Category: November

Hier ist was los

VdK-Sprechstunden
Am den Freitagen 7. und 21. November beraten Mitglieder des VdK Sindlingen zu Fragen des Sozialrechts. In den Räumen des Seniorenverbandes, Edenkobener Straße 20a, helfen die Sachkundigen jeweils von 16 bis 18 Uhr insbesondere bei Anliegen im Rahmen des Schwerbehindertenrechts sowie dem Ausfüllen von Kur- und Wohngeldanträgen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

VdK-Stammtisch
Am Donnerstag. 13.November, kommen die Mitglieder des VdK zum nächsten Stammtisch im „Loch“ (Gaststätte Zur Mainlust) zusammen. Beginn ist um 18 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

VdK-Monatswanderung
Zum Günthersburgpark führt die nächste Monatswanderung von VdK und Touristenclub Sindlingen. Am Sonntag, 9. November, beginnt der Ausflug wahlweise mit dem Bus um 9.15 Uhr an der Haltestelle Westenberger Straße (Rewe) oder 9.34 Uhr mit der S1 ab Sindlingen-Bahnhof. Wer mitgehen möchte, wird gebeten, sich bis 6. November bei Bruno Ohlwein, Telefon 37 32 67, anzumelden.
Zumba Gold wieder beim TVS

Ab sofort findet immer dienstags von 9.30 bis 10.30 Uhr ein Zumba-Gold-Kurs in der Sporthalle des TV Sindlingen, Mockstädter Straße 12, statt. Mihaela Velte aus Kriftel leitet den Kurs.
Zumba Gold ist ein speziell auf ältere Teilnehmer zugeschnittenes Zumba-Fitness-Angebot. Alle Elemente aus den klassischen Zumba-Kursen sind enthalten, aber das Tempo ist nicht so hoch und die Bewegungen sind weniger kompliziert. Trotzdem müssen die Teilnehmer nicht auf die lateinamerikanische Musik und die Tanzelemente aus Salsa, Merengue, Cumbia und Reggaeton verzichten. Zumba Gold soll genauso mitreißend sein und genauso viel Spaß machen wie eine normale Zumbastunde, teilt der Turnverein Sindlingen mit. Darüber hinaus kann die Teilnahme an einem Zumba-Gold-Kurs eine gesunde und fitte Lebensweise fördern. Gleichzeitig soll aber durch die angepassten Techniken sichergestellt sein, dass niemand überfordert wird und alle Tänzer ihren Spaß daran haben. Denn das ist schließlich die Hauptsache. Nähere Infos gibt es per E-Mail unter kurse@tv-sindlingen.de und telefonisch bei Josef Schmid (0152 04723209).
90 Jahre Narrenglück

Die Narren scharren schon mit den Füßen: Der Beginn der Karnevalssaison steht unmittelbar bevor. Das feiert der Erste Sindlinger Karnevalverein 1925 e.V. mit der Saisoneröffnung am Samstag, 15. November, ab 19.31 Uhr im katholischen Gemeindehaus St. Dionysius (Huthmacherstraße 21). Der Sitzungsausschuss hat unter der Federführung seines Sitzungs-präsi¬denten Peter Thalau ein buntes Programm unter dem Motto „Die 20er die sind zurück – 90 Jahre Narrenglück“ zusammengestellt, das den Besuchern einen Vorgeschmack auf die Prunksitzung am Samstag, 31. Januar 2015 (ab 19.11 Uhr im Haus Sindlingen) und die Damensitzung am Samstag, 7. Februar (19.60 Uhr in St. Dionysius) verspricht. Am Abend der Saisoneröffnung können schon die Eintrittskarten dafür erworben werden. Am Rosenmontag (16. Februar) richtet der SKV den Frankfurter Kinderfastnachtsumzug aus (ab 14.11 Uhr), ehe die recht kurze Kampagne mit einem Heringsessen im Vereinsheim ab 11.11 Uhr am Aschermittwoch, 18. Februar, endet. hn/ha
Mitmachen beim Kinderumzug

Am Rosenmontag, 16.Februar 2015, findet in Sindlingen wieder der vom Sindlinger Karnevalverein (SKV) veranstaltete Kinderumzug statt. Die Planungen und vielfachen Vorbereitungen laufen bereits, und es liegen auch schon einige Anmeldungen vor, teilt Zugmarschall Michael Czich mit. Gleichwohl wäre es schön, wenn sich noch weitere Teilnehmer fänden. Deshalb sind alle Sindlinger Vereine, Einrichtungen, Schulen und Kindergärten, gerne auch private Gruppen, aufgerufen mitzumachen. Auskünfte erteilt Michael Czich unter der Telefonnummer (069) 40 32 80 94, mobil unter 0176 72 90 59 80. Er nimmt auch Anmeldungen an. Ein E-Mail-Kontakt ist unter der Adresse skv1925@freenet.de möglich. skv/ms
Comics und Mangas

Demnächst wird es in der Stadtteilbücherei neue Comics und Mangas geben. Der Förderverein Buchstütze hat sich mit dem Projekt bei der Industriepark-Betreiberfirma Infraserv um einen Zuschuss beworben und wird im Rahmen des Spendenkonzepts bedacht. Für 1500 Euro können dann die Heftchen und Bücher für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren angeschafft werden. Außerdem soll es in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und einem Comic-Zeichner einen Comic-Workshop geben. Die Spendenübergabe an den Förderverein wird am 12. November im Neuen Schloss in Höchst erfolgen.

Ein Stückchen Natur in der Stadt

Kleintierzuchtverein

Ein Stückchen Natur in der Stadt

Lokalschau auf dem Farmgelände

Vögel zwitschern,Tauben gurren, Hühner gackern, irgendwo kräht ein Hahn. Das ländliche Ambiente liegt an der Farbenstraße: Auf dem Farmgelände des Kleintierzuchtvereins halten Züchter verschiedene Kleintiere, neben dem Geflügel vor allem Kaninchen.
Die schönsten Exemplare führten die Züchter vor kurzem Preisrichtern vor. Die bewerteten Fell und Federn, Wuchs und Haltung, Färbung und vieles mehr von insgesamt etwa 90 Tieren. „Sehr gut“ und „Hervorragend“ stand hinterher an vielen der Käfige, und ein paar bekamen sogar die höchste Auszeichnung, den Landesverbandspreis LVP-Band. Darüber freuten sich bei den Hühnern Cornelia Schmid und bei den Tauben Dzemaludin Latovic. Vereinsmeister wurden Werner Schmid (Kaninchen Neuseeländer Rot), Cornelia Schmid (Hühner Brahma schwarz-weiß) und Samira Latovic (Gimpeltauben).
Alle Tiere wurden während der Lokalschau ausgestellt. Wie jedes Jahr nutzten etliche Besucher die Gelegenheit, über das Farmgelände zu spazieren, sich die Tiere anzusehen, etwas vom Grill oder von der Kuchentheke zu verzehren und ein paar Tombolalose zu kaufen. Gerne beantworteten die Züchter auch Fragen zur Kleintierhaltung. Denn das Wissen darum lässt nach, beobachten sie. „Viele Menschen kennen sich damit nicht mehr aus“, sagt Vorsitzende Samira Latovic. So kommt es vor, dass Kinder in der Anlage Rollschuh laufen, mit Bällen herumkicken oder sonstwie die Tiere verschrecken. „Sie haben keinen Bezug mehr zu den Tieren“, sagt die Vorsitzende. Anders ist das bei Maximilian Slowik. Der Zehnjährige hat seine Eltern von kleinauf auf die Anlage begleitet und dieses Jahr sogar ein eigenes Farmstück bekommen. Die erwachsenen Züchter würden gerne mehr Jugendliche für das Hobby interessieren. „Jugendliche bezahlen bei uns keinen Beitrag“, sagen Samira Latovic und Cornelia Schmid.
Aber die Kleintierzucht erfordert ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Misten, säubern und füttern sind Arbeiten, die täglich anfallen. „Die Hähne werden morgens rausgelassen und abends früh wieder eingesperrt, wegen der Nachbarn“, sagt die Vorsitzende. Sie weist aber auch darauf hin, dass der Verein jedes Recht hat, seine Tiere zu halten: 1907 gegründet, war er schließlich schon da, bevor ihm die Wohnbebauung auf die Pelle gerückt ist.
Jedes Jungtier wird beringt oder tätowiert und geimpft, alles eigenhändig. Manchmal bringt die Zucht schöne Ergebnisse, die durch Preise bei den verschiedenen Schauen belohnt werden. Manchmal geht etwas schief, etwa, wenn es mit dem Brüten nicht klappt und eine Generation Tauben oder Hühner einfach fehlt. Manchmal schlägt auch die Natur zu. „Vergangenes Jahr hat ein Fuchs Hühner geholt“, erzählt Samira Latovic. Und gerade eben herrscht hoch oben Aufregung. Tauben der Sorte persische Hochflieger flitzen über den Himmel, ein Habicht hinterher. Am Ende erwischt der Jäger eins der Tiere.
Dieses Schicksal bleibt den Ausstellungstieren erspart. Sie sitzen sicher in ihren Käfigen. Einige von ihnen werden übrigens Mitte November nochmal zu sehen sein, und zwar bei der Kreisschau vom 14. bis 16. in Schwanheim.
Wer sich für die Kleintierzucht interessiert, trifft jeden Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag von 10 bis 13 Uhr Ansprechpartner in der Kantine der Anlage. Dort werden auch frische Eier gehandelt und Neuigkeiten ausgetauscht. hn

Hühner, Tauben und Kaninchen: Die Kinder lieben die Tiere und die Züchter sind stolz auf sie. Foto: Heide Noll

Hühner, Tauben und Kaninchen: Die Kinder lieben die Tiere und die Züchter sind stolz auf sie. Foto: Heide Noll

Stadtteilbibliothek – Termine im November

Stadtteilbibliothek

@ Wir zeigen’s Ihnen!
Eine Interneteinführung mit persönlicher Betreuung bietet die Bücherei an. Termine sind am Donnerstag, 27. November, von 9 bis 10.45 Uhr (Grundlagen) und von 11 bis 12.45 Uhr (E-Mail). Um Anmeldung unter der Nummer 37 27 24 wird gebeten.

Lesezauberfest
Sie haben Bilder betrachtet, Geschichten gehört und gebastelt. Am Mittwoch, 12. November, feiern die Kinder, die sich am „Lesezauber“ der Bücherei beteiligt haben, ein Abschlussfest. Es beginnt um 10.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Sindlingen, Sindlinger Bahnstraße 124. Das Theater der Nacht zeigt „Das Märchen vom Silbermond“, außerdem werden die Kunstwerke der Kinder ausgestellt und Bücher verlost.

Im Dunkeln
Kamishibai, das Erzähltheater im Dunkeln, erwartet Kinder ab sechs Jahre am Mittwoch, 19. November, in der Bücherei. Lesefreundin Renate Donges-Kaveh geht mit den Kindern auf eine musikalische Reise mit Violetta und Rigoletto. Dabei finden sie heraus, warum der Koch schlechte Laune hat. Taschenlampen nicht vergessen! Beginn ist um 15.30 Uhr.

Die Tricks der Diebe: Awo klärt auf

Die Tricks der Diebe:

Awo klärt auf

Die Tage werden kürzer und es wird früher dunkel. Wie in jedem Jahr werden einige lichtscheue Gestalten aktiv. Aber nicht nur die Anzahl der Einbrüche und Überfälle steigt, nein auch die der Trickdiebstähle. Plötzlich meldet sich ein Enkel, der ganz zufällig in eine prekäre Situation geraten ist. Und immer noch gibt es genug Bürger, die auf diesen Trick hereinfallen. Deshalb lädt der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Ortsverein am Freitag, 4. Dezember, zu einer Informationsveranstaltung ein. In Zusammenarbeit mit der zuständigen Polizeibehörde wird Vorsitzende Friedel Frankenberger in den Räumen des Altenclubs, Edenkobener Straße 20, auf die Machenschaften der Kriminellen aufmerksam machen. Eingeladen sind nicht nur die Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt, sondern auch alle Interessierten. Beginn ist um 15 Uhr.
Auch in Zeilsheim lädt die Awo zu dieser Info-Veranstaltung ein, und zwar am Donnerstag, 11.Dezember, 15 Uhr, in der Bechtenwaldstraße 61. Friedel Frankenberger ist kommissarische Vorsitzende der Zeilsheimer Ortsgruppe. simobla

Fröhliche Stunden bei der CDU

Fröhliche Stunden bei der CDU

Viele Besucher und gute Stimmung kennzeichneten das 38. Sommerfest der CDU-Stadtbezirksverbände Zeilsheim und Sindlingen. Claudia Wesner, Vorsitzende der Zeilsheimer CDU, begrüßte auch im Namen von Sindlingens CDU-Chef Albrecht Fribolin rund 400 Gäste. Sie dankte den Helfern aus den Ortsverbänden und der Jungen Union, insbesondere ihrem Stellvertreter Kevin Bornath, der die organisatorische Gesamtleitung übernommen hatte, und dem Ehrenvorsitzenden und ehemaligen Vorsitzenden der CDU Zeilsheim, Alfons Gerling. Für das leibliche Wohl war dank zahlreicher Kuchenspenden, Leckereien vom Grill und einem vielfältigen Getränkeangebot gesorgt. Zur Unterhaltung spielten die Musiker Rüdi und Markus, und wie immer waren die Lose für die beliebte Tombola schnell vergriffen. Vor allem nutzten die Besucher die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen in zwangloser und lockerer Atmosphäre, verbrachten fröhliche und gesellige Stunden auf dem Gelände der Zeilsheimer Schützen. „Auf dieser Basis lassen sich in den nächsten Jahren weitere Sommerfeste planen“, stellte Claudia Wesner zufrieden fest.

SPD freut sich über Verstärkung

SPD freut sich über Verstärkung

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der SPD-Ortsverein Sindlingen Zafar Khan zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der 32-jährige IT-Spezialist ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit mittlerweile vier Jahren in Sindlingen. Bei der Viktoria Sindlingen trainiert er die Jugend und engagiert sich als Geschäftsführer im Vorstand. Ihm ist es zu verdanken, dass die SPD in diesem Jahr erstmals wieder ein Kleinfeld-Turnier auf dem Sportplatz am Kreisel ausgerichtet hat und dieses aufgrund des Erfolges auch in den nächsten Jahren regelmäßig organisieren wird. Außerdem ist er Sprecher der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, die sich ihrerseits zur Demokratie bekennt. SPD-Vorsitzender Patrick Hübner begrüßt die Verstärkung des geschäftsführenden Vorstands durch Zafar Khan: „Mit ihm haben wir genau den richtigen Mann in unseren Reihen, um unsere zahlreichen Vorhaben noch besser umsetzen zu können, außerdem dem Ortsverein neue Impulse zu geben.“ In den nächsten Wochen will der Ortsverein einen Fahrplan für die Aktivitäten der SPD bis hin zur Kommunalwahl im Frühjahr 2016 ausarbeiten. ph

Zafar Khan ist nun zweiter stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Zafar Khan ist nun zweiter stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Vorstand der Herolde komplett

Vorstand der Herolde komplett

Der Fanfarenzug Frankfurter Herolde 1995 e.V. hat in seiner Jahreshauptversammlung Nachwahlen zu verschiedenen Vorstandsämtern durchgeführt, teilt Schriftführer Alexander Schwarz mit. So arbeitet nun Christine Hellenschmidt-Schwarz als zweite Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand mit, der außerdem aus dem Vorsitzenden Volker Kohaut und dem ersten Kassierer und ersten Stabführer Bernd Schwarz besteht. Neu im erweiterten Vorstand sind die zweite Schriftführerin Sandra Kohaut und die zweite Stabführerin Sabine Seitz. Weitere Informationen zum Verein finden sich auf der Internet-Heimseite http://www.fanfarenzug-frankfurterherolde.de

Kolpingfamilie auf Tour

Kolpingfamilie auf Tour

Der Bus war voll, als die Sindlinger Kolpingfamilie Ende September zu ihrem jährlichen Tagesausflug startete. Den Mitgliedern der katholischen Organisation schlossen sich die Gruppe „Junge Alte“ von St. Kilian sowie viele Reiselustige vom „Aktiven Donnerstag“ und vom Seniorenkreis St. Dionysius an. Zunächst steuerten die Ausflügler die Binger Rochus-Kapelle an. Nach einer Führung hielten sie mit Küster Stefan Löllmann eine kurze Andacht. Anschließend spazierten sie zum Hildegards Forum und genossen dort eine gute Kräutersuppe mit Kräuterbrot. Danach ging die Fahrt weiter nach Bad Kreuznach. „Hier hatten wir einen längeren Aufenthalt. Das schöne Wetter verlockte uns zu einem Spaziergang und dann ging es ins Café“, berichtet Teilnehmerin Renate Löllmann: „Zum Abschluss fuhren wir noch durch das Alsenz-Tal nach Obermoschel, das Tor zur Nordpfalz. In einem gemütlichen Weinlokal haben wir zu Abend gegessen und einen guten Schoppen getrunken. Dann ging es wieder heimwärts. Es war für uns alle ein schöner Tag und wir bedanken uns hiermit nochmal bei unseren Reiseleitern Alfons Gerling und Stefan Löllman.“ rl

Kolpingfamilie auf Tour

Kolpingfamilie auf Tour

Literatur aus dem stillen Kämmerlein

Buchstütze

Literatur aus dem stillen Kämmerlein

Männer und Frauen lesen aus ihren Gedichten und Geschichten

Eine Konkurrenzveranstaltung zur Buchmesse? Nein, so hoch wollte die „Buchstütze“ ihre Lesung in der Stadtteilbücherei nicht hängen. Eher ging es bei dem Abend mit dem Titel „Meine Worte“ darum, Hobbyautoren aus dem stillen Kämmerlein zu holen, sie zu ermutigen vorzustellen, was sie zu Papier gebracht haben.
„Oft fehlt es an Möglichkeiten, solche Geschichten, Erzählungen und Gedichte einmal in einem kleinen Kreis auszuprobieren“, sagte Mario Gesiarz, Vorsitzender des Fördervereins Buchstütze für die Stadtteilbücherei. „Deshalb haben wir uns entschlossen, dafür einmal einen Abend zu reservieren.“ Mehr als 20 Interessenten fanden sich ein, nicht nur aus Sindlingen und Zeilsheim, sondern aus mehreren westlichen Vororten. Neun davon wollten vorlesen. Das taten sie an einem Tisch sitzend, das erwartungsvolle Publikum vis-a-vis. Zehn Minuten Zeit hatten die Autoren, die Reihenfolge wurde ausgelost.
Das Ergebnis war eine bunte Mischung aus Poesie und Prosa, Reisebericht und Fantasiegeschichte. Hubert Schmitt (53 Jahre) aus Unterliederbach, SPD-Ortsbeirat, liebt Lyrik. „Ich schreibe schon lange“, sagte er, anfangs Tagebücher, später wurden daraus Gedichte. Normalerweise liest er sie nur seiner Frau vor. Diesmal kamen auch Fremde in den Genuss der kleinen Stücke, die so unterschiedliche Themen wie Liebe, Figuren auf einem Brunnen, Sterne, Vertriebene oder Frankfurts Bankentürme haben. Jochen Franz, Herausgeber des „Zeilsheimer Anzeigers“, schilderte den mühevollen Weg zum Lac de Gérardmer in den Vogesen, Uta Wüstinger machte sich in Reimform Gedanken über Politik, Bildung und das Fernsehen. Als Norddeutsche widmete sie zudem ihrer Heimat Liebesgedichte: Wenn das Land so weit…
Unveröffentlichte Gedichte aus den 80-er Jahren stellte Susanne Esch vor. „Musste das sein?“ zum Beispiel entstand nach dem Film „The day after“, der damals die Menschen berührte. Richtig zum Schreiben kam sie aber erst 2007, und zwar mit Fortsetzungsgeschichten zu den Harry-Potter-Romanen. Zwischenzeitlich hat die Schwanheimerin schon drei eigene Romane im Titus-Verlag veröffentlicht (Solifera, Der Savant von Innis und Die Rebellin von Koron). Eher dem Genre der Kurzgeschichte zuzuordnen ist „Keine Zeit“ von Juliane Schätze aus Nied. Ein Kind stirbt, ein Vater macht sich deswegen Vorwürfe. Dem ergreifenden Stoff setzte Jörg Engelhardt einen Dialog an einer Theaterkasse entgegen. Das Gespräch zwischen einem Mann, der zwei Karten für ein Kammerspiel kaufen möchte, und dem Ticketverkäufer beginnt scheinbar normal und steigert sich ins Loriothaft-Groteske. Engelhardt hat bereits einen ganzen Dialog-Zyklus zu verschiedensten Kassensituationen verfasst. Daniel Halter, gebürtiger Elsässer und seit 1971 in Sindlingen zuhause, war mit Petrus auf Du und Du. Er adaptierte Erlebnisse im Jenseits aus dem Werk von Marcel Pagnol und schrieb sie nach seinen Vorstellungen um. „Ich schreibe seit einigen Jahren kurze Geschichten aus dem Alltag“, sagte Mario Gesiarz und präsentierte „Der Schrubberkrieg“ oder Hara-Kiri – etwas zum Schmunzeln. Lustig und gerne auch ein wenig derb schrieb Gerhard Labestin aus Nied die Bauernregeln neu. Etwa: Die Blätter werden immer bunter und weil Herbst ist, fallen sie runter. Oder: Bei Frost, ich muss es mal erwähnen, klappert der Bauer mit den Zähnen. Eine Fantasie zum Leben mit Kühen stellte zum Abschluss Inge Franz aus Sossenheim vor.
Allen Autoren dankte es das Publikum mit Applaus. Es gehört ja einiges an Mut dazu, eigene Werke öffentlich vorzutragen. Annette Moschner, Leiterin der Stadtteilbücherei, freute sich darüber, dass so viele Menschen schreiben. Das Experiment „Meine Worte“ jedenfalls ist gelungen, bilanzierte Mario Gesiarz. Deshalb soll es eine Fortsetzung geben. hn

„Meine Worte“ stellten neben anderen Hubert Schmitt (links) in der Stadtteilbücherei vor. Foto: Michael Sittig

„Meine Worte“ stellten neben anderen Hubert Schmitt (links) in der Stadtteilbücherei vor. Foto: Michael Sittig

Was können die Erstklässler

Sportkreis Frankfurt/Turnverein

Was können die Erstklässler?

Sporttest soll Stärken und Schwächen an den Tag bringen

Mit dem Programm „Schulkids in Bewegung“ gehen Stadt, Sportkreis und Vereine gegen den verbreiteten Bewegungsmangel bei Kindern an. Jetzt wurde das Programm um einen Test erweitert.
„Lass Dich hängen“ – das hört sich nicht nach Sport an. Ist es aber. Jeweils zwei Kinder klammern sich mit dem Rücken zur Sprossenwand an eine der Stangen und lassen die Beime baumeln, so lange es geht. Sportstudentin Sonja Thiel stoppt die Zeit, die sie für die Kraftübung brauchen.
An weiteren Stationen balancieren Kinder der Eingangssklasse der Ludwig-Weber-Schule über eine Wippe, fangen Gummibälle, die vom Boden zurück prallen, prellen Bälle mit der Hand, kicken sie mit den Füßen, sprinten über 20 Meter oder versuchen sich an einer Koordinationsübung, die an „Hickelhäuschen“ erinnert. Zwölf Stationen umfasst der Parcours in der – wegen der vielen ausgefallenen Lampen – recht schummrigen Turnhalle der Grundschule.
Den 18 Kindern sehen deutlich mehr Erwachsene zu. Landtagsabgeordneter Uwe Serke, Frankfurts Sportdezernent Markus Frank, Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn, Turnvereinsvorsitzender Michael Sittig und etliche Medienvertreter beobachten die Kleinen beim Sport- und Motoriktest für Erstklässler im Rahmen des Proogramms „Schulkids in Bewegung“, kurz Skib.
Dieses Programm gibt es schon länger. „Bei den Schuleingangsuntersuchungen wird bei den Kindern immer häufiger Bewegungsmangel festgestellt“, sagt Frischkorn: „Wir als Sportkreis haben überlegt: Was können wir tun?“ So entstand die Idee, mehr Bewegungsangebote für Erstklässler zu schaffen. Der Dachverband entwickelte in Zusammenarbeit mit den Vereinen einfache Bewegungsangebote für eine zusätzliche Sportstunde an den teilnehmenden Grundschulen. Durchgeführt werden sie von Vereinsmitgliedern, Studenten oder, wie in Sindlingen, von jungen Leuten, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sportverein absolvieren. 3400 Erstklässler an 32 Frankfurter Grundschulen wurden auf die Art schon „in Bewegung gebracht“, bilanziert Frischkorn. Die Stadt unterstützt das mit 150 000 Euro, sagte Sportdezernent Markus Frank: „Das ist gut angelegtes Geld, sowohl für die Kinder als auch für die Vereine“, findet er. „So wollen wir auch Nachwuchs für die Vereine gewinnen“, ergänzt Frischkorn.
Nun gehen Stadt, Sportkreis und Vereine noch einen Schritt weiter und lassen die Erstklässler einen „Skib-Test“ durchlaufen. An jeder Station des Parcours notieren die Betreuer Stärken und Schwächen der Kinder. Darüber berichten sie den Eltern in einem Brief und geben Empfehlungen, welche Sportarten für ihr Kind geeignet sein könnten. „So können wir zielgerichtet feststellen: Was ist zu empfehlen, wo gibt es Mängel? Nicht zuletzt soll Sport ja auch Spaß machen“, sagt Roland Frischkorn.
Stadt und Sportkreis sind stolz auf ihre Vorreiterrolle. Während bundesweit über die Einführung von Fitness-Tests an Grundschulen diskutiert werde, sei Frankfurt schon einen Schritt weiter, sagte Frank. Frischkorn wünscht sich, dass das Land die Rhein-Main-Region zur Modellregion macht und die gute Sache finanziell fördert.
Der Skib-Test wurde in Zusammenarbeit mit der Goethe-Uni entwickelt, die den Verlauf auch dokumentiert. Er wird am Anfang und am Ende eines Schuljahres durchgeführt, so lässt sich feststellen, ob sich durch die zusätzliche Sportstunde die Defizite in der Bewegungsfähigkeit verringert haben. Der Skib-Test wurde bis zu den Herbstferien an derzeit 28 beteiligten Schulen in 18 Stadtteilen durchgeführt. Der Turnverein ist seit 2011 Kooperationspartner in Sindlingen. Derzeit betreuen die FSJler Cajetan Richter und Felix Huthmacher sechs Gruppen mit Schwerpunkt Ballsport an der Ludwig-Weber-Schule, zwei an der Meister-Schule und eine an der Käthe-Kollwitz-Schule. hn

Gefragt: Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt.

Gefragt: Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt.

Das Gleichgewicht zu halten ist gar nicht so einfach – vor allem, wenn der Balken am Ende leicht nach vorne kippt.

Das Gleichgewicht zu halten ist gar nicht so einfach – vor allem, wenn der Balken am Ende leicht nach vorne kippt.

Der Ball soll geschickt über einen Parcours manövriert werden, erklärt die Betreuerin den Kleinen.

Der Ball soll geschickt über einen Parcours manövriert werden, erklärt die Betreuerin den Kleinen.