Category: Sindlinger Monatsblatt

Meister! D-Jugend spielt überragend

Meister! D-Jugend spielt überragend

Handball Nachwuchs krönt tolle Leistung mit dem Titel

Ende März bestritt die D-Jugend der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Sindlingen-Zeilsheim ihr letztes Spiel der Saison auswärts gegen die MJSG Schwalbach/ Niederhöchstadt. Die Vorzeichen waren schlecht: Der Torwart war krank und fiel aus. Beim Aufwärmen verletzte sich noch ein Spieler, so dass die HSG in Unterzahl antreten musste. Nach unruhigen ersten Minuten jedoch konnten Moritz und Leif viele sichere Treffer erzielen, während Tebebu vertretungsweise das Tor frei hielt. Mit Mut, Stärke und Kondition sowie Flexibilität gelang es der Mannschaft, sich absetzen. Sie führte zur Pause mit vier Toren.

In der zweiten Hälfte bauten die Jungs ihre Führung weiter aus und wagten sogar einige Versuche mit wechselnden Position. Am Ende gewann die Mannschaft mit
28:18 deutlich und ist verdient Meister der Bezirksklasse B Ost geworden!

Bereits in der Hinrunde zeichnete sich ab, dass die Jungs um das Trainerteam Kai Löllmann und Marcel Spieske den anderen Mannschaften überlegen sind. Besonnen und mit viel Engagement entschieden sie nahezu alle Spiele für sich und sammelten viele Punkte mit sehr hohen Torergebnissen. Des Öfteren gelang es der Mannschaft, jede Minute ein Tor zu erzielen und somit den zur Belohnung ausgesetzten Kasten Cola zu erhalten.

Torwart Jan Larisch hält das Tor stets zuverlässig sauber, während Lucas Jäger am Kreis seine Bahnen zieht. Nicolai Berk, Leif Peters und Moritz Thum sorgen mit ihrem unermüdlichen Tordrang für reichlich Tore. Benedikt Reinhardt, Tebebu Chanlew, Niklas Rossius und Paul Franken stärken die Abwehr und spielen über die Außenseiten.

Ein besonderer Dank gilt dem Trainerteam, insbesondere Kai Löllmann, der viele Jungs nun schon über mehrere Jahre trainiert und zu Handballern gemacht hat.

Für den Großteil der Jungen war diese Saison der krönende Abschluss ihrer D-Jugendzeit. Sie werden im Herbst in der C-Jugend spielen. Aber erst mal wird natürlich die Meisterschaft gefeiert! sp

Immer torgefährlich: Nicolai Berk.

Immer torgefährlich: Nicolai Berk.

Hat ebenfalls einen starken Zug zum Tor: Leif Peters.

Hat ebenfalls einen starken Zug zum Tor: Leif Peters.

 

Tennis

Tennisclub eröffnet Saison

Der Zeilsheimer Tennisclub lädt am Sonntag, 23. April, zur Saisoneröffnung auf seine Tennisanlage auf der „Hohen Kanzel“ ein. Los geht‘s um 11 Uhr mit Sektempfang und „Schnuppertraining“ für Kinder und Erwachsene. Wer an diesem Tag dem Tennisclub beitritt, zahlt im ersten Jahr nur den halben Beitrag.

Vorbereitung für Erwachsene

Bevor die Freiluft-Saison offiziell beginnt, bietet der Zeilsheimer Tennisclub in der zweiten Woche der Osterferien ein Vorbereitungs-Trainingslager an. Auf der Tennisanlage „Hohe Kanzel“ geht es um die Verbesserung der Spielfähigkeit. Medenspieler, Einsteiger und Wiedereinsteiger können an vier Tagen alle Elemente des Tennissports lernen oder auffrischen. Trainiert wird von Montag, 10., bis Donnerstag, 13. April, jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf 130 Euro. Es können auch einzelne Tage gebucht werden. Information und Anmeldung sind möglich via E-Mail direkt bei den Trainern Alexander Ratzmann (alexander. ratzmann@staff.uni-marburg.de) und bei Mirja Stephan (mirja
stephan@ gmx.de).

Tenniscamp für Kinder

Bunt, erlebnis- und bewegungsreich wird das Tennis-Saisonvorbereitungscamp für Kinder und Jugendliche beim Zeilsheimer Tennisclub. Vom 10. bis 13. April, können Nachwuchsspieler Kondition und Technik für die Sommersaison verbessern, Anfänger die elementaren Fähigkeiten erlernen. Das Tenniscamp dauert täglich von 10 bis 15 Uhr, Mittagessen und Wasser sind im Preis von 125 Euro enthalten. Das Camp ist offen für alle Kinder und Jugendlichen. Information und Anmeldung via E-Mail bei den Trainern Alexander Ratzmann (alexander.ratzmann@staff.uni-marburg.de) und Mirja Stephan (mirjastephan@gmx.de). hn

Auch im Winter sehr aktiv

Auch im Winter sehr aktiv

Kanuclub Gute Ergebnisse für die Triathleten beim Halbmarathon

Das Jahr 2017 fing für die Athleten des Kanu-Clubs Kapitän Romer (KCR) Sindlingen erfolgreich an.

Im Januar nahmen die KCR-Athleten erneut am Staffelmarathon (viermal 10.5 Kilometer) in Mörfelden teil. „Mit sechs Teams, was 24 Athleten entspricht, waren wir eine der größten Startgruppen dieses Wettbewerbes“, berichtet Pressewart Alexander Gleiß. Bei anfangs sehr kalten Temperaturen von minus acht Grad, aber später freundlichem Sonnenschein war es wie in den Jahren zuvor ein sehr schöner und gelungener Wettkampf, waren sich die Teilnehmer einig.

Im Februar richtete die KCR-Athleten zum dritten Mal ihren vereinsinternen Duathlon aus. In diesem Jahr galt es, 2,6 Kilometer zu laufen, 16,5 Kilometer zu radeln und nochmals 2,6 Kilometer zu laufen. Auch hier verzeichnete der Verein mit 20 Athleten eine Rekordbeteiligung. Der Duathlon war der erste Lauf zur Vereinsmeisterschaft, die erstmalig intern ausgetragen wird und aus insgesamt sieben Wettkämpfen besteht.

Der zweite Lauf zur Vereinsmeisterschaft war der Halbmarathon in Frankfurt. „Hier hatten wir uns alle recht gut darauf vorbereitet. Mit 15 Athleten waren wir am Start, was für unseren Verein natürlich ein wahnsinniges Ergebnis war“, sagt Alexander Gleiß. Für drei Sportler war es die Halbmarathon-Premiere, weitere stellten eigene persönliche Bestzeiten auf. Gleiß: „Wir konnten uns auf der Strecke, an den Wendepunkten, gegenseitig anheizen, um die letzten Kilometer nochmals alles zu geben. Alles in allem war es ein wunderschöner Sonntag, bei einem traumhaften Wetter, an diesem Tage meinten es alle gut mit uns.“ Überhaupt hätten alle Triathleten derzeit viel Spaß am Training und seien sehr motiviert für die kommende Saison.

Die Ergebnisse des Halbmarathons:

Andreas Vierling 1:31 Stunden, Levent Cakir 1:34. Alexander Gleiß 1:36, Tobias Adner 1:39, Mike Matthias 1:40, Oliver Harth 1:42, Chrisoph Semsch 1:45, Rene Mamet 1:48, Joachim Hess 1:50, Caroline Spiering 1:57, Uwe Kleinschmidt 1:57, Bernd Müller 1:58, Melanie Kleinschmidt 2:02, Detlef Beyer 2:03, Jürgen Kleinschmidt 2:14. ag

Triathleten des Kanu-Clubs beteiligten sich am Frankfurter Halbmarathon. Foto: Verein

Triathleten des Kanu-Clubs beteiligten sich am Frankfurter Halbmarathon. Foto: Verein

Handball

Kurz vor Ende geht den Aktiven-Mannschaften der Handball-Spielgemeinschaft Sindlingen/Zeilsheim ein wenig die Puste aus. Nach Niederlagen sind die Herren I auf Rang Fünf der Bezirksliga A Frankfurt/Wiesbaden abgerutscht, die Damen in der Bezirksoberliga auf Platz Vier.

Die zweiten Herren stehen stabil auf Rang Drei in der D-Klasse. Nur noch wenige Spiele haben sie bis Saisonende zu bestreiten. Zuhause sind die Handballer an folgenden Tagen zu sehen:

Sonntag, 2. April: 14 Uhr, Herren II, HSG – TGS Langenhain III

 

Sonntag, 9. April:

14 Uhr, Herren II, HSG – HSG Neuenhain/Altenhain II

16 Uhr, Damen, HSG – HSG Goldstein/Schwanheim

18 Uhr, Herren I, HSG – HSG Neuenhain/Altenhainn

 

Samstag, 29. April:

15.30 Uhr, Damen, HSG – SV Bad Camberg

Sonntag, 30. April:

17.30 Uhr, Herren I, HSG – HSG Anspach/Usingen

Klagen über rücksichtslose Fahrer

„Die brettern hin und zurück“

Verkehr Klagen über rücksichtslose Fahrer

Seit 20 Jahren ungelöst ist das Problem mit dem Schülerverkehr in Sindlingen-Nord. Die Anwohner haben in gewisser Weise resigniert, bringen das Thema aber dennoch immer wieder zur Sprache. Das zeigte sich einer Projektwerkstatt, zu der Quartiersmanagerin Sandra Herbener eingeladen hatte.

Gut 30 Vertreter verschiedenster Vereine, Gruppen und Institutionen sowie einige Anwohner rückten im „Kneipchen“, dem kleinen Raum neben der Küche der Kita St. Kilian, eng zusammen. Einen größeren, alternativen Treffpunkt gibt es nicht. Das war schon bei der so genannten „aktivierenden Befragung“ vor einem Jahr moniert worden. In Sindlingen-Nord fehlt es an kostenlosen oder zumindest preiswerten öffentlichen Treffpunkten für Veranstaltungen jeglicher Art. Eine Besserung ist nicht abzusehen, bedauerte Sandra Herbener.

Blechlawinen in der Blank-Straße

Das gilt auch für den Verkehr zur und von der Internationalen Schule. Nach wie vor rollen zu Schulbeginn und -ende Blechlawinen durch die Albert-Blank-Straße. Das Problem habe sich noch verschärft, hieß es. „Die Eltern dieser Schüler fahren rücksichtslos“, sagte Thomas Mühlbach von der katholischen Gemeinde. „Sie lassen nicht mal die Grundschüler der Weber-Schule am Zebra-Streifen über die Straße“, hat Renate Metz, Leiterin des Altenclubs, beobachtet.

Nicht nur die Albert-Blank-, sondern auch andere Straßen sind vom Verkehr im Zusammenhang mit der Schule betroffen, sagte Sieghard Pawlik, SPD-Stadtverordneter: „Die brettern hin, lassen ihre Kinder raus und brettern zurück“, sagte er. Die Internationale Schule verweise darauf, dass durch die Ausweitung der privaten Kinderbetreuung mehr Verkehr entstanden sei, berichtete Sandra Herbener von einem Gespräch mit Vertretern der Schule. Es habe keinen Fortschritt im Bemühen gegeben, eine Lösung zu finden.

„Die Krippen-Eltern sind nicht das Problem, sondern diejenigen mit den Schulkindern“, sagte Mühlbach. Ein Gutteil der Schuld an der äußerst unbefriedigenden Situation trage die Stadt, ergänzte er. Ohne vernünftige Anbindung hätte die Schule nie genehmigt werden dürfen.

Versprochene Sperrung wieder aufgehoben

Seinerzeit sei versprochen worden, die Albert-Blank-Straße für den Durchgangsverkehr zu schließen, erinnerte sich Renate Metz. „Sie war mal abgesperrt“, wusste SPD-Stadtverordneter Sieghard Pawlik. Die Sperrung sei jedoch wieder aufgehoben worden. Pawlik sagte, dass sich das Problem erledigen werde, wenn die Felder jenseits der Straße zur Internationalen Schule bebaut würden. Ein neues Baugebiet könne nur entstehen, wenn es durch eine Zufahrt von der Farbenstraße her vernünftig angebunden werde.

Da jedoch bislang höchst ungewiss ist, ob gebaut werden darf, schlug er als Alternative vor, Druck auf die Stadt Frankfurt auszuüben. Die Durchfahrt durchs Wohngebiet sei seinerzeit als „Übergangslösung“ bezeichnet worden. Angesichts von 20 Jahren könne man das wohl nicht mehr sagen, findet Pawlik. Er schlug vor zu prüfen, ob das rechtlich überhaupt haltbar sei.

Kinderbeauftragte Claudia Ilg erhofft sich zumindest für die Kreuzung Bahnstraße/Heussleinstraße Besserung, wenn dort statt des Zebrastreifens eine Ampel hinkommt. „Sie steht als Nummer 64 auf dem Plan“, wusste sie. Wann die Ampel realisiert wird, sei aber nicht abzusehen. hn

Nachts im Jugendhaus

Nachts im Jugendhaus

Osterferien Programm für Mädels und Kinder

In den Osterferien lädt das Kinder- und Jugendhaus zu zwei Ferienspielwochen ein. Vom 3. bis 7. April gibt es eine Mädchenprojektwoche für Teenies (11 bis 15 Jahre). Die Mädchen können sich bei Grill und Chill entspannen, Lasertag spielen, im Jugendhaus übernachten, das Dialogmuseum besuchen, Schlittschuh laufen gehen und vieles mehr. Im Einzelnen sind geplant: Montag, 3., 12 bis 17 Uhr, Lasertag, Kosten: vier Euro; Dienstag, 4., 11 bis 16 Uhr, Grill und Chill, ein Euro;

Mittwoch, 5., 18 bis 11 Uhr, Mädchenübernachtung, drei Euro, Donnerstag, 6., 11.30 bis 17 Uhr, Dialogmuseum, fünf Euro, Freitag, 7., 13.30 bis 19 Uhr, Schlittschuh laufen, vier Euro. Nähere Infos und Anmeldung im Kinder- und Jugendhaus, Telefon 37 56 17 11 und 37 21 41. Die Teilnahme an den Ausflügen ist jeweils nur mit Anmeldung möglich.

Mit Kindern von sechs bis elf Jahren gehen die Betreuer vom 3. bis 13. April bei schönem Wetter auf den benachbarten Abenteuerspielplatz, um ihn kunstvoll zu gestalten. Modellieren, Arbeiten mit Holz, Körbe flechten, Vogelscheuchen und Insektenhotels bauen und vieles mehr stehen auf dem Programm. Bei schlechtem Wetter wird in den Werkstätten des Kinderhauses gearbeitet. Die Teilnahme kostet in der ersten Ferienwoche zehn, in der zweiten acht Euro. Auch hierfür ist eine Anmeldung nötig.

Eritreisch essen

Eritreisch essen

Sindlinger, die aus Eritrea stammen, laden am Sonntag, 23. April, zu einem landestypischen Essen ein. Unterstützt wird das von der „Aktiven Nachbarschaft“ der Stadt Frankfurt und der Caritas. Bei einer Kaffeerunde im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, auch mal in die Kochtöpfe zu gucken. Deshalb kochen die eritreischen Nachbarn nun für alle und servieren das Essen ab 12.30 Uhr/13 Uhr in den Räumen des Frankfurter Verbands in der Edenkobener Straße 20. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, sich im Quartiersbüro unter der Telefonnummer 37 56 39 72 0 vorher anzumelden.

Termine Stadtbücherei

Termine Stadtbücherei

Hicks und Pups

Hicks, Pupswolke, Rülps, Hatschi und Gähn-Män: Sie tun und lassen, was sie wollen, wann und wo sie es wollen! Darum geht es am Mittwoch, 19. April, um 16 Uhr in der Stadtteilbücherei. In der Reihe „Buch und Co“ wird Kindern ab vier Jahren das Buch „Fräulein Hicks und die kleine Pupswolke“ von Eva Dax vorgestellt.

Badetag

Am Freitag, 28. April, können Kinder ab zwei Jahren mit jeweils einer Begleitperson einen „Badetag für Hasenkind“ von Jörg Mühle erleben. Welches Kind lässt sich schon gern die Haare waschen? Auch Hasenkind muss dazu überredet werden. Beginn ist um 16 Uhr in der Sindlinger Bahnstraße 124.

Müssen wir?

Im BuchKino für Kinder ab vier Jahren geht es am Mittwoch, 3. Mai, um eine dringliche Angelegenheit. Denn am Waldrand steht plötzlich ein Klohäuschen für die Tiere. „Müssen wir? Eine kleine Klogeschichte“ von Anja Fröhlich beginnt um 16 Uhr in der Bücherei.

Comic und Manga

„Nur Comic und Manga im Kopf“?

Ja, sagen Jugendliche und präsentieren am Freitag, 5. Mai, 16 Uhr, ihre Kunstwerke aus dem zweitägigen Comic-Manga-Workshop in der Stadtteilbibliothek.

Frankfurt liest ein Buch

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Frankfurt liest ein Buch. Und zwar „Benjamin und seine Väter oder Kindheit und Abenteuer im Frankfurt der 20er Jahre“.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Buchstütze werden am Dienstag, 25. April, 19 Uhr, ausgewählte Textpassagen in der Stadtteilbücherei, Sindlinger Bahnstraße 124, vorgestellt.

Ein weiterer Termin folgt am Donnerstag, dem 4. Mai, 19.30 Uhr, im Kulturforum Zeilsheim. Der Eintritt ist frei.

Ausflug ins Keltenmuseum

Ausflug ins Keltenmuseum

Für Mittwoch, 19. April, plant der Sindlinger Geschichtsverein eine Ausflugsfahrt zum Keltenmuseum am Glauberg.

Die Abfahrt ist für 12.30 Uhr geplant, um 14 Uhr beginnt eine Führung durch das Museum. Im Museumsgebäude ist auch ein Café untergebracht, in dem sich die Teilnehmer nach der Führung stärken können. Anschließend fährt Herr Müller die Gruppe noch durch den schönen Vogelsberg, bevor es gegen 18 Uhr zum Abendessen geht. Die Rückkehr in Sindlingen ist gegen 21 Uhr geplant. Es ist also eine Ausflugsfahrt, die die Füße kaum beanspruchen wird!

Anmeldungen nimmt Vorsitzender Dieter Frank unter Telefon 069 37 00 69 81 gerne entgegen.

Vom Wesen der Stadtteile

Vom Wesen der Stadtteile

Buchstütze Vergnügliche Lesung von Autoren der „Frankfurter Einladung“

Rezepte für Rödelheimer Schneegestöber, Berger Kalbsleber und Eckenheimer Worstkraut finden sich in dem Buch „Frankfurter Einladung“. Doch die Zubereitungsanleitungen sind nur eine Beigabe. Denn die „Einladung“ bezieht sich darauf, die Stadtteile von Hessens größtem Dorf zu entdecken.

39 Autoren haben Geschichten, Beschreibungen, Gedichte aus 43 verschiedenen Stadtteilen von A wie Altstadt bis Z wie Zeilsheim sowie zwei Siedlungen beigesteuert. Vier von ihnen lasen kürzlich auf Einladung des Fördervereins Buchstütze in der Stadtteilbücherei daraus vor.

Dazu gehörte auch Herausgeberin Susanne Konrad. Sie kam durch das Projekt „Stadtteilhistoriker“ der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt auf die Idee. „Ich befasste mich mit Stadtteilidentitäten. Das machte mir viel Freude. So kam ich auf die Idee, das Ganze mit literarischen Kontakten zu vernetzen. Ich suchte und fand Menschen, die einen Bezug zu ihrem Stadtteil haben, und bat sie um einen literarischen Text dazu. Das ist gelungen“, sagte sie.

Viele Facetten und Sichtweisen kommen da zusammen. Beispielsweise die von außen und innen. Die Autoren lasen in genau dieser Reihenfolge – die für Susanne Konrad, die im Dornbusch lebt, genau anders herum richtig wäre: „Sindlingen und Zeilsheim sind für mich eher außen. Alles eine Frage der Perspektive“. Ihre Sicht auf „ihren“ Stadtteil dagegen ist eindeutig: Sie mag ihn. „Dort, wo die Dornenbüsche wachsen“, ist eine Liebeserklärung an die Siedlung nördlich der Innenstadt, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstand und „irgendwo mittendrin“ liegt, zwischen Eschersheim, Eckenheim, Ginnheim, Westend und Nordend. Der Dornbusch war nie ein eigenständiges Dorf, hat keine ländliche Tradition, dafür einen urbanen Werdegang. Susanne Konrad beschreibt seine Entstehung, seine Stärken, Schwächen, Eigenheiten. Halb Großstadt mit viel Verkehr, Lärm, eiligen Menschen und Pizza-Lieferdiensten, halb kleines Paradies mit Dichterviertel, kopfsteingepflasterten Straßen, Sinai-Park und großen Gärten, ist dieser Stadtteil für viele, die ihn täglich auf dem Weg in die Innenstadt passieren, gesichtslos. Für die, die dort wohnen, ist er Heimat.

Eine andere Herangehensweise hat Jörg Engelhardt gewählt. Er schickt die Sinne auf eine Reise durch Schwanheim, „Fern göttlich Geschmäckelche“. Ausgehend vom Stammtisch der „Schoppepetzer“ im Tradtitionslokal „Seppche“ folgen Nase, Gaumen, inneres Auge, Gehör und Verstand den verschiedenen Spuren durch den „kulinarisch interessantesten Straßendurchstich“ zwischen Industrie und Wald. Worscht und Döner, Bier und Kokosmilch, Thai-Küche und türkischer Kaffee: alles da. Flughafen einerseits, tierische Laute aus dem Kobelt-Zoo andererseits, bietet das Leben in Frankfurts – nach Fläche gemessenem – drittgrößtem Stadtteil allen Sinnen etwas, so dass der Schwanheimer Schoppepetzer zufrieden feststellen kann: „Jeder Frankforter iss immer nur en Frankforter, aber en echte Frankforter wie isch is aach noch en echte Schwanemer“ – Und das ist viel besser.

Dem vergnüglichen Rundgang folgte ein Blick ins Innenleben eines jungen Mädchens aus dem Ausland. Die Geschichte „Das Ausländerfest“ von Reha Horn ist in Zeilsheim angesiedelt, doch ohne konkreten lokalen Bezug. Sie könnte überall in der Stadt spielen, wo Migranten in Wohnblocks leben und Kinder mit den Unterschieden zwischen dem traditionellen Leben zuhause und der Gesellschaft hierzulande zurecht kommen müssen.

Eine heitere Note hat wiederum der Beitrag über und aus Sindlingen. „Und vor allem: weit weg von der Stadt!“ hat ihn Autor Mario Gesiarz überschrieben. Der Vorsitzende des Fördervereins Buchstütze und Mundart-Rezitator schildert augenzwinkernd lokale Eigenheiten wie ein gewisses Misstrauen Fremdem gegenüber und eine Neigung zum Nörgeln; geschickt verwebt er Geschichte, beispielsweise die große Bedeutung der Farbwerke für Sindlingen, und Geschichten, wie die Tatsache, dass in fast jedem Haushalt etwas zu finden ist, was ursprünglich zum Bestand der Fabrik gehörte – blaue und grüne Wassertonnen zum Beispiel. „Damit wir uns recht verstehen: Diebstahl war das nicht, das war selbstverständlich“, schreibt Gesiarz. Umgekehrt ließen die Beschäftigten nichts auf ihren Arbeitgeber kommen. Sport, Vereine, Gastronomie, Zusammenleben und vieles mehr bringt Mario Gesiarz Ortsfremden näher und Einheimische dürften zustimmend nicken: Ja, so ist es. Hier, am Rande, weit weg von der Stadt. hn

Das Buch „Frankfurter Einladung – Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte“, Herausgeberin Susanne Konrad, ist im Größenwahn-Verlag erschienen und kostet 17,40 Euro. ISBN: 978–3–95771–102–1.

Vier Autoren lasen aus der „Frankfurter Einladung“: (von links) Jörg Engelhardt, Reha Horn, Susanne Konrad und Mario Gesiarz.

Vier Autoren lasen aus der „Frankfurter Einladung“: (von links) Jörg Engelhardt, Reha Horn, Susanne Konrad und Mario Gesiarz.

Das Kapitel über Sindlingen verfasste Mario Gesiarz, Vorsitzender der „Buchstütze“. Fotos: Hans-Joachim Schulz

Das Kapitel über Sindlingen verfasste Mario Gesiarz, Vorsitzender der „Buchstütze“. Fotos: Hans-Joachim Schulz