Category: Aktuelle Nachrichten

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2018

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2018

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Sindlinger Monatsblatt Dezember 2018

Die Traditionsgaststätte „Zur Mainlust“ hat zugemacht.

Die Traditionsgaststätte „Zur Mainlust“ hat zugemacht.

„Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen“. Diese drei Zeilen haben viele Sindlinger, Kelsterbacher und Zeilsheimer schockiert. Die Traditionsgaststätte „Zur Mainlust“, gemeinhin schlicht „Loch“ genannt, gibt es nicht mehr. Inhaber Thomas Jelitto hat zugemacht.

Dienstags herrschte ganz normaler Betrieb, mittwochs blieb die Tür, die an sechs Tagen in der Woche offen gestanden hatte, verschlossen. Gerüchte kursierten. Unfall, Krankheit, Lottogewinn, Bankrott, amtliche Verfügungen – vieles wurde vermutet um zu erklären, warum dieser Hort deutscher Gaststättenkultur plötzlich dicht war. „Stimmt alles nicht“, sagt Thomas Jelitto: „Ich habe die Reißleine gezogen“. Zwar sei er gerne Wirt gewesen, aber nach 24 Jahren sei es genug. „Für nichts hat man Zeit. Der Kanal ist voll“, erklärt er. Lange hätten er und seine Frau Sonja diskutiert, ob sie die Gaststätte weiterführen oder nicht. Aber letztlich sei es alles zu viel. „Wir sind ausgebrannt, ich habe keine Lust mehr“, sagt Thomas Jelitto. Nun genießen die beiden Wirtsleute erst einmal die ungewohnte Freizeit. „Uns geht es gut. Wir leben weiter hier, wir sind nicht aus der Welt“, betont er. Aber Hoffnungen, dass es nach einer ausgedehnten Pause vielleicht doch wieder weitergehen könnte mit Bier und Apfelwein, Schnitzel und Schlachtfest, Kartenabenden und Würfelrunden, erteilt er eine Absage. Die Entscheidung sei endgültig. Das „Loch“ ist Geschichte. hn

Sindlinger Monatsblatt November 2018

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Sindlinger Monatsblatt Oktober 2018

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Sindlinger Monatsblatt September 2018

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Sindlinger Monatsblatt August 2018

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Annabell Brech strebt nach der Krone

Annabell Brech strebt nach der Krone

Abstimmung – Sindlingerin erreicht die Endrunde zur Wahl der Frankfurter Apfelweinkönigin 

Kommt die künftige Frankfurter Apfelweinkönigin aus Sindlingen? Das haben Sie, liebe Leser, in der Hand. Annabell-Sophie Brech (20 Jahre) hat sich um den Titel beworben und ist in die Endrunde gekommen. Die gewinnt, wer vom 9. bis 16. August die meisten Stimmen in einer Online-Abstimmung bekommt. Also ran an den Computer und für Annabell stimmen unter www.extratipp.com

Vor allem der katholische Familienkreis wäre entzückt, wenn die junge Frau das Rennen machen würde. Ihre Eltern Stephan und Queenie Brech sind dort aktiv, sie selbst unterstützt die Gemeinde als Messdienerin. Als die Ausschreibung für die Wahl zur Frankfurter Apfelweinkönigin in einem Anzeigenblatt veröffentlicht wurde, kam jemand aus dem Kreis auf die Idee, die damals noch 19-Jährige zur Kandidatur zu ermuntern, „weil ich selbst so gerne Apfelwein trinke“, sagt sie.

 Gesagt, getan. Annabell Brech verfasste ein Motivationsschreiben, Mutter Queenie filmte sie fürs Bewerbungsvideo im heimischen Garten vorm Apfelbaum (zu sehen auf der Internetseite www.apfelweinwirte.de der Vereinigung Frankfurter Apfelweinwirte). Annabell erklärt darin ihre Liebe zum erfrischenden „Äppler“, den sie allen anderen Getränken vorzieht – am liebsten sauer, mit wenig Wasser. Ihr Lieblingsstöffche stammt aus Weilbach, wo sie mit ihrem Freundeskreis jedes Jahr zusammen keltert. „Wir schwefeln nicht, deshalb hält der Äppler nur ein halbes Jahr“, führt sie aus, warum die Gruppe noch nie bei der Wahl des Sindlinger Ebbelwoikönigs im Oktober angetreten ist.

Bei der Kür der Frankfurter Apfelweinkönigin kommt es nicht darauf an, möglichst viel über Apfelsorten und Herstellung zu wissen. „Es geht vielmehr darum, die Liebe und Leidenschaft zum Apfelwein zu repräsentieren“, sagt Annabell Brech. Dass sie aus Sindlingen stammt, in dem die Tradition mit vielen Selbstkelterern und der jährlichen Wahl des lokalen Apfelweinkönigs noch lebendig ist, dürfte ein weiterer Pluspunkt in ihrer Bewerbung sein. „Es wäre eine Ehre für unseren Stadtteil im äußersten Westen, wenn die Frankfurter Apfelweinkönigin von hier käme“, findet sie.

Sogar die „Löwen“ werben für Annabell

Namhafte Unterstützer hat die junge Frau, die eine duale Ausbildung zur Chemielaborantin und Chemieingenieurin im Industriepark absolviert, auch schon gefunden. In ihrer Bewerbung hat sie erwähnt, dass sie ein Fan der Frankfurter Eishockey-Löwen ist und bei den Spielen der Äppler nicht fehlen darf. „Nun wurde ich von der PR-Abteilung der Löwen kontaktiert. Sie wollen mich unterstützen und ein Video mit mir drehen, das zu Beginn der Abstimmung auf ihrer Facebook-Seite geschaltet werden soll“, freut sie sich: „Da schlug mein kleines Löwenherz gleich dreimal schneller“. Sie selbst macht keine Werbung für sich. Braucht sie auch nicht. „Das besorgt der Familienkreis“, versichern die Eltern.

 Sollte Annabell Brech tatsächlich Frankfurter Apfelweinkönigin werden, kommen vor allem repräsentative Aufgaben auf sie zu. Die dürften der sympathischen, 1,83 Meter großen und schlanken Sindlingerin nicht schwerfallen. Als Mitglieder der Hattersheimer Showtanzgruppe „Wild Wings“ sind sie und ihre Mutter daran gewöhnt, mit Schminke und Frisierzeug umzugehen, um einen glanzvollen Auftritt zu absolvieren.

Die Abstimmung läuft vom 9. bis 16. August unter der Adresse www.extratipp.de.

 Gekrönt wird die neue Frankfurter Apfelweinkönigin während des Frankfurter Apfelweinfests am Freitag, 17. August. Ausrichter ist die Vereinigung Frankfurter Apfelweinwirte. hn

Fröhlich eingeschenkt: Annabell-Sophie Brech bewirbt sich um die Frankfurter Apfelweinkrone. Sie hofft auf viele Zustimmungen zwischen dem 9. und 16. August. Foto: Michael Sittig

Fröhlich eingeschenkt: Annabell-Sophie Brech bewirbt sich um die Frankfurter Apfelweinkrone. Sie hofft auf viele Zustimmungen zwischen dem 9. und 16. August. Foto: Michael Sittig

Schwer zu finden

Schwer zu finden

Bauarbeiten Umleitung über einen Feldweg

Die Bauarbeiten in Zeilsheim sind für die Anlieger eine arge Belastung. Am schlimmsten trifft es diejenigen, die am hinteren Ende der Straße Alt-Zeilsheim, kurz vorm Feld, wohnen oder arbeiten. Besonders gebeutelt hat es den Kraftfahrzeug-Meisterbetrieb Franke und Kakavouris. Denn selbst Ortskundige taten sich schwer damit, den Weg dorthin zu finden.

Informiert wurden die Firmeninhaber wenige Tage vorher per Flugblatt vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Darin wurde angekündigt, dass der obere Abschnitt der Straße Alt-Zeilsheim von Grund auf erneuert wird. Zunächst sei das Stück zwischen Hofheimer Straße und Pfortengartenweg dran, danach das Stück zwischen Pfortengartenweg und Alt-Zeilsheim 74. Patrick Franke und Moschos Kakavouris gingen daher davon aus, dass sie zunächst weiter über den Pfortengartenweg erreichbar seien.

Aber nichts da. Ihr ganzer Straßenabschnitt war abgehängt. Die Zufahrt erfolgte über einen Feldweg, der von der Hofheimer Straße hinter der Autobahnüberquerung als Haarnadelkurve rechts ab geht. Doch die Ausschilderung war kaum zu sehen und überdies falsch. „Firma Franke und Moschos“ hieß es da klein über einem größeren Hinweis auf die Firma Wisag, die nebenan sitzt. Es kostete viele Telefonate, bis die Ausschilderung verbessert wurde. Dass während der Arbeiten die Telefonleitung beschädigt wurde und der Anschluss sowie die EC-Karten-Bezahlfunktion einen Tag lang nicht funktionierten, machte es auch nicht leichter. Ein Wasserrohrbruch und die nur teilweise funktionierende Müllabfuhr sorgten ebenfalls für Verdruss.

Die Zufahrt zum KFZ-Meisterbetrieb Franke und Kakavouris ist nur über eine Umleitung möglich, die über einen Feldweg führt.

Die Zufahrt zum KFZ-Meisterbetrieb Franke und Kakavouris ist nur über eine Umleitung möglich, die über einen Feldweg führt.

Mit Lust in den Main

Mit Lust in den Main

Sommerspaß Wirt und Gäste schwimmen einmal quer rüber

Eine Tradition ließen fünf Sindlinger und drei Kelsterbacher vor kurzem aufleben. Sie schwammen einmal quer über den Main.

Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war das nichts Besonderes. Die meisten Kinder der Flussanlieger lernten im Main schwimmen. Buben liebten es, sich an Schlepper anzuhängen und mitziehen zu lassen. Lausejungen hatten ihren Spaß daran, auf die andere Seite zu schwimmen, Obst oder Kartoffeln zu stiebitzen und sich, wenn der Feldschütz kam, schnell wieder in die Fluten zu stürzen.

Solche Geschichten erzählten gerne Stammgäste der Gaststätte „Mainlust“, in Sindlingen besser unter dem Namen „Loch“ bekannt. „Irgendwann haben wir gesagt: Das können wir auch“, berichtet Wirt Thomas Jelitto, der die Idee zusammen mit dem Kelsterbacher Klaus Breckheimer in die Tat umsetzte. Vor zwei Jahren ging die Gruppe zum ersten Mal ins Wasser. Jetzt tat sie es wieder, „weil es schön ist, weil Sommer ist, weil wir Lust dazu haben“; sagt Jelitto. Stammgast Kornelia Vossberg schloss sich spontan an. „Wir haben zufällig davon erfahren. Weil ich gerne schwimme, bin ich jetzt hier. Ich mache das zum ersten Mal“, sagt sie. 

Damit der Spaß kein schlimmes Ende nimmt, sorgten Thomas Jelitto, Klaus Breckheimer sowie der Kelsterbacher Uwe Rolle (beide bei der Kelsterbacher Feuerwehr) für eine Sicherheitsbegleitung. Sie organisierten eine Übungsfahrt des Feuerwehr-Rettungsbootes, das die Schwimmer begleitete. So konnten sich die fünf Männer und drei Frauen auf der Sindlinger Seite am „Echo“, dem Kanalauslass gleich unterhalb der Farbwerksbrücke, unbesorgt ins Wasser begeben. 

Kalt war es nicht, die Strömung spielte keine Rolle – aufgrund der niedrigen Wasserstände sind die Wehre geschlossen. Zügig überquerten sie den Fluss, leicht schräg flussabwärts in Richtung Kelsterbach, um außerhalb des Werksgeländes des Industrieparks ans Ufer zu gelangen. Klaus Breckheimer radelte derweil über die Brücke und brachte ihnen Handtücher und Kleider. Anschließend spazierten die Schwimmer zu seinem Garten am Kelsterbacher Mainufer. Dort endete die Spritztour mit Würstchen vom Grill und Getränken. hn

Über den Main schwammen Marco Greiner, Mark Mühlbauer, Natascha Breckheimer, Thomas Jelitto, Joachim Böhm, Birgit Koob, Kornelia Vossberg und Roland Münz. Foto: Heide Noll

Über den Main schwammen Marco Greiner, Mark Mühlbauer, Natascha Breckheimer, Thomas Jelitto, Joachim Böhm, Birgit Koob, Kornelia Vossberg und Roland Münz. Foto: Heide Noll

Sausen und Schmausen

Sausen und Schmausen

Familienkreis Vergnügliches Abendessen

„Sausen und Schmausen“ geht in die zweite Runde. Der katholische Familienkreis und der Familienkreis 2.0 laden wieder dazu ein, an einem Abend drei verschiedene Gänge in drei verschiedenen Häusern und mit verschiedenen Tischgenossen zu genießen. Mitmachen dürfen alle, die zu Zweit sind und eine Küche und einen Esstisch in Sindlingen haben. Jedem Paar wird ein Gang (Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch) zugeteilt, den es für vier Gäste zubereiten muss. Für die übrigen beiden Gänge sind dann andere an einer anderen Adresse zuständig, die die Teilnehmer erst erhalten, wenn es soweit ist. Das ist der Teil mit dem „Sausen“. Das Überraschungsmenü wird am Samstag, 3. November, serviert. Die Vorspeise kommt um 18.30 Uhr auf den Tisch. Um 19.30 Uhr erfahren die Schmauser, wo sie das Hauptgericht bekommen und um 21.15 Uhr, wo ab 21.30 Uhr der Nachtisch serviert wird. Gegen 22.30 Uhr treffen sich alle Teilnehmer zum Ausklang in der Sporthalle des Turnvereins. Wer mitmachten möchte, erfährt Näheres bei Sonja Peters unter der E-Mail-Adresse sonjapeters1717@gmail.de oder telefonisch unter 0174 171 73 19. Sie sammelt in der Steinmetzstraße 19 bis zum 1. Oktober die Anmeldungen.