden und Freunden feiern. Damit verbunden wird die Einweihung neuer Räume. Schon im Februar/März verabschiedet sich Raoul Wirz aus der Zehnthofgasse 1, Ecke Huthmacherstraße. Er zieht um in die Farbenstraße 54. „Das wird schön“, freut sich der Rundfunk- und Fernsehtechnikermeister auf den neuen Standort: „Die neuen Technik- und Verkaufsräume sind groß, es gibt mehr Platz, alles ist hell und modern. Und vor allem gibt es Kundenparkplätze“. hn/Foto: Michael Sittig

Bürger beschweren sich weniger oft

Bürger beschweren sich weniger oft

Gesprächskreis der Nachbarn Neues aus dem Industriepark

Nichts Neues an der Geruchsfront. Im Gesprächskreis der Nachbarn des Industrieparks stellte der Immissionsschutzbeauftragte des Industriepark-Betreibers Infraserv, Guido Schmitt, die Fortschreibung der Diagramme zur Geruchsbelastung in Sindlingen vor.

Seit 2007 lässt Infraserv hier Geruchsmessungen vornehmen. Weil die Entsorgungsanlagen des Chemiewerks direkt an der westlichen Werksgrenze und nur wenige Meter entfernt von den ersten Wohnhäusern stehen, leiden die Anwohner bei Nordostwind besonders stark unter den fauligen Gerüchen.

Guido Schmitt erinnerte an einen „Geruchsrundgang“ mit Bürgern im Mai, bei dem der Vorgang der Geruchsmessung erklärt wurde. Generell sei seit Februar 2008 dank verschiedenster Maßnahmen eine allmähliche Verbesserung eingetreten. Rückmeldungen von Bürgern bestätigten, dass die Intensität der Gerüche deutlich nachgelassen habe. Die Zahl der Beschwerden sei von 72 im Vorjahr auf bislang 49 gesunken.

Revision möglichst nicht bei stehender Luft

Bei Revisionsarbeiten an den drei in Frage kommenden Anlagen seien Geruchsbelästigungen jedoch nicht zu vermeiden. Markus Gelbert von Infraserv betonte, dass Wartungsarbeiten generell nicht im Sommer, bei stehender Luft, geplant würden, sondern in den Übergangsjahreszeiten „mit guter Chance auf kräftigen Wind.“ Der muss dann nur noch aus der richtigen Richtung kommen. Schmitt versicherte, dass allen Meldungen von Bürgern über üble Gerüche unverzüglich nachgegangen werde.

Ein weiteres Thema waren Veränderungen im Industriepark selbst. Frank Zurmühlen, Standortleiter der Bayer AG, berichtete, dass sein Unternehmen den Betrieb, der das Pflanzenschutzmittel „Basta“ herstellt, an die BASF verkaufen möchte. Damit wolle das Unternehmen Bedenken von Kartellwächtern entkräften, die sonst ihr Veto gegen die geplante Übernahme des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto durch Bayer einlegen könnten. Der Verkauf erfolge nur im Fall einer erfolgreichen Übernahme. Betroffen wären rund 100 der 800 Mitarbeiter vor Ort. Sie erhielten eine dreijährige Beschäftigungsgarantie von BASF, versicherte Zurmühlen. Forschung und Entwicklung, insbesondere die Herbizid-Forschung, und die Formulierungsbetriebe blieben weiter bei Bayer.

Intelligente Holznutzung

Rund 100 neue Arbeitsplätze könnten entstehen, wenn sich ein neuer Betrieb im Industriepark ansiedelt. Das finnische Unternehmen UPM befindet sich in der letzten Planungsphase zur Errichtung einer Bio-Raffinerie auf der Südseite des Werks, in der Nähe der großen Lastwagenzufahrten. UPM sei weltweit größter Hersteller grafischer Papiere, größter Altpapier-Recycling-Betrieb und europaweit der größte Hersteller von Sperrholz, führte Michael Duetsch, Leiter von Biochemicals Deutschland, aus. Doch der Papiermarkt ist rückläufig. Deshalb suchen die Finnen neue Geschäftsfelder.

Eins davon soll die Herstellung von Biochemikalien aus Laubbäumen sein. Sie könnten als Grundstoffe für Textilien, Flaschen, Verpackungen, Enteiser, Holzklebstoffe, Kunststoffe sowie Produkte der Pharma- und Kosmetikbranche gas- und ölbasierte Stoffe ersetzen. „Nachhaltig, CO2-neutral, verfügbar, keine Lebensmittelkonkurrenz, kurzum: Intelligente Holznutzung als Treiber der Bioökonomie“ sei das, sagte Duetsch. Für den Industriepark sprächen seine „hervorragende Infrastruktur“, die Lage in Zentraleuropa, der Rhein als Verbindung zu namhaften chemischen Betrieben und die guten Chancen, im Rhein-Main-Gebiet qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

In diesem Jahr trifft sich der Gesprächskreis am 22. März und am 8. November. hn

Mit Noah die Welt retten

Mit Noah die Welt retten

Katholische Gemeinden Kinderbibeltag 2017

Wer war Noah? Was veranlasste ihn, einen schwimmenden Kasten zu bauen? Konnte er in dieser Arche wirklich alle Tiere vor der Flut retten? Was will uns die Geschichte Noahs mitteilen? Welche Bedeutung hat der Regenbogen? Diese Fragen wurden im Laufe des Kinderbibeltages der katholischen Gemeinden St. Dionysius, St. Kilian und St. Bartholomäus beim Basteln, Spielen und Singen unter dem Motto „Mit Noah die Tierwelt retten“ beantwortet.

Mehr als 40 Kinder kamen im Zeilsheimer Gemeindehaus zusammen, um sich mit der Geschichte Noahs aus dem Buch Genesis, Kapitel 6 bis 9, zu befassen. Zunächst stellten sich die haupt- und ehrenamtlichen Helfer vor, dann sangen alle zusammen das Lied „Regenbogen buntes Licht“, das die Gruppe an diesem Tag noch öfters begleiten sollte. Im Anschluss versammelten sich alle Kinder vor der Bühne, auf der die Arche Noah nachgebildet stand. Gemeindereferentin Claudia Lamargese erzählte sehr lebendig die Geschichte von Noah und seiner Familie. Pfarrer Seelbach als Noah und die Helfer als Tiere spielten die Geschichte nach. So erfuhren die Kinder, dass sich die Menschen von Gott abgewandt hatten, schlecht und böse waren. In seinem Zorn schickte Gott eine Flut, die die Menschheit auslöschen sollte. Nur Noah, der nach Gottes Wort lebte, sollte mit Hilfe der Arche seine Familie und die Tierwelt retten und überleben. Nach der Flut reute es Gott und er versprach Noah, nie wieder Leben zu vernichten. Der Regenbogen ist hierfür das Symbol.

Nach dem Ende der Geschichte beteiligten sich die Kinder in Kleingruppen an verschiedenen Aktivitäten. Ein Vertrauensspiel, eine Singgruppe, ein Quiz, Plätzchen backen und das Basteln von Tiermasken sorgten für beste Unterhaltung. Zwischendurch übten sie immer wieder das Lied vom Regenbogen, das Pastoralreferent Martin Roßbach auf der Gitarre begleitete.

Nach einer mittäglichen Stärkung mit Frankfurter Würstchen und einer Süßspeise ging es zum Austoben auf einen Spielplatz, bevor die Aktivitäten mit einer Filmvorführung von Disneys Donald Duck als Noah zur Musik von „Pomp and Circumstance“ ein amüsantes Ende fanden.

Den Abschluss des Bibeltags 2017 bildete ein kleiner Gottesdienst in St. Bartholomäus, zu dem alle Eltern eingeladen waren. hf

Am Kinderbibeltag spielten die Kinder die Geschichte Noahs nach.

Am Kinderbibeltag spielten die Kinder die Geschichte Noahs nach.

Abwechslungsreich geht‘s weiter

Abwechslungsreich geht‘s weiter

Frauenchor Germania Chorworkshop und Konzerte

Bei der Jahresabschlussfeier der Germania-Damen war für jeden Geschmack etwas dabei. Das trifft nicht nur auf das immer sehr reichhaltige und liebevoll von den Sängerinnen selbst zubereitete Buffet zu. Der ganze Abend bot Abwechslung, angefangen mit dem Jahresrückblick durch Vorsitzende Regina Schwab. Danach wurden zwei Jubilarinnen geehrt, die bei den offiziellen Ehrungen im Rahmen der 40-Jahrfeier des Frauenchores im Juni verhindert waren. Der Chor dankte Else Glapa und Monika Schmidt, beide Gründungsmitglieder und früher aktive Sängerinnen, für ihre 40-jährige Mitgliedschaft.

Kurzweilig und unterhaltsam wurde der Abend durch einige humorvolle Beiträge aktiver Sängerinnen. Michael Hedtler und Jürgen Peters vom Männerchor besuchten die Damen als Weihnachtsmann und Helfer und lobten das Engagement des Ehepaars Kuhn und der Vorsitzenden Schwab.

So abwechslungsreich wie diese Jahresabschlussfeier verspricht auch das neue Jahr für die Damen zu werden. Erneut geht es zu einem Chorworkshop und ein Auftritt in Weilbach ist vorgesehen. Mit dem Ensemble iNCognito aus Saulheim (ebenfalls unter der Leitung von Chorleiter Michael H. Kuhn) sind sowohl ein Herbstkonzert als auch ein Adventskonzert in Planung. as

Der Vorstand Ingrid Schubert (links) und Regina Schwab (rechts) ehrten Else Glapa und Monika Schmidt. Foto: Germania

Der Vorstand Ingrid Schubert (links) und Regina Schwab (rechts) ehrten Else Glapa und Monika Schmidt. Foto: Germania

“Kaltstart“ ins Eheleben

“Kaltstart“ ins Eheleben

jubiläum Gisela und Claus Lünzer heirateten im Januar vor 50 Jahren

Diese Ehe begann frostig: Am 5. Januar 1968 heirateten Gisela Daus und Claus Lünzer. „Es war kalt, es lag Schnee und die Kirche war nicht geheizt“, erinnern sich die beiden. Der Ehe hat es nicht geschadet. Nach 50 gemeinsamen Jahren gönnten sich Gisela und Claus Lünzer ein schönes Wochenende im Schwarzwald, um ihre Goldene Hochzeit zu feiern.

Beide sind in Sindlingen vielfältig bekannt, weil ehrenamtlich engagiert. Gisela Lünzer ist Sozialbezirksvorsteherin, Claus Lünzer war Stadtbezirksvorsteher, Ortsbeirat, SPD-Fußballer und hatte im SPD-Ortsverein die verschiedensten Funktionen inne.

Daran dachte natürlich noch niemand bei jener Silvesterfeier im Freundeskreis in Sachsenhausen anno 1966, als sich die beiden kennen lernten. Er war 23, sie 21 Jahre alt. Durch die gemeinsame Clique sahen sie sich auch danach häufiger. Und irgendwann war ihnen klar: Wir heiraten. Warum es ausgerechnet im Januar sein sollte, wissen sie nicht mehr. Jedenfalls ließen sie sich von der Kälte nicht abschrecken, gingen im dunklen Anzug und klassischen weißen Hochzeitskleid mit Schleier in die Kirche in Walldorf, Gisela Lünzers Heimatort. Dort wohnten sie zunächst im Elternhaus Daus, suchten und fanden anschließend eine kleine Dachwohnung in Walldorf, eine etwas größere in Mühlheim und schließlich eine in Sindlingen. Auch hier zogen sie mehrfach um, bis sie schließlich im Häuschen im Lachgraben dauerhaft ansässig wurden. Sohn Stephan kam im November 1969 zur Welt, Tochter Melanie im Oktober 1976. Versicherungskaufmann Claus Lünzer betrieb eine Allianz-Agentur. Gisela Lünzer ist gelernte Bürokauffrau und unterstützte ihn. Beide lieben das Tanzen und das Reisen. Für beide Hobbys war mal mehr, mal weniger Zeit und Gelegenheit. Während es Claus Lünzer (73) nach dem Ausscheiden aus dem Ortsbeirat vor zwei Jahren jetzt ruhiger angehen lässt, möchte Gisela Lünzer (71) die Arbeit der Sozialbezirksvorsteherin nicht missen. „Das macht immer noch Spaß und Freude, das hört nie auf“, sagt sie. Fit halten sich beide mit Gymnastik. Und dass sie beide Spaß verstehen und gerne lachen, ist der Gesundheit sicher auch nicht abträglich. hn

Die Prunksitzung des Karnevalvereins besuchen Gisela und Claus Lünzer jedes Jahr. Diesmal war sie besonders gelungen, fanden die beiden Goldhochzeiter, die sich vor 50 Jahren das Ja-Wort gaben. Foto: Michael Sittig

Die Prunksitzung des Karnevalvereins besuchen Gisela und Claus Lünzer jedes Jahr. Diesmal war sie besonders gelungen, fanden die beiden Goldhochzeiter, die sich vor 50 Jahren das Ja-Wort gaben. Foto: Michael Sittig

Luenzers bei der Hochzeit

Luenzers bei der Hochzeit

Fußball gehörte immer dazu

Fußball gehörte immer dazu

DiamantHochzeit Edith und Kurt Mundrzik sind seit 60 Jahren ein Paar

Der Standesbeamte sprach polnisch, die Heiratsurkunde musste übersetzt werden: Am 14. Dezember 1958 heirateten Edith und Kurt Mundrzik in Stettin, das nach dem Krieg zu Polen kam. Die Hochzeit ermöglichte es Kurt Mundrzik, ein halbes Jahr später im Zug der Familienzusammenführung nach Deutschland auszureisen.

Die Familie seiner Frau hatte Schlesien schon vor Jahren verlassen. Die Großmutter jedoch lebte weiterhin in Groß-Döbern bei Oppeln. Die Enkelin besuchte sie häufig in den Ferien. Bei einer Tanzveranstaltung lernte sie den Dachdeckerlehrling Kurt kennen. Die beiden wurden ein Pärchen und schließlich ein Ehepaar.

Nach Sindlingen kamen sie 1959. Hier haben sie das Entstehen der Siedlung hautnah miterlebt. Edith und Kurz Mundrzik zogen als junges Ehepaar in den ersten fertig gestellten Wohnblock der Nassauischen Heimstätte in der Hugo-Kallenbach-Straße. Rundum war nur Feld und Baustelle. Sindlingen-Nord in seiner heutigen Form gab es noch nicht.

Auch eine Kreisstadt Hofheim gab es nicht. Verwaltungszentrum für den Main-Taunus-Kreis war Höchst. Mundrziks kamen nach der Ausreise aus Schlesien zunächst in Ruppertshain bei einem Onkel unter. Dort holten sie die kirchliche Trauung nach. Kurt Mundrzik fand Arbeit als Dachdecker, Edith Mundrzik in einem Labor in den Farbwerken. Die Anreise war weit und beschwerlich und die Wohnung zu klein, denn 1959 kam im Wöchnerinnenheim der Farbwerke ein Töchterchen zur Welt.

„Wir haben uns beim Landratsamt in Höchst um eine Wohnung beworben“, berichten die beiden. So wurden sie in Sindlingen heimisch. Hier wurde 1965 auch ein Sohn geboren.

Der begeisterte Fußballer Kurt Mundrzik schloss sich der Viktoria an, spielte mit Heinz Wulf und anderen bekannten Kickern. „Bei Wind und Wetter bin ich mit den Kindern zum Zusehen an den Kreisel“, erinnert sich seine Frau. Kurt Mundrzik arbeitete bei der Sindlinger Dachdeckerfirma Noll. Gemeinsam genossen sie ihre Freizeit in einem Garten hinter der Bahn und Ferien in Leutasch in Tirol. „Eine schöne Zeit war das“, sagen die beiden.

Gesundheitliche Probleme brachten Einschränkungen mit sich. Als die Nassauische Heimstätte den Wohnblock im Jahr 2000 sanierte, zogen Mundrziks um in eine seniorengerechte Wohnung in der Huthmacherstraße. Den Kontakt zu den Fußballern behielten sie über all die Jahre, treffen sich noch heute regelmäßig mit anderen beim Soma-Stammtisch. Ein Schicksalsschlag waren Krankheit und schließlich Tod des Sohnes vor einem Jahr. So hatten die beiden wenig Lust, das Ehejubiläum groß zu feiern, zumal die nächsten Anlässe schon bevorstehen. „Im April werden wir beide 80, innerhalb einer Woche“, sagt Edith Mundrzik: „Da feiern wir dann alles zusammen.“ hn

Edith und Kurt Mundrzik sind seit 60 Jahren verheiratet.   Foto: Michael Sittig

Edith und Kurt Mundrzik sind seit 60 Jahren verheiratet. 
Foto: Michael Sittig

Weg okay, WC-Anlage in Arbeit

Weg okay, WC-Anlage in Arbeit

Instandsetzung Ortsbeirat Albrecht Fribolin berichtet

Der asphaltierte Fuß- und Radweg, der vom ehemaligen Sindlinger Bürgerhaus (Heussleinstraße) entlang des Abenteuerspielplatzes Richtung Zeilsheim führt, war teilweise in einem üblen Zustand. Aufbrüche und Löcher machten die Passage für Radler, Fußgänger und die Anlieger der Gartengrundstücke schwierig bis unsicher.

Diesen Zustand schilderte Ortsbeirat Albrecht Fribolin (CDU) Anfang Januar dem Amt für Straßenbau und Erschließung. Er bat darum, Abhilfe zu schaffen.

Nur wenige Tage später kam die Rückmeldung. Ein Mitarbeiter hatte sich die Sache angesehen und versprach, kurzfristig eine vorübergehende Lösung in die Wege zu leiten sowie eine längerfristige Lösung in den Arbeitsplan aufzunehmen. Beides ist geschehen. Am 10. Januar machten Arbeiter den Weg verkehrssicher. Ende Januar wurde sogar noch ein neuer Asphaltüberzug aufgebracht.

Schultoiletten sollen saniert werden

Auch an anderer Stelle, oder besser: an einem anderen Örtchen tut sich was. Im Lauf des Januars sollten die Planungsarbeiten zur Sanierung der Toilettenanlage der Meisterschule beendet werden. Im Februar sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, teilt eine Mitarbeiterin des Amts für Bau und Immobilien CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin auf dessen Anfrage hin mit. Mitte Februar könne dann ein erster Zeitplan für die Sanierung abgestimmt werden. Ursprünglich war geplant, die WC-Anlage 2017 komplett zu sanieren. Mit dieser Begründung nämlich lehnte der Magistrat 2015 eine Bitte des damaligen SPD-Ortsbeirats Claus Lünzer ab, das hässliche Häuschen wenigestens mal neu streichen zu lassen. hn

Anlegen, zielen, ausatmen, abdrücken

Anlegen, zielen, ausatmen, abdrücken

Sindlinger Schützengesellschaft Neben dem Sport steht Geselligkeit hoch im Kurs

Unerwartet schwer liegt das Gewehr in der Hand. Kein Vergleich zu den Dingern, die es an den Schießbuden der Rummelplätze gibt. „Etwa fünf Kilo“ wiegt es, sagt Wladimir Tucholke. Er betreut beim Geflügelschießen der Sindlinger Schützengesellschaft die Neugierigen, die das Schießen mit einem Luftdruckgewehr auf Scheiben in zehn Metern Entfernung ausprobieren wollen.. Denn natürlich flattert hier kein Federvieh durchs Schützenheim. Stattdessen werden die Treffer auf den Scheiben elektronisch ausgewertet. Diejenigen mit den besten Ergebnissen in den Kategorien „Präzision Vereinsmitglieder“, „Präzision Jugend“, „Präzision Gäste“ sowie „Glücksscheiben“ bekommen eine küchenfertige Gans oder Pute.

Wladimir Tucholke legt eine Kugel ein, den Sicherungshebel um und gibt Anweisungen: „Gewehr an die Schulter, durchs Visier sehen, zielen. Ruhig atmen. Beim Ausatmen abdrücken“, gibt er vor. Schon knallt es – der Abzug ist sehr leicht gängig. Also nochmal. Laden, anlegen, zielen, ausatmen, abdrücken. Immerhin: Dieser Schuss ging ins Schwarze, wenn auch knapp.

Atmung, Kondition, gute Nerven und die Fähigkeit, sich gut konzentrieren zu können, machen einen guten Schützen aus, sagen Tucholke, seine Frau Galina (zweite Vorsitzende) und Schriftführer Marco Bohne. Das gilt sowohl für Luftdruck- als auch Kleinkaliberwaffen. Beide Waffenarten und ihre unzähligen Unterdisziplinen pflegen die Sindlinger Schützen in ihrem Heim am Hattersheimer Südring.

Bei den Luftdruckwaffen (Gewehr und Pistole) schießt jeder in seinem eigenen Rhythmus. „In 75 Minuten müssen 40 Wertungsschüsse abgegeben werden“, sagt Marco Bohne. Bei den „scharfen“ Waffen, wie die Schützen die Kurz- und Langwaffen verschiedenster Kaliber nennen, erfolgt das Schießen auf Ansage. Es gibt ganz traditionelle Wettbewerbe, die der Deutsche Schützenbund ausrichtet, und dynamischere Disziplinen, für die der Bund Deutscher Schützen steht. Die Sindlinger sind in beiden Verbänden Mitglied. Im ersteren treten sie mit Mannschaften an, im zweiten liegt der Schwerpunkt auf Einzelwettkämpfen. „Jeder sucht sich im Internet heraus, was er gerne trainieren möchte, und meldet sich an“, erklärt Marco Bohne. Die Sindlinger Schützengesellschaft, die 1928 gegründet wurde, richtet jedes Jahr im April (2018: 7. und 8. April) den Wettkampf „Fallscheibe“ aus. Dabei geht es darum, fünf Scheiben in 25 Metern Entfernung in möglichst kurzer Zeit umzuschießen.

Etwa 40 Aktive zählt der Verein, darunter vier Frauen. Sie treten in jeweils zwei Mannschaften in der Sparte Großkaliber und Luftpistole im Deutschen Schützenbund an. „Wir betreiben aber keinen Leistungssport“, betonen die Vorstandsmitglieder. Obwohl es einzelne Mitglieder schon zu etlichen Meistertiteln auf verschiedenen Ebenen gebracht haben, vor allem die Damen 2017 mit einem ersten und sechs zweiten Plätzen bei Deutschen Meisterschaften glänzten, „geht es bei uns auch viel um die Geselligkeit“, sagt Galina Tucholke. Feste Termine im Jahreskalender sind neben dem Geflügelschießen das Königsschießen, um den Schützenkönig zu ermitteln, die Vereinsmeisterschaften der Verbände, das Grillfest an Fronleichnam und ein Kreppelkaffee (dieses Jahr am 11. Februar).

Arbeit und Training kosten Zeit

Daneben führen auch Arbeit und Training die Schützen zusammen. „Wir müssen sehr viele Arbeitseinsätze leisten, um die Anlage zu pflegen“, sagt Marco Bohne. Und ohne Training geht sowieso nichts. Dabei sind nicht nur die lizensierten Trainer gefragt. Die Schützen helfen sich auch gegenseitig: „Jeder kann Anleitungen geben und Regeln erklären und es gibt auch viel Austausch untereinander“, erklärt der Schriftführer. Das ist angesichts der hohen Sicherheitsauflagen insbesondere für Neulinge hilfreich. Wer Schütze im Verein werden möchte, braucht ein großes Führungszeugnis, eine Waffenbesitzkarte, muss Training und Wettkämpfe nachweisen und etliche Prüfungen bestehen. Dafür bekommt er am Ende die Lizenz für einen bestimmten Waffentyp. Auch die Aufbewahrung der Waffen folgt strengen Vorgaben.

Wer alles erfüllt, erhält irgendwann die höchste Sicherheitsstufe. Das alles macht den Sport neben dem Kauf von Waffen und Munition teuer. Anfänger müssen aber nicht gleich ihr Konto plündern. „Man fängt normalerweise mit Luftdruckwaffen klein an. Wir verleihen die nötigen Waffen“, sagt Marco Bohne. So wie beim Geflügelschießen, bei dem es Gäste selbst mal probieren können mit dem Anlegen, Zielen, Ausatmen und Abdrücken. hn

Nähere Infos zum Verein finden sich im Internet unter www.sgsindlingen.de

Am Tag der offenen Tür (in der Regel an Fronleichnam) dürfen Interessierte das Schießen mit dem Luftdruckgewehr ausprobieren. Foto: Michael Sittig

Am Tag der offenen Tür (in der Regel an Fronleichnam) dürfen Interessierte das Schießen mit dem Luftdruckgewehr ausprobieren. Foto: Michael Sittig

Einen Tag lang Technik erleben

Einen Tag lang Technik erleben

Zu einer Erlebnis-Tagesfahrt lädt das Kulturforum Zeilsheim am Samstag, 14. April, ein. Erste Station ist der legendäre Hockenheimring. Nach einem Besuch des Motor-Sport-Museums gibt es Einblicke hinter die Kulissen der Rennstrecke. Bei einer geführten Tour durch das Motodrom werden die Südtribüne mit VIP-Bereich, Aussichtsplattform, Mercedes-Tribüne und das Fahrerlager mit Boxenanlage und Siegerpodest besichtigt. An diesem Wochenende soll auch das Rennen um den „Großen Preis von Stuttgart“ stattfinden.

Weiter geht es nach Sinsheim. Hier ist ab 13 Uhr das Abenteuer Technik in einer einzigartigen Form erlebbar.

Oldtimer, Sportwagen und Formel-1 Fahrzeuge, Flugzeuge, Motorräder, Nutzfahrzeuge, Lokomotiven, Musikinstrumente und Motoren – an jeder Ecke gibt es etwas neues zu entdecken. Die Original Concorde der Air-France und die russischen Tupolev TU-144 sind nur einige von vielen Exponaten.

Ein unvergessliches Erlebnis ist der Besuch des Imax-3D-Kinos, das mit modernster Lasertechnik spektakuläre Filme in unerreichter Brillianz und Schärfe auf ein gigantischen Leinwand zeigt.

Busabfahrt am Parkplatz Stadthalle Zeilsheim ist um 8.30 Uhr, Abfahrt in Sindlingen um 8.35 Uhr am Bahnhof Sindlingen und 8.40 Uhr am Dalles, Rückkehr gegen 19.30 Uhr.

Anmeldung: Geschäftsstelle Kulturforum Zeilsheim, Alt-Zeilsheim 23, Telefon 069 34002153 oder per E-Mail: kulturforum-zeilsheim@web.de

Der Fahrpreis für Reisebus/Führung/Eintrittskarten beträgt für Kinder bis 14 Jahre 40 Euro, für Mitglieder 54 und für Nicht-Mitglieder 58 Euro. simobla

CDU im Wahlkampfmodus

CDU im Wahlkampfmodus

Neujahrsempfang Lob für Vereine und ehrenamtliches Engagement

Rund 250 Gäste begrüßten der neue Zeilsheimer CDU-Vorsitzende Kevin Bornath und der Vorsitzende der CDU Arbeitsgemeinschaft West, Uwe Serke, zum Neujahrsempfang der CDU im Frankfurter Westen in der Stadthalle Zeilsheim, berichtet die CDU. Neujahrsrednerin war die Kandidatin der CDU für die Oberbürgermeisterwahl am 25. Februar, Dr. Bernadette Weyland.

Frankfurts CDU-Vorsitzender Jan Schneider wies in seinem Grußwort auf vielfältige politischen Aufgaben in diesem Jahr hin wie Regierungsbildung im Bund, Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt und Landtagswahl in Hessen. Zudem strich er die Bedeutung des Engagements in Politik und Vereinen heraus, durch das die Aktiven wissen, wo die Probleme vor Ort liegen.

Das gelte auch für Bernadette Weyland. Sie lebt in Schwanheim, war von 2002 bis 2006 Ortsvorsteherin im Ortsbeirat Sechs, wurde dann Stadtverordnete und leitete die Versammlungen des Stadtparlaments von 2011 bis 2014 als Vorsteherin. Anschließend wechselte sie als Staatssekretärin ins hessische Finanzministerium. Das hat sie zwischenzeitlich verlassen, um für das Amt der Oberbürgermeisterin zu kandidieren.

Bernadette Weyland betonte in ihrer Rede die Bedeutung des Frankfurter Westens mit dem Industriepark als Arbeitgeber, großen Naturflächen sowie im kulturellen Bereich mit Justinuskirche, Neuem Theater Höchst, Ballsport- und Jahrhunderthalle und den zahlreichen Festen. Als ihre politischen Schwerpunkte nannte sie Bildung, Sicherheit und Wohnraum.

Gerade was die Grundschulen betreffe, müsse im Frankfurter Westen viel getan werden. Zudem sprach sie sich für gezielte Sicherheitsmaßnahmen und eine verstärkte Sauberkeit auf den Straßen und Plätzen aus. Um vermehrt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, könne man nicht alleine auf neue Stadtteile setzen, sondern müsse auch in den bestehenden Gebieten Möglichkeiten nutzen, etwa durch die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern.

Sodann dankte Weyland den zahlreichen Menschen, die im ausgeprägten Vereinsleben im Frankfurter Westen ehrenamtlich aktiv sind. „Die Vereine leisten eine wertvolle gesellschaftliche Arbeit. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieses Engagement gewürdigt und gefördert wird.“

In seinem Schlusswort richtete Landtagsabgeordneter Uwe Serke den Blick auf die Landtagswahl am 28. Oktober 2018 und sprach von einer guten Bilanz der Landespolitik. Insbesondere für Familien werde die Einführung des Schülertickets und der drei beitragsfreien Kindergartenjahre eine große Entlastung bringen.

Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, mit Bernadette Weyland, Uwe Serke und den weiteren anwesenden CDU-Mandatsträgern persönlich ins Gespräch zu kommen und ihnen ihre Fragen und Anregungen mit auf den Weg zu geben. simobla

Beim Neujahrsempfang der CDU West sprachen (von links) Kevin Bornath, Jan Schneider, Bernadette Weyland, Markus Frank und Uwe Serke. Foto: Michael Sittig

Beim Neujahrsempfang der CDU West sprachen (von links) Kevin Bornath, Jan Schneider, Bernadette Weyland, Markus Frank und Uwe Serke. Foto: Michael Sittig