Category: 2017

Nur strahlende Gesichter – trotz Regen

Nur strahlende Gesichter – trotz Regen

Reiterverein Großer Andrang beim Tag der offenen Tür – Reitschüler und Voltigierkinder zeigen verschiedene Figuren in der Reithalle

Mehr als 300 begeisterte Besucher – das ist eine stolze Bilanz vom diesjährigen Tag der offenen Tür, zu dem der Reiterverein Sindlingen in die Allesinastraße 1 einlud. „Wir sind überrannt worden, es gab zum Schluss keinen Krümel Kuchen mehr, alle Würstchen wurden gegessen und nur strahlende Gesichter – trotz Regen“, freut sich Beate Kemfert vom Vorstand.. Vor allem Kinder, begleitet von ihren Eltern und Großeltern, folgten der Einladung, einmal Stallluft zu schnuppern und die vielfältigen Angebote des Vereins kennen zu lernen. Neugierig und begeistert beobachteten die Gäste die Nachmittagsvorführungen, die für Groß und Klein verschiedene Attraktionen boten.

Mit dem beliebten Ponyreiten im Meister-Park ging es los. Zunächst wurden die Ponys Julchen und Floppy geführt. Später kamen die Reitponys Daisy, Davina und Ferrari dazu. Größtenteils saßen die jungen Reiter zum ersten Mal auf einem Pferd und fragten begeistert nach weiteren Parkrunden. Dabei wünschten die Kinder sowohl die kleinen als auch die größeren Vierbeiner zu reiten, so dass der Strom an Wartenden nicht abreißen wollte. Die Erwachsenen hatten parallel die Möglichkeit, sich in der Halle auf den Rücken vom Großpferd Summer zu schwingen. Der Andrang bei den Ponys im Park war dennoch weit aus größer als in der Halle.

Anschließend starteten die Voltigierkinder, angeleitet von Fabiana Schwind und Ramona Werke, mit einer lang einstudierten Aufführung, die auch Grundlagen der Sportart vorstellte. Beim Voltigieren werden turnerische und akrobatische Übungen auf einem an einer Longe gehendem Pferd ausgeführt. Im ersten Durchlauf wurde das Vereinspferd Chris in den Gangarten Schritt und Trab auf dem Voltigierzirkel longiert und ein Voltigier-Kind turnte auf und an ihm. Im zweiten Durchlauf turnten gleichzeitig bis zu drei Voltigierkinder auf dem Rücken des Wallachs. Teil der Paarübungen waren auch Hebefiguren, die wirkungsvoll die Zuschauer im Bann hielten. Die Nachwuchsvoltigierer zeigten nicht nur ihr vielseitiges Können, sondern präsentierten auch eine einfühlsame Choreographie.

Der nächste Programmpunkt war eine Reitvorführung, die junge Reitschüler einstudiert haben, die noch am Anfang ihrer Reitausbildung stehen. Ihren Leistungsstand erläuterte Reitlehrerin Simone Reich (Trainer C). Die vier Nachwuchsreiter zeigten im Formationsritt mit den Pferden Summer, Daisy, Floppy und Wendo verschiedenen Bahnfiguren.

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch“, berichtet die im Vorstand tätige Katharina Klug, die mit ihren Vereinskollegen unermüdlich Fragen zum Einstieg in die Reitausbildung beantwortete. Viele neue Pferdeliebhaber konnten gewonnen werden, was sich auch am Interesse für die angebotenen Reitartikel zeigte. Jugendwartin Sarah Hoffmann hatte sich um Schlüsselanhänger mit Fotos der Vereinspferde und Spiele für die Gäste gekümmert. Auch das kulinarische Angebot mit selbstgebackenen Kuchen, frischen Waffeln und herzhaft Gegrilltem erfreute sich großer Beliebtheit. „Die Einnahmen kommen unseren Pferden und Ponys zugute,“ erläutert Kassenwartin Meike Hildebrandt. Der Dank des Vorstandsteams gilt besonders den ehrenamtlichen Helfern, die diesen Erfolg ermöglichten. simobla

Die Voltigierkinder des Reitervereins demonstrierten ihren Sport in der Reithalle.

Die Voltigierkinder des Reitervereins demonstrierten ihren Sport in der Reithalle.

Einer der stärksten A-Schüler

Einer der stärksten A-Schüler

TVS-Tischtennis Abteilung zieht Bilanz – Mitspieler willkommen

Die Tischtennisabteilung des Turnvereins Sindlingen nahm mit vier Mannschaften an der Punktrunde des Hessischen Tischtennisverbandes teil. Die Erste Herrenmannschaft erreichte in der Kreisliga Frankfurt einen guten fünften Platz. Nach der Vorrunde noch auf dem achten Platz, „hatten wir in der Rückrunde einen Lauf und spielten uns Platz um Platz nach vorne“, bilanziert Jugendwart Edwin Reinhard. Er trug mit Doppelpartner Rudolf Friedrich maßgeblich zu der guten Bilanz bei, denn die beiden sicherten sich neun Siege bei nur einer Niederlage.

Die zweite Mannschaft erreichte in der zweiten Kreisklasse den neunten Platz und konnte damit den Abstieg vermeiden. Diese Mannschaft ist eine Mixed-Mannschaft, in der auch Damen zum Erfolg beitragen. Die stärksten Resultate zeigten Thomas Sittig mit 8:3 Siegen und Andreas Pöcker mit 10:4 Siegen.

Die Jugendmannschaft startete ebenfalls in der Kreisliga und belegte den vorletzten Platz. Es hätte auch anders kommen können. Wäre am letzten Spieltag statt eines Unentschieden ein Sieg gelungen, wären die Sindlinger Neunter statt Elfter geworden. Bester Spieler in der Mannschaft war Csaba Varga mit 19:11 Siegen. Zur Mannschaft gehörten weiterhin Franziska Beck und Maximilian Reinhardt. Die Schülermannschaft erreichte in der Schüler-Kreisliga A den achten von zwölf Plätzen. Überragender Spieler war Lio Masuzzo mit 26:5 Siegen in der Rückrunde. Auf die gesamte Wertungsrunde bezogen, erzielte er sogar 51:6 Siege und ist damit einer der stärksten A-Schüler in Frankfurt. Zum Team gehörten weiterhin Noah Kakavouris und Nicolai Czich.

Wer gerne einmal selbst Tischtennis spielen möchte, kann in der Turnhalle der Meisterschule vorbeischauen und mittrainieren. Trainingszeiten sind für Kinder und Jugend Mittwoch und Freitag von 17 bis 19 Uhr, für Erwachsene Dienstag und Freitag 19 bis 22 Uhr.

Tischtennisjugend, von links: Csaba Varga, Franziska Beck, Maximilian Reinhardt.

Tischtennisjugend, von links: Csaba Varga, Franziska Beck, Maximilian Reinhardt.

 

Zum Nachteil der Anwohner

Kommentar

Zum Nachteil der Anwohner

Von Heide Noll

Radfahren ist gesund. Es zu fördern, ist gut. Wenn aber Ideologie zuschlägt, verkehrt sich die gute Absicht ins Gegenteil. Das ist seit Monaten zu sehen am Sindlinger Dalles mit der unsäglichen Querungshilfe für Radfahrer.

Die Radler werden gemeingefährlich gegen die Fahrtrichtung der Westenberger Straße, quer über den Bürgersteig und anschließend durch besagte „Hilfe“ direkt hinter der Kurve der Farbenstraße/Bahnstraße geführt. Die mobilen Betoninseln werden dauernd von Kraftfahrzeugen gerammt und verschoben. Kaum hat sie der Betriebshof gerichtet und die heraus stehenden Nägel eingeschraubt, brettert schon der Nächste dagegen. Den Nägeln kann man übrigens beim „Wachsen“ zusehen. Die Erschütterungen durch Busse und Lastwagen lassen sie im Verlauf weniger Tage wieder nach oben wandern, bis sie weit aus ihren Löchern ragen.

Und jetzt die Baustraße. Natürlich ist es nicht schön, wenn dem Radler ein schwerer Laster entgegen kommt. Aber noch viel weniger schön ist der tägliche Verkehr auf der Okrifteler Straße.

Wenn schon ein Betrieb von sich aus anbietet, die Belastung für die Bürger zu verringern, sollte ihm das auch erlaubt werden. Die derzeitige Regelung ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die an Bahnstraße und Okrifteler Straße wohnen. Damit Radfahrer während der wenigen Minuten, die sie für die Baustraße brauchen, freie Fahrt genießen können, müssen die Anwohner den ganzen Tag das Dröhnen schwerer Lastwagen, Gehwegraser, die Staus und das damit verbundene Gehupe ertragen. Das ist einfach nur ätzend und stützt das verbreitete Gefühl, dass die Politik – sei aus Gründen der Ideologie oder der Bürokratie – gegen den gesunden Menschenverstand agiert.

Prüfen, planen, weglegen

Prüfen, planen, weglegen

Baustrasse Unendliche Geschichte

1991 schon regte CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin an, die innerörtlichen Straßen vom Schwerverkehr zu entlasten, indem die Baustraße für ihn frei gegeben wird. Seither wurde geprüft, geplant, verhandelt, ad acta gelegt.

1992 schien es, als stünden Bauarbeiten unmittelbar bevor, um den Wirtschaftsweg aufzuwerten und einen vernünftigen Anschluss an den Knoten der B40 zu schaffen. „Die Planung wird gegenwärtig zwecks Ausräumung letzter Dissenspunkte überarbeitet“ und müsse dann nochmals mit Hattersheim abgestimmt werden, hieß es.

2005 wollte Fribolin wissen, ob dieses Abstimmungsverfahren zwischenzeitlich beendet worden sei und es konkrete Pläne für den Ausbau der Baustraße gebe. 2006 betonte der Magistrat, dass er „seit Jahren“ bestrebt sei, die verkehrlichen Probleme an der Anschlussstelle Sindlingen zu lösen. Über die Zeit hätten sich die Randbedingungen geändert. Maßnahmen zur Entlastung der Ortslage vom Durchgangsverkehr und Verbesserung der Erschließung des Klärwerks würden aber weiterhin verfolgt. Gleichzeitig sollte die Radverkehrsführung entlang der B40 verbessert werden.

Danach herrschte wieder Funkstille. „Irgendwann muss doch einmal etwas passieren“, überschrieb Fribolin einen weiteren „Antrag zur Verkehrsberuhigung der Okrifteler Straße in Sindlingen durch Ausbau der so genannten Baustraße Richtung Hattersheim“ 2010. Seit 25 Jahren, resümierte er, befinde sich ihr Ausbau angeblich in Planung. Die Dezernenten Küppers, Protzmann, Wentz und Schwarz kamen und gingen, aber nichts geschah. Der Magistrat kündigte einen Bericht an. Er kam nicht.

Im Juni 2011 fragte Fribolin wieder nach. Die magistratsinterne Abstimmung der Planung aufgrund der Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Grüngürtel und Grünzüge sei noch nicht abgeschlossen, lautete die Antwort. 2012 kam das Thema im Zusammenhang mit Radfahrern wieder hoch. 2013 verabschiedete der Ortsbeirat Sechs einen interfraktionellen Antrag, in dem der Magistrat gebeten wird, die Planungen zu Sanierung und Ausbau der Baustraße vorzustellen. Derzeit sei noch nicht absehbar, wann die „umfassende Planungsbearbeitung des externen Planungsbüros abgeschlossen und die magistratsinterne Abstimmung hierzu“ erfolgt sein wird, hieß es im Frühjahr 2014.

Also wieder nichts.

2016 kündigte der Magistrat immerhin an, dass die Baustraße im Sommer 2017 saniert werden solle. Damit ist allerdings keine Änderung ihres Status verbunden. „Eine Öffnung der Straße für anliegerfremden Verkehr ist nicht geplant“, teilt der Magistrat im Januar 2017 mit und ergänzte: „Die Straße bleibt für den Radverkehr auch zukünftig als attraktive Verbindnung erhalten.“

Kurios: Die, die dort nicht nur fahren dürfen, sondern es auch sollen, tun es häufig nicht. Vor kurzem mühte sich wieder ein Laster auf dem Weg zur Kläranlage durch die Okrifteler Straße. Von dem Weg über die Baustraße wisse er nichts, erklärte er auf Nachfrage. hn

Mit 34 Tonnen durch den Ort

Mit 34 Tonnen durch den Ort

Verkehr Die Fahrer des Betriebs Krämer würden gerne außen herum fahren, dürfen es aber nicht

Vier Achsen. 34 Tonnen. Knapp 18 Meter lang und 2,50 Meter breit. Mit diesem wuchtigen Gefährt muss Lastwagenfahrer René Bruder vier- bis fünfmal am Tag das Betriebsgelände der Firma Gebrüder Krämer am südlichen Ende der Okrifteler Straße ansteuern. Er bringt gehäckseltes Material von den Arbeitseinsätzen der Spezialisten für Baumpflege zum Lagerplatz direkt unterhalb der Brücke der B40a. Die Ortsdurchfahrt ist zwar für Lastwagen über 7,5 Tonnen gesperrt, aber Anlieger dürfen passieren. Sie müssen es sogar.

„Wir dürfen die Baustraße nicht nutzen“, bedauert Inhaber Markus Krämer. Wenn es die Fahrer des Baumpflegebetriebs doch tun, riskieren sie happige Strafen. Krämer zeigt einen Strafzettel vom Februar vor: 103 Euro, weil einer seiner Fahrer Autofahrer, Anwohner und die eigenen Nerven schonen wollte und die Umfahrung nutzte. Der Wirtschaftsweg ist jedoch ausschließlich für den Schwerverkehr zur und von der städtischen Kläranlage am Roten Weg frei gegeben. Ansonsten dürfen nur Landwirte, Anlieger, Fußgänger und Radfahrer die parallel zur Zu- und Abfahrt der B40a verlaufende Straße vom Hofheimer Grund zur Okrifteler Straße (L3006) benutzen.

Seit 25 Jahren vergebliches Bemühen

Das ist schwer verständlich. Die großen Fahrzeuge behindern den Verkehr im Ort hochgradig und belasten die Anwohner. Deshalb bemüht sich Ortsbeirat Albrecht Fribolin (CDU) seit 1991 darum, die Baustraße für Lastwagen freizugeben und damit eine Verkehrsberuhigung in der Okrifteler Straße zu bewirken. Regelmäßig stellt er Anträge, hakt nach (Siehe Bericht rechts). Oberbürgermeisterin Petra Roth, den Zeilsheimer Landtagsabgeordneten Alfons Gerling, Stadtrat Markus Frank, kurz: Gott und die Welt hat er schon angeschrieben und um Hilfe gebeten.

Vergebens. Arbeitsbühnen, Großhacker, Wurzelfräsen, Rückwärtskipper, Häcksler und Hubsteiger, insgesamt 13 Lastwagen zwischen 6,5 und 36 Tonnen, pendeln täglich teils mehrfach zwischen dem Krämerschen Betriebsgelände und den Einsatzstellen überall in der Stadt. Außerdem werden regelmäßig Hackschnitzel für das Biomassekraftwerk der Stadt von großen Sattelschleppern abgeholt. Außerdem sind weitere Handwerksbetriebe mit ihrem Fuhrpark in dem kleinen Gewerbegebiet Mochstädter Straße ansässig. Sie alle müssen durch den Ort.

Etwa 20 Jahre lang nutzten die Krämer-Laster die Baustraße, die teils auf Frankfurter, teils auf Hattersheimer Gemarkung verläuft. Doch 2012 beschwerten sich Radfahrer beim Hattersheimer Ordnungsamt über den Schwerverkehr. Sie fühlten sich „bedrängt, genötigt, beschimpft“, schimpften sie. Daraufhin forderte das Ordnungsamt der Stadt Hattersheim Krämers auf, die Straße nicht mehr zu nutzen. „Dabei hatte uns das doch die Stadt Frankfurt erlaubt“, wunderte sich Markus Krämer. Das funktioniere gut. Die Bürger seien froh über jeden Laster, der nicht durch den Ort rolle. Die Nutzung der Baustraße sei „die Variante, die Lärm und Abgase4 aus Sindlingen Ortskern heraushält“, erklärte Fribolin.

Krämer bemühte sich um eine Ausnahmegenehmigung. Sie wurde von Seiten der Stadt Hattersheim abgelehnt, die keine Notwendigkeit dafür sah. Das Frankfurter Straßenverkehrsamt tröstete: Als Anlieger dürfe Krämer ja ohne Tonnagebeschränkung passieren, und weil die Okrifteler Straße eine sechs Meter breite Fahrbahn habe, könnten „LKW trotz einseitiger Beparkung ohne weiteres“ dort fahren. „Da Sie Ihr Lager über die Okrifteler Straße uneingeschränkt auf zumutbarem Weg erreichen können“, wurde der Antrag dann auch von Frankfurt abgelehnt.

Die Grünen im Ortsbeirat Sechs machten sich für die Radler stark und schlugen vor, intensiver zu kontrollieren. Das geschieht nun, und zwar von Seiten der Hattersheimer. „Ich bin zuletzt verstärkt angesprochen worden, warum unsere schweren LKW durch den Ort fahren. Aber was soll ich machen?“, fragt Markus Krämer: „Wir würden gerne die Baustraße nehmen, aber es ist nicht rechtens.“

Nichts für schwache Nerven

Die Fahrt durch Okrifteler und Bahnstraße ist nichts für schwache Nerven. Durch das versetzte Parken ist die Straße maximal 4,20 Meter breit. 2,50 Meter braucht der Lastwagen. „Das passt einfach nicht“, sagt Markus Krämer. Noch nicht einmal ein Kleinwagen passt an dem Brummi vorbei. „Es geht nur, wenn einer auf den Bürgersteig ausweicht“, sagen René Bruder und sein Chef. Normale Menschen wie die Autofahrerin, die dem Berufskraftfahrer gerade entgegen kommt, machen das, indem sie vorsichtig auf den Gehweg auffahren und stehen bleiben, bis sich der riesige blaue Laster vorsichtig zentimeterdicht an ihnen vorbei geschoben hat. Aber es gibt auch andere. Sie heizen mit Karacho über den Bürgersteig – was übrigens täglich im Begegnungsverkehr auch ohne Beteiligung eines Lastwagens zu sehen ist. „Es kommt auch öfter vor, dass jemand auf seinem „Recht“ besteht“, weiß Bruder. Selbst wenn der Lastwagen schon in der Engstelle steckt, macht er keinen Platz. „Der Klügere gibt nach, also setze ich mit meinen 34 Tonnen zurück“, schildert er die täglichen Schwierigkeiten. hn

Enge Kiste: Wenn der Gegenverkehr nicht auf den Bürgersteig ausweicht, geht nichts mehr in der Okrifteler Straße. Die Fahrer der Firma Krämer dürfen zwar als Anlieger hier fahren, würden aber lieber die Baustraße nehmen. Das ist ihnen jedoch verboten. Fotos: Michael Sittig

Enge Kiste: Wenn der Gegenverkehr nicht auf den Bürgersteig ausweicht, geht nichts mehr in der Okrifteler Straße. Die Fahrer der Firma Krämer dürfen zwar als Anlieger hier fahren, würden aber lieber die Baustraße nehmen. Das ist ihnen jedoch verboten. Fotos: Michael Sittig

Reicht‘s?

Reicht‘s?

Anwohnerin Magdalena Möller, CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin und Firmenchef Markus Krämer verfolgen die Fahrt des 34-Tonners durch die Okrifteler Straße.

Anwohnerin Magdalena Möller, CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin und Firmenchef Markus Krämer verfolgen die Fahrt des 34-Tonners durch die Okrifteler Straße.

So schmeckt Mauritius

So schmeckt Mauritius

Ende April starteten mehr als 50 Besucher bei der Kolpingfamilie Sindlingen zu einer besonderen Reise. „Mauritius mit allen Sinnen erleben“ hieß ein Vortrag, bei dem Reiseleiterin Helga Erz die Zuhörer bildlich durch die wunderschöne und vielfältige Flora und Fauna der Insel führte. Vorbei an prächtigen Tempeln, Korallenriffen und traumhaften Sandstränden ging die Reise und hinterließ einen unvergesslichen Eindruck. Die aus Mauritius stammenden Kolpingmitglieder Marie-Michele und Jean-Claude Toulcanon kochten zusammen mit ihrer Crew ein exotisches Menü aus ihrer Heimat. Bei traditioneller Musik und Tänzen konnten die Besucher somit auch den Geschmack und das Lebensgefühl der Insel genießen. Marie-Michele servierte zum Abschluss einen Rum, der aus Rohrzucker von Mauritus gebrannt wurde.

Zur Jahreshauptversammlung kommen die Angehörigen der Kolpingfamilie am Freitag, 9. Juni, um 16 Uhr im katholischen Gemeindehaus St. Dionysius zusammen. Bei der Gelegenheit können sich Interessierte gleich für einen Ausflug mit dem „Rheingau-Express“ am Mittwoch, 28. Juni, anmelden. Mit dem „Rheingau-Express“ geht es nach Rüdesheim, wo der Besuch eines Weinguts auf dem Programm steht. hn

Hilfe bei den Hausaufgaben 

Hilfe bei den Hausaufgaben 

Mit Beginn des neuen Schuljahrs findet im Kinder- und Jugendhaus Sindlingen an der Sindlinger Bahnstraße 124 (neben der Stadtbücherei) ab August wieder die Hausaufgabenbetreuung mit Mittagessen statt.

Von Montag bis Donnerstag, 12 bis 15 Uhr, erhalten die Kinder unter fachlicher Anleitung Hilfe zum selbständigen Erledigen der Hausaufgaben und Unterstützung beim Begreifen des Lernstoffes.

Die angemeldeten Kinder bekommen ein ausgewogenes, vegetarisches Mittagessen angeboten. Anmeldungen sind ab sofort montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr möglich. Die Kosten betragen 20 Euro monatlich, ermäßigt mit Frankfurt-Pass 16 Euro.

Kontaktpflege auf der Wiese

Kontaktpflege auf der Wiese

Quartiersmanagement Nachbarschaftsfest in der Brill-Siedlung

Wie ein großes Spielfest dürfte das Nachbarschaftsfest in der Hermann-Brill-Straße den Kindern vorgekommen sein. Dabei brauchten sie sich gar nicht zwischen Sackhüpfen, Eierlaufen, Pony reiten, klettern, malen, Buttons pressen, Traumfänger basteln oder sich schminken lassen zu entscheiden, denn es gab genug für alle, und auch lange genug.

Jugendliche konnten den „Aerotrim“ des Spielmobils Riederwald ausprobieren. Durch Muskelkraft lassen sich drei ineinander gesteckte Ringe in alle Richtungen drehen, die Achse bildet der eigene Körper. Johanna aus Unterliederbach probierte es aus und fand es „cool“. Jugendclub und Jugendhaus richteten ein Fußballturnier auf dem Bolzplatz aus. Beim Orientierungsmobil stand ein Tischkicker bereit. Hilfe beim Bewerbungsschreiben war an diesem Tag weniger gefragt. Bei den wöchentlichen Beratungsstunden jeweils donnerstags vor dem Quartiersbüro in der Hermann-Brill-Straße dagegen herrsche immer guter Betrieb, sagte Mitarbeiter Ivica Krstanovic.

Und die Erwachsenen? Für sie gab es ebenfalls ein breites Unterhaltungsangebot. Die Wohnungsbaugesellschaften boten Spiele und Informationen an. Bei der Nassauischen Heimstätte zum Beispiel konnten Besucher Energiefresser jagen. Dafür waren in einem bunten Bild 18 Fehler zu finden und Fragen zum Energiesparen zu beantworten. Die Antworten verbargen sich auf einer Wand hinter rotem Buchstabensalat. Mit einer Speziallupe kontrollierte zum Beispiel Chahrazad (10 Jahre), ob sie alles richtig gemacht hatte.

Der Förderverein „Buchstütze“ der Stadtteilbücherei beteiligte sich mit einem Bücherflohmarkt. Ein weiterer Verein machte den Nachbarn spontan seine Aufwartung. „Wir haben gerade zwei Stunden Mitgliederwerbung vor dem Eissalon betrieben. Da haben wir uns gesagt, wir können doch auch noch mal kurz beim Fest vorbei kommen“, sagten Wehrführer Sven Sommerschuh und Jugendwart Dirk Mettin von der Freiwilligen Feuerwehr Sindlingen. Kaum stand das große rote Löschfahrzeug da, wurde es auch schon von Kindern gestürmt. „Es ist unsere beste Motivationshilfe“, schmunzelten die Wehrleute und verteilten Bastelbögen und Informationen über die Jugendfeuerwehr.

Samir Zeyani, der im Quartiersbüro mithilft, briet Rindswürste auf dem Grill, die eritreische Gruppe, die mit Unterstützung durch das Quartiersbüro muttersprachlichen Unterricht für ihre Kinder gibt, legte Rostbratwürste auf. So war für jeden Geschmack und jede Religion gesorgt.

„Es macht Spaß. Jeder darf kommen, und wir pflegen die Nachbarschaftsbeziehungen“, sagt Solomon Tesfahuney von der eritreischen Gruppe. „Es ist wichtig, sich auch mal zu präsentieren“; findet Diana Kühnau, Leiterin des städtischen Kinderzentrums Pfingstbornstraße: „Man kennt viele aus dem Stadtteil, man trifft Ehemalige. Es ist eine schöne Möglichkeit der Kontaktpflege.“ „Es ist für uns selbstverständlich, hier teilzunehmen“, sagt auch Angelika Mayer, Leiterin der Kita St. Kilian.

Seit Einrichtung des Quartiersmanagements 2008 bildet das Nachbarschaftfest den jährlichen Veranstaltungs-Höhepunkt. Organisiert wird es federführend von Sandra Herbener von der Caritas, die das Quartiersbüro im Rahmen des Frankfurter Programms „Aktive Nachbarschaft“ betreibt. Sie kann dabei auf ein gut eingespieltes Team zurück greifen. Der „Frischhalteclub“ kümmert sich um Kaffee, Kuchen, Getränke und den Verkauf von Bons.

Im Einzelfall bedeutete das den Verzicht aufs Feiern. „Ich bekomme vom Fest gar nichts mit, dauernd ist etwas zu tun“, seufzte Monika Calzolari: „Aber es ist ja schön so. Alles okay“. Eritreische Männer, junge Fußballer und weitere Helfer schleppten Tische und Bänke heran und bauten die Pavillons auf und ab. Die Anwohner, die nicht mitarbeiteten, nutzten das Fest gerne. Sie picknickten, plauderten miteinander und sahen den Kindern beim Spielen zu. Viktor Gesiarz und Janosch Acker-Wild untermalten das Ganze mit Musik vom Band. Um 19 Uhr setzte der Jongleur und Straßenkünstler Kaspar Gross mit seiner Show den bunten Schlusspunkt unter einen bunten Nachmittag. hn

„Cool“ fand Johanna das „Aerotrim“.

„Cool“ fand Johanna das „Aerotrim“.

Der Klassiker „Eierlaufen“ gefällt auch Kindern von heute. Das Kinderzentrum Pfingstbornstraße ermöglichte das. Fotos: Heide Noll

Der Klassiker „Eierlaufen“ gefällt auch Kindern von heute. Das Kinderzentrum Pfingstbornstraße ermöglichte das. Fotos: Heide Noll

Offene Türen im Schützenhaus

Offene Türen im Schützenhaus

Informieren, mitmachen und probieren, unter diesem Motto lädt die Schützengesellschaft Sindlingen am Donnerstag, 15. Juni (Fronleichnam), zum Tag der offenen Tür ein.

Im Schützenhaus in Hattersheim, Am Südring 1, können sich Neugierige in den Disziplinen Luftpistole 10 Meter und Luftgewehr 10 Meter versuchen.

Außerdem steht ein Licht-Gewehr-Trainer für Kinder und Erwachsene zur Verfügung. Zu Stärkung gibt es Gegrilltes, weitere Informationen zum Verein finden sich im Internet unter www.sgsindlingen.de hn

Ohne Koffer durch Europa

Ohne Koffer durch Europa

Abenteuerspielplatz Ferienspiele

„Ohne Koffer durch Europa“ können Kinder von sechs bis 12 Jahren reisen, und zwar auf dem Abenteuerspielplatz und im Beachclub. Vom 3. bis 14. Juli, 10 bis 16 Uhr, finden dort die Ferienspiele statt. Geplant sind der Bau einer Akropolis aus Holz, Malen wie Picasso, Kastagnetten basteln, Wikingerschach oder Boule spielen. Es soll auch eine Mailänder Modenschau mit selbst kreierter Mode geben. Wasserspiele und eine Mini-Olympiade sind nur einige der vielen weiteren Programmpunkte auf der Reise durch Europa. Am Freitag, 7. Juli, von 15 bis 18 Uhr findet das große Familienfest statt. Ausflüge rund um Frankfurt sind vom 17. bis 20. Juli jeweils von 10 bis 15 Uhr geplant.

Nähere Informationen zu allen Angeboten gibt das Team des Kinderhauses unter der Nummer 069 375617119; Details finden sich auch im Schaukasten des Kinder- und Jugendhauses. Die Kosten für die Ferienspiele auf dem Abenteuerspielplatz (inklusive Mittagessen und Getränke) betragen pro Woche 25 Euro. Inhaber des Frankfurt-Passes und Geschwisterkinder erhalten eine Ermäßigung. Jeder Ausflug kostet 5 Euro.

Teenies und Jugendliche können aber doch den Koffer packen. Für 12– bis 18-Jährige gibt es vom 12. bis 26. Juli eine inklusive Sommerfreizeit in Kroatien. Übernachtet wird in einem Jugendcamp auf einem Campingplatz direkt am Meer. Auf dem Programm stehen unter anderem Mountainbiken, Wassersport wie Kajak und Schnorcheln sowie Ausflüge nach Porec und Rovinj. Die Kosten betragen 280 Euro (70 Euro mit Frankfurt-Pass). Informationen erteilt das Team des Jugendhauses unter der Nummer 069 372 141. hn