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Sindlinger Monatsblatt Dezember 2014

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2014

Die Ausgabe Dezember 2014 des Sindlinger Monatsblatt steht hier zum Download bereit:

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2014

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Frohe Weihnachten und viel Glück, Gesundheit und Erfolg für das nächste Jahr

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern des Sindlinger Monatsblattes ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest und für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit und Erfolg.

Die Redaktion Heide Noll und Michael Sittig

Die Herausgeber des Simobla der Förderverein Handel, Handwerk und Gewerbe Sindlingen e.V. (fhh+g)

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Sternstunden auf dem Kirchplatz

Vereinsring

Sternstunden auf dem Kirchplatz

22 Teilnehmer bestücken den kleinen, feinen Weihnachtsmarkt

Variationen von weihnachtlichen Kopfbedeckungen tragen (von links) Mathias Schlossarek und Meike Bartelt vom Kinder- und Jugendhaus, das Team vom Kindergarten St. Kilian sowie Heidi Derstroff und Christa Hauff vom Karnevalverein.

Variationen von weihnachtlichen Kopfbedeckungen tragen (von links) Mathias Schlossarek und Meike Bartelt vom Kinder- und Jugendhaus, das Team vom Kindergarten St. Kilian sowie Heidi Derstroff und Christa Hauff vom Karnevalverein.

Nach all den Kuchen, Plätzchen und heißen, süßen Getränken steig das Verlangen nach etwas Deftigem. Zeitweise zog sich die Warteschlange vorm Wurstgrill des Fußballclubs Viktoria beim Sindlinger Weihnachtsmarkt quer über den Platz bis fast an die Kirche. Für den leckeren Flammkuchen des Frauenchors Germania mussten Hungrige ebenfalls anstehen.
Der hübsche, kleine Weihnachtsmarkt des Vereinsringes Arge Sov (Arbeitsgemeinschaft Sindlinger Ortsvereine) rund um die katholische Kirche St. Dionysius war am ersten Advent Ziel vieler Sindlinger. Anfangs füllten sie vor allem den Saal des Gemeindehauses, in dem der katholische Familienkreis ein mit rund 30 Kuchen bestücktes Büffett vorhielt. Je dunkler es wurde, desto stärker belebte sich auch der Vorplatz. An 22 Ständen offerierten Vereine, Institutionen und Privatleute alles, was zu einem Weihnachtsmarkt gehört. Die meisten kommen jedes Jahr und haben feste Kundschaft. „Ich habe schon etliche Stücke für diejenigen auf die Seite gelegt, die jetzt in einem Stand stehen und während des Aufbaus hereingesehen haben“, sagt Kathrin Puchtler-Hofmann. Die Schriftführerin der Arge Sov verkaufte Silberschmuck und teilte sich den Raum im Erdgeschoss des Gemeindehauses wie jedes Jahr mit Anja Michels und Doris Mex. Die beiden Frauen sind passionierte Näherinnen und bieten an ihren Ständen eine verblüffende Zahl schöner und praktischer Textilarbeiten an. Ein Zimmer weiter gab es Kerzen, Schals und Magnetschmuck sowie eine Liege. Das Zeilsheimer Rote Kreuz unter Führung von Mary Berk leistete den Sanitätsdienst, musste aber glücklicherweise nicht viel tun. Auch die Freiwillige Feuerwehr konnte sich aufs Zusehen beschränken.
Im Jugendkeller des Hauses hatte Friedel Frankenberger, Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, eine gemütliche Leseecke eingerichtet. Als „Märchentante“ lasen sie und Renate Metz Kindern Geschichten vor. Das nutzten etliche, um die Wartezeit bis zur Ankunft des Nikolauses (Michael Konstantinou, Stadtbezirksvorsteher Sindlingen-Nord) zu überbrücken. Als Gegenleistung für ein kleines Gedicht oder ein Lied verteilte er großzügig Geschenke. Das kleine Karussell durfte jeder Knirps umsonst nutzen.
„Klein, aber fein“ nannte Arge-Sov-Vorsitzender Andreas Rühmkorf den Weihnachtsmarkt in seiner Begrüßungsrede. Er war zu Recht stolz auf die Leistung der Heerscharen von Helfern, die das gemütliche Treiben im alten Ortskern möglich gemacht haben. Erstmals in Sindlingen dabei war der „Verein zur Wahrung der Feuerzangenbowlentradition“ aus Zeilsheim. „Wir wollen dem billigen Massen-Glühwein etwas entgegensetzen“, erklärte Stefan Schneider. Zusammen mit seiner Frau Sabine, Achim Seitz und Oliver Weber suchte er geeignete Rezepte, kaufte guten Rotwein, Rum, Zuckerhüte und Zubehör wie Heißhaltegeräte mit Thermostat – die Bowle soll heiß sein, aber nicht kochen. „Wir haben Zitronen und Orangen portioniert, Gewürze in Teebeutel gepackt und bereiten die Bowle heute hier und nächsten Sonntag (7. Dezember) beim Zeilsheimer Weihnachtsmarkt frisch zu“, erklärt er. Harte Konkurrenz für den selbst komponierten Glühwein des Frauenchors Germania, den „Königsschoppen“ des Männerchors und den Eierpunsch des Karnevalvereins. Doch angesichts des idealen Wetters (trocken und kalt) und der Besuchermassen hatten alle Verkäufer heißer Getränke gut zu tun. hn
Teilnehmer:
Mitgemacht haben: die Fachklinik Villa unter den Linden, die Fördergemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe Sindlingen, der Verein zur Wahrung der Feuerzangenbowlentradition, FC Viktoria Sindlingen, das Kinder- und Jugendhaus,Kleingärtnerverein, Turnverein, Quartiersmanagement/Caritas, Frauenchor Germania, Gesangverein Germania Männerchor, Sindlinger Karnevalverein mit zwei Ständen (Garde Firestars und Frauengruppe), Garten-AG der Meisterschule, die katholischen Kindergärten St. Kilian und St. Dionysius, der katholische Familienkreis, die Arbeiterwohlfahrt und sechs Privatanbieter.

Am Rande notiert

50 Liter Chili und Hackfleischsuppe bereitete Alexander Stollberg für den Weihnachtsmarkt zu. „Ich koche gern“, sagte der Badmintonspieler des Turnvereins. Am Vormittag hatten er und seine Mitspieler einen Kantersieg (8:0) eingefahren, am Nachmittag standen sie im schön mit Kugeln, Schnee- und Federbällen geschmückten Stand des TVS und schenkten aus.

Die Temperaturen waren nordisch, der Anblick karibisch: Die Helferinnen am Stand des Kindergartens St. Kilian trugen Baströckchen über den Winterjacken, während sie heißen Caipirinha verkauften.

Zwei prächtige Weihnachtsbäume standen rechts und links vom Kirchenportal. Das Rote Kreuz Zeilsheim und der Kindergarten St. Dionysius hatten sie geschmückt. Den Weihnachtsbaum am Dalles verschönerten die Germania-Sängerinnen, denjenigen am Richard-Weidlich-Platz dekoriert der Kindergarten St. Kilian.

Gestecke, Windlichter, kunstvolle Weihnachtsbäume aus Papier und handverlesene (weil selbst aufgehobene) Bio-Walnüsse vom Abenteuerspielplatz verkaufte das Kinder- und Jugendhaus. „Wir haben die Sachen in er Kreativstunde von Meike Bartelt gemacht“, sagte Lisa-Maria (10 Jahre). Zusammen mit ihrer Freundin Rosi half sie beim Verkaufen.

Am Stand des Quartiersmanagements Hermann-Brill-Straße freuten sich die Sozialpflegerinnen und Helferinnen über Verstärkung. Erstmals beteiligten sich Männer aus einer eritreischen Gruppe an Auf- und Abbau sowie Verkauf.

Der Gewerbeverein FHHG verloste 20 Gänse, 20 Puten, 60 Sindlinger Gutscheine und 150 Kalender. Der Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt. „Wir haben 100 Gläser Marmelade“, sagte Margarethe Karell von der Kolpingfamilie. Der Erlös geht an ein Straßenkinderprojekt in Brasilien. Für ein Kinderdorf in Thailand hat Marianne Michel Sterne gebastelt und Weihnachtskarten angefertigt.

Die Fachklinik Villa unter den Linden beteiligte sich mit Suppe, Mini-Kuchen und Handarbeiten und hofft, im Lauf der Zeit genügend Geld zu erwirtschaften, um das undichte Dach des Bistros in der Orangerie reparieren zu können. hn

Das wollten alle hören: Platzkonzert des Frauenchors Germania.

Das wollten alle hören: Platzkonzert des Frauenchors Germania.

Sternstunden: Das Lichtspiel an der Kirchenfassade bescherten Hans Oczko und Dirk Zimmermann vom TVS den Besuchern.

Sternstunden: Das Lichtspiel an der Kirchenfassade bescherten Hans Oczko und Dirk Zimmermann vom TVS den Besuchern.

Nikolaus Michael Konstantinou.

Nikolaus Michael Konstantinou.

Tombola für einen guten Zweck: (von links) Beate und Michael Bauer und Sven Callender vom Gewerbeverein.

Tombola für einen guten Zweck: (von links) Beate und Michael Bauer und Sven Callender vom Gewerbeverein.

Nur echt mit Zuckerhut: (von links) Achim Seitz, Oliver Weber und Stefan Schneider bereiten Feuerzangenbowle zu.

Nur echt mit Zuckerhut: (von links) Achim Seitz, Oliver Weber und Stefan Schneider bereiten Feuerzangenbowle zu.

Ihr wurde bestimmt nicht kalt: Regina Schwab (links) vom Frauenchor Germania schob Flammkuchen um Flammkuchen in den Ofen.

Ihr wurde bestimmt nicht kalt: Regina Schwab (links) vom Frauenchor Germania schob Flammkuchen um Flammkuchen in den Ofen.

Märchenhaft: Renate Metz blickt in die Wahrsagerkugel.

Märchenhaft: Renate Metz blickt in die Wahrsagerkugel.

Andreas Rühmkorf (rechts) begrüßte die Besucher im Namen der Vereine, Arno Weber sprach in Vertretung des Stadtverordnetenvorstehers.

Andreas Rühmkorf (rechts) begrüßte die Besucher im Namen der Vereine, Arno Weber sprach in Vertretung des Stadtverordnetenvorstehers.

Prominenz beim Weihnachtsmarkt

Prominenz beim Weihnachtsmarkt

Leckeres bei den Kleingärtnern

Leckeres bei den Kleingärtnern

Leckeres beim Kindergarten

Leckeres beim Kindergarten

Gebasteltes beim Jugendhaus

Gebasteltes beim Jugendhaus

Schneeflocken beim Badminton

Schneeflocken beim Badminton

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Lebendiger Adventskalender

Lebendiger Adventskalender

Schokolade, Schmuck, Bildchen, sogar Bier sind Inhalte von Adventskalendern. Die Auswahl an traditionellen wie obskuren Überraschungen für die 24 Tage bis Weihnachten wird von Jahr zu Jahr größer. Die katholische Gemeinde jedoch bleibt bei dem Bewährten: Sie richtet auch in diesem Dezember einen „Lebendigen Adventskalender“ aus. Jeden Abend um 18.30 Uhr versammeln sich die Teilnehmer vor einem bestimmten Haus, an dem ein geschmücktes Fenster geöffnet wird. Sie singen und beten und nehmen sich Zeit für ein paar gemeinsame Minuten bei heißen Getränken. Der schöne Brauch ist an folgenden Stellen zu erleben:

3. Mittwoch Firmkurs 2014/2015, Farbenstraße 56
4. Donnerstag Kita St. Dionysius / Familie Kristic, Herbert-von-Meister-Straße 1
5. Freitag Frau Zrinji / Herr Sorger, Krümmling 3
6. Samstag Erstkmmunionkurs 2014/2015, Huthmacherstraße 21
7. Sonntag Evangelische Kirchengemeinde, evangelisches Gemeindehaus, Gustavsallee
8. Montag Familie Krauter-Thomas, Sindlinger Bahnstraße 70
9. Dienstag Evangelische Kindertagesstätte, Gustavsallee 19
10. Mittwoch Reiterfreunde Rössler, Allesinastraße 5
11. Donnerstag Familie Kronz, Farbenstraße 52a
12. Freitag Turnverein, Abtteilung Badminton, Mockstädter Straße / Sporthalle
13. Samstag Caritas, Hermann-Brill-Straße 3
14. Sonntag Familie Gerhards, Weinbergstraße 29
15. Montag Familie Schuhmann / Peters, Steinmetzstraße 19
16. Dienstag Frau Fronczek, Sindlinger Bahnstraße 33
17. Mittwoch Frau Saechtling, Farbenstraße 59
18. Donnerstag N.N.
19. Freitag Kindertagesstätte St. Kilian, Albert-Blank-Straße 4
20. Samstag Familie Wäger, Lachgraben 11a
21. Sonntag Familie Fischer, Farbenstraße 106c
22. Montag N.N.
23. Dienstag Familie Dill, Zehnthofgasse 18
24. Mittwoch Messdiener, Kirchentür St. Dionysius
jeweils 18. 30 Uhr, am 24. zum Gottesdienst.

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Serie Handel, Handwerk und Gewerbe: Haas Friseure

Serie Handel, Handwerk und Gewerbe: Haas Friseure

Beratung gehört zum Service

Haas Friseure: Meisterin Natalie legt Wert auf gesunde und gepflegte Haare

Sindlingen hat seinen Einwohnern einiges an Geschäften und Dienstleistungen zu bieten. In einer Serie stellen wir die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe vor. Heute: Haas Friseure

„Tyson“ ist ein ganz lieber. Die französische Bulldogge hat ein eigenes Eckchen im schicken Salon von „Haas Friseure“. Ganz ungeniert schnüffelt der rehbraune Rüde an den Taschen der Kundinnen, denn viele bringen ihm ein Leckerli mit.
Tyson ist jetzt gute sechs Jahre alt und hat miterlebt, wie Viktor und Natalie Haas, geborene Olejnikowa, den früheren Frisiersalon von Harald Kempfer in der Hugo-Kallenbach-Straße 14 verwandelt haben. 2011 übernahmen sie seine Nachfolge und machten erst mal zu. „Wir haben zwei Monate lang komplett renoviert, Trennwände ‘rausgenommen und alles erneuert“, berichtet Viktor Haas. Jetzt ist der eine große Raum in Schwarz und Weiß gehalten, mit hohen Spiegeln und bequemen Lederstühlen ausgestattet und hat so gar keine Ähnlichkeit mehr mit dem Friseurgeschäft der Vergangenheit.
Friseurmeisterin Natalie Haas und ihre Mitarbeiterin Denise bieten das gesamte Sortiment der Friseur-Dienstleistungen an. Haarschnitte für Damen und Herren, Waschen, Legen, Färben, Tönen, Strähnen, Haare verlängern, schick frisieren oder modisch zerstrubbeln: „Wir erfüllen gerne alle Wünsche der Kunden“, sagt die Meisterin. Gratis dazu gibt es Beratung: „Das Haar soll gesund und gepflegt sein“, findet Natalie Haas. Obwohl sie keine Kosmetik anbietet, ist sie doch in Typberatung und Maniküre ausgebildet, gibt Tipps zu Hautpflege und Make-up, wenn gewünscht. Ihre Kundschaft ist gemischt, Jüngere und Ältere, Herren und Damen, und kommt vor allem aus der umliegenden Siedlung.
Die Meisterin genießt es, im eigenen Betrieb zu arbeiten. Ermöglicht hat ihr das ihr Ehemann. Beide sind Spätaussiedler. Sie kamen als Kinder mit ihren Familien aus Kasachstan nach Deutschland. Viktor Haas, heute 32 Jahre alt, lebt seit 1993 in Sindlingen. Er absolvierte die Schule, lernte Bürokaufmann und arbeitet seither in dem Betrieb, in dem er ausgebildet wurde. Natalie Olejnikowa, heute 31 Jahre alt, zog 1995 mit ihrer Familie aus Alma Ata nach Hochheim und wuchs dort auf. Nach der Ausbildung zur Friseurin arbeitete sie eine Zeit lang als Angestellte und besuchte dann die Meisterschule. Anschließend betrieb sie einen eigenen kleinen Salon in Wiesbaden. Als sich die beiden kennenlernten und schließlich vor sechs Jahren in Sindlingen zusammen zogen, begannen sie mit der Suche nach einem näher gelegenen Arbeitsplatz für Natalie. „Es hat ein bisschen gedauert“, berichten sie. Aber dann ergab es sich, dass das Ladenlokal in der Siedlung zu haben war.
Seit dem 1. Juli 2011 betreibt Natalie Haas nun ihren Salon. Dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr hat sie geöffnet. Termine gibt es nach Vereinbarung, die Telefonnummer lautet (069) 84 77 31 35. Ab und zu besucht sie Fortbildungsveranstaltungen, um sich über neue Techniken und Produkte zu informieren – zum Wohl der Kunden und zur Freude von Tyson, der sich über die mitgebrachten Leckerlis freut. hn

Fachfrauen in Sachen Haare: Meisterin Natalie Haas (rechts) und Mitarbeiterin Denise Kohaut. Viktor Haas unterstützt seine Frau bei den Verwaltungsarbeiten des Betriebs. Foto: Michael Sittig

Fachfrauen in Sachen Haare: Meisterin Natalie Haas (rechts) und Mitarbeiterin Denise Kohaut. Viktor Haas unterstützt seine Frau bei den Verwaltungsarbeiten des Betriebs. Foto: Michael Sittig

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Rundgang mit Laternen

Das warme Licht der Laternen erhellte am Martinstag die Straßen in Sindlingen. Die Kindergärten zogen mit ihren Schützlingen jeweils rund um ihre Einrichtungen. Wie Pascal (Foto) trugen viele Kinder selbst gebastelte Lampions mit sich. Sie sangen die bekannten Martinslieder und hinterher gab es für alle Martinsbrezeln und heiße Getränke am Martinsfeuer. Außerdem begleiteten Reiter als „St. Martin“ die Züge. Foto: Michael Sittig

Das warme Licht der Laternen erhellte am Martinstag die Straßen in Sindlingen. Die Kindergärten zogen mit ihren Schützlingen jeweils rund um ihre Einrichtungen. Wie Pascal (Foto) trugen viele Kinder selbst gebastelte Lampions mit sich. Sie sangen die bekannten Martinslieder und hinterher gab es für alle Martinsbrezeln und heiße Getränke am Martinsfeuer. Außerdem begleiteten Reiter als „St. Martin“ die Züge. Foto: Michael Sittig

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Termine der Evangelischen Gemeinde

Termine der Evangelischen Gemeinde

Ökumene
Zu einem ökumenischen Gottesdienst laden die christlichen Gemeinden in Sindlingen am Sonntag, 7. Dezember, in die evangelische Kirche ein. Pfarrer Ulrich Vorländer und Gemeindereferentin Claudia Lamargese gestalten die gemeinsame Feier zum zweiten Advent ab 17 Uhr. Anschließend ist ein adventliches Beisammensein im Gemeindehaus vorgesehen.

Krippenspiel
Am vierten Advent (Sonntag, 21. Dezember) erleben die Besucher des Gottesdienstes um 17 Uhr eine besondere Einstimmung auf Weihnachten. Meike Bartelt führt mit Kindern und Jugendlichen ein musikalisches Krippenspiel auf. Hinterher können alle Besucher den Tag bei einem adventlichen Beisammensein im Gemeindehaus ausklingen lassen.

Weihnachten
Zu einer Christvesper zum Heiligen Abend lädt Pfarrer Ulrich Vorländer am 24. Dezember um 16.30 Uhr in die Kirche ein. Später, um 22.30 Uhr, feiert die Gemeinde eine Christmette zur Heiligen Nacht mit Gesang von Franz Ilg. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist um 10.30 Uhr Gelegenheit, einen Gottesdienst mit Abendmahl zu besuchen.

Silvester
Zum letzten Kirchgang im alten Jahr kommt die evangelische Gemeinde am Silvestertag zusammen. Am 31. Dezember, 18 Uhr, gestaltet Pfarrer Vorländer einen Gottesdienst mit Abendmahl zum Jahreswechsel.

Neujahrsempfang
Die evangelische Gemeinde lädt am Sonntag, 18. Januar 2015, 10.30 Uhr, zu einem „Gottesdienst zum Neuen Jahr“ ein. Pfarrer Helwig Wegner-Nord als Gastprediger und der Frauenchor Germania gestalten ihn mit. Danach ist ein Empfang im Gemeindehaus

Versammlung
Eine Gemeindeversammlung zur Wahl des Kirchenvorstand beruft die evangelische Gemeinde am Sonntag, 25. Januar, ein. Sie beginnt nach dem 10.30 Uhr- Gottesdienst.

Am Fluss
„Frankfurt – die Stadt am Main“ heißt ein Vortrag, der am Montag, 26. Januar, ab 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus zu hören ist. Günther Moos aus Sossenheim spricht auf Einladung des Sindlinger Heimat- und Geschichtsvereins über Leben, Wohnen und Arbeiten am Fluss, vom Osthafen bis nach Sindlingen. Der Eintritt ist frei.

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Dankeschön auf italienisch

Katholische Gemeinden

Dankeschön auf italienisch

Gemeinsames Essen für die Aktiven des Pastoralen Raums – Spende für Uganda

Sie betreuen Kommunionkinder und Firmlinge. Sie kümmern sich um Senioren. Sie fahren mit Jugendlichen ins Zeltlager, bereiten Gottesdienste vor, richten Veranstaltungen wie den „Apfelweinkönig“ aus, arbeiten in Gremien mit, putzen und backen, tragen Post aus, predigen, leisten Büroarbeit, erziehen Kinder, bestellen Hostien und Kerzen und verkaufen Eine-Welt-Waren: Gut und gern 350 Helfer sorgen dafür, dass die katholischen Gemeinden St. Dionyius, St. Kilian und St. Bartholomäus aus Sindlingen und Zeilsheim lebendige Gemeinschaften sind. Die Pfarrer, Erzieherinnen, Pfarrsekretärinnen und Gemeindereferentin Claudia Lamargese sowie all die ehrenamtlich Engagierten des pastoralen Raums waren nun zum Dankefest eingeladen. Nach einem Gottesdienst in St. Dionysius nahmen mehr als 100 von ihnen im Gemeindehaus an schön gedeckten Tischen Platz und genossen Speisen von einem italienischen Büfett.
Geliefert hat es Benedikt Schwaderlapp. Der Theologe, Sozialpädagoge und Leiter des Catering-Unternehmens „Lobby für Toleranz, Genuss und Vielfalt“ engagiert sich im Hilfsprojekt „Kindern eine Chance“ in Uganda. Von jedem verkauften Essen zweigt er einen Betrag dafür ab. Beim Afrika-Tag 2013 in Zeilsheim stellte er das Projekt vor. Daraufhin beauftragten ihn die Gemeinden erstmals mit der Lieferung der Speisen fürs Dankefest und überreichten ihm eine Spende von 1000 Euro für das Projekt. Auch in diesem Jahr buchten sie Schwaderlapp, ließen sich ihm bekochen und überreichten symbolisch einen Scheck. „Bei Pfarrei-Veranstaltungen wie der Oldie-Night, an Christi Himmelfahrt, beim Johannesfest und einer besonderen Kollekte kamen 1400 Euro zusammen“, berichtet Eva von Janta, Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Zeilsheim. Der Koch bedankte sich herzlich und informierte die Gemeinden über den Fortgang des Hilfprojekts in dem afrikanischen Land. Für die Hilfsorganisation ist Bildung der Schlüssel zur Entwicklung. Deshalb betreibt sie eigene Schulen und versorgt 19 staatliche Schulen in ländlichen Regionen mit Maismehl für eine tägliche Schulmahlzeit. „Das ist an strenge Bedingungen genküpft“, sagte Schwaderlapp: „Die Schulen müssen Kontrollen hinnehmen, die Lehrer Weiterbildungen besuchen“. Ferner will die Organisation die Sozialarbeit ausbauen und ein Internat betreiben. Durch häufige Präsenz von Vereinsmitgliedern vor Ort sei garantiert, dass die Spenden direkt den Bedürftigen zugute kämen. Das Spendenkonto lautet: Lobby für Uganda, Wiesbaden IBAN DE61 5109 0000 2501 9042 04. hn

Für die gute Sache überreichten (von rechts) Pfarrer Martin Sauer, Gemeindereferentin Claudia Lamargese und Eva von Janta symbolisch einen Scheck an Benedikt Schwaderlapp für ein Hilfsprojekt in Uganda. Foto: Michael Sittig

Für die gute Sache überreichten (von rechts) Pfarrer Martin Sauer, Gemeindereferentin Claudia Lamargese und Eva von Janta symbolisch einen Scheck an Benedikt Schwaderlapp für ein Hilfsprojekt in Uganda. Foto: Michael Sittig

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Termine der Katholischen Gemeinde

Termine der Katholischen Gemeinde

Eine-Welt-Verkauf
Am Sonntag, 7. Dezember, gibt es nach dem 11-Uhr-Gottesdienst in St. Dionysius wieder das Kirchcafé im Gemeindehaus. Außerdem besteht die Gelegenheit, fair gehandelte Waren wie Kaffee oder Kakao sowie von den Messdienern gebastelte Karten zu erwerben. Um 12 Uhr begeht die Kolpingfamilie dort zudem den Kolpinggedenktag mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Advent
Die „Jungen Alten“ von St Kilian treffen sich am Dienstag (9. Dezember) um 17.30 Uhr. Ihr Adventsfeier ist ein gemeinsames Essen im Nassauer Hof in Zeilsheim.
Am Mittwoch, 10., 15 Uhr, feiern die Besucher des Seniorennachmittags von St. Dionysius Advent im Gemeindehaus, am Abend des gleichen Tages der Frauenkreis (ab 19.30 Uhr). Am Donnerstag, 11. kommt der „Aktive Donnerstag“ um 15 Uhr zusammen, um eine Adventsfeier mit besinnlicher Andacht im Gemeindehaus St. Dionysius zu erleben.

Weihnachten
An Weihnachten gibt es folgende Gottesdienste:
Mittwoch, 24. Dezember, Heiligabend: 15 Uhr Krippenfeier in St. Kilian, 17 Uhr Familienchristmette in St. Dionysius. Donnerstag, 25. Dezember, 11 Uhr, Eucharistiefeier in St. Dionysius. Freitag, 26., 11 Uhr, Eucharistiefeier in St. Kilian.

Sternsingeraktion 2015
„Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ ist das Motto der diesjährigen Sternsinger-Aktion der katholischen Kirche. Zu einem Vorbereitungstreffen kommen die Kinder, die im Januar als Sternsinger unterwegs sein werden, am Freitag, 19. Dezember, 17 Uhr, in St. Dionysius zusammen. Wer ihren Besuch wünscht, muss sich bis 18. Dezember im Pfarrbüro (Telefon 37 34 39) melden und einen Termin vereinbaren. Die Sternsinger klopfen ausschließlich nach vorheriger Anmeldung an die Türen.

Fastnacht
Vor Beginn der Fastenzeit herrscht im Gemeindehaus St. Dionysius buntes Treiben.
Am Freitag, 6. Februar, nehmen die Katholiken sich, die Sindlinger und die Welt auf die Schippe. Die traditionelle Kappensitzung beginnt um 19.11 Uhr, Saalöffnung ist um 18.11 Uhr. Karten zum Preis von acht Euro sind ab dem 3. Januar bei Familie Schuhmann zu bekommen. Am Mittwoch, 11. Februar, 15.11 Uhr, bereiten Fastnachtsaktive älteren Bürgern mit einer Seniorensitzung närrische Stunden (Saalöffnung 14.11 Uhr). Der Eintritt kostet inklusive Kaffee und Kreppel fünf Euro. Karten gibt es in allen Seniorenclubs. Am Rosenmontag, 16. Februar, geht es ab 20.11 Uhr beim bunten Faschingstreiben / Rosenmontagsball nochmal hoch her. Der Eintritt kostet fünf Euro.
Auch St. Bartholomäus in Zeilsheim feiert in seinem Gemeindezentrum (Alt Zeisheim 18-20): am Donnerstag, 12. Februar, 19.11 Uhr Weiberfastnacht, am Samstag, 14. Februar, 20.11 Uhr Kappensitzung der Pfarrei.

Zeltlager
Vom 28. August bis 4. September 2015 bietet die Gemeinde eine Zeltlagerwoche auf dem Jugendzeltplatz „Königswald“ in Mömlingen (nähe Aschaffenburg) an. Es gibt zwei Gruppen im Alter von sieben bis 12 und 13 bis 16 Jahren. Die Teilnahme ksotet 150 Euro pro Kind, bei Geschwisterkindern 130 Euro pro Kind. Anzahlung bei Anmeldung: 50 Euro pro Kind. Anmeldungen nehment Familie Sittig, Allesinastr.aße 33, Telefon 069/ 37 43 78, und das Pfarrbüro,
Telefon 069/ 37 34 39, an. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2015.

Messdienerfreizeit
Vom 14. bis 15. März 2015 fahren die Messdiener von St. Dionysius/St. Kilian in die Jugendbegegnungsstätte Kloster Arnstein nach Obernhof im Westerwald. Viel Spaß, Freude und ein Überraschungsabend stehen auf dieser Kennlernfahrt auch auf dem Programm.
Weitere Infos und Anmeldeformulare gibt es im Pfarrbüro.

Jugendfreizeit
Eine Freizeit für Jugendliche von 16 bis 21 Jahren bieten St. Dionysius und St. Kilian in der ersten Woche der Sommerferien an (26. Juli bis 2. August). Sie führt nach Harlingen in Holland. „Wir werden fünf Tage lang auf dem Wattenmeer segeln und verschiedene Inseln anlaufen. Anschließend verbringen wir noch zwei Tage in Amsterdam“, schreibt Leiter Norbert Schulze in der Ankündigung. Die Teilnahme kostet 375 Euro, bei Anmeldung ist eine Anzahlung von 50 Euro fällig. Anmeldungen sind möglich unter den Nummern 0172 / 6615065, 069 / 30 06 08 09 oder per Mail an nschulze@svv-frankfurt.de.

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„Die sin net ganz dicht“

Meister-Park

„Die sin net ganz dicht“

Benefiz-Nachmittag für die Orangerie – Loblied auf die Mundart

„Gestatten: Fabian Sebastian Hampelmann“: Mit eleganter Geste lupft der Herr im roten Frack den Zylinder. Er ist befreundet mit Friedrich Stoltze, der zwei Tage zuvor seinen 198. Geburtstag feierte, und an dessen Stelle nach Sindlingen gekommen – „Was ja jetzt aach zu Frankfort gehöre due det“. Mundart-Rezitator Mario Gesiarz alias Hampelmann gibt Gedichte des Frankfurter Dichters, Schriftstellers und Journalisten zum besten, allen voran die Frankfurter Hymne, die Stoltze 1880 verfasst hat: „Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die so merr wie mei Frankfort gefällt, un es will merr net in mein Kopp enei“ – „wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“ beenden die etwa 80 Zuhörer das Loblied auf die Vaterstadt im Chor.
So nimmt ein vergnüglicher Nachmittag an einem besonderen Ort seinen Lauf. In der Orangerie, dem Wintergarten der Familie von Meister im Meister-Park, sitzen die Gäste dicht gedrängt zwischen hohen Grünpflanzen und unter weißen Tüchern. Die Stoffsegel unter dem Glasdach verbergen die schmuddelige Plane, die oben drüber liegt. Die Plane war ein Behelf. „Die sin halt net ganz dicht“, sagt Fabian Sebastian Hampelmann und bittet die Zuhörer, ordentlich zu spenden. Das Dach der Orangerie ist undicht. „Da an den Wänden läuft das Wasser runter“, zeigt Heinz Rahn auf die gelblichen Schlieren: „Bei starkem Regen steht es auf dem Boden“, erklärt der Leiter des Bistros Orangerie. Die Sonne hat im Lauf der Zeit den Kitt zermürbt. Das Glasdach müsste neu gefugt werden und eine neue Regenrinne bekommen, denn die alte ist porös wie ein Sieb. Doch der Träger der Drogenentzugseinrichtung Fachklinik Villa unter den Linden, der Deutsche Orden, will für die Reparatur dieses Nebengebäudes nicht aufkommen.
Dabei spielt es im Konzept der Klinik eine besondere Rolle. Patienten bietet das Café und Bistro, in dem zwei Köche und ein Bäcker arbeiten, die Möglichkeit einer Arbeitstherapie. Sindlinger schätzen es fürs Mittagessen und leckere Kuchen. So ist die Orangerie ein Ort, an dem Bürger und Patienten miteinander in Kontakt kommen. „Damit sollen Berührungsängste abgebaut werden“, erklärt Rahn. Aber wenn das Dach nicht repariert wird, ist über kurz oder lang Schluss damit. „Deshalb wollen wir versuchen, die nötigen schätzungsweise 5000 bis 7000 Euro selbst zusammen zu bringen“, sagt der Leiter.
Mario Gesiarz ist da gerne behilflich. Zusammen mit seinem Sohn Viktor am Knopf-Akkordeon richtete er als Mundart-Theater Rezi*Babbel den Benefiz-Nachmittag aus. In schönstem Frankfurter Dialekt zitierte der Sindlinger Gedichte von Stoltze, dessen Sohn Adolf und Karl Ettlinger. Er sang ein Loblied auf die Mundart, die so viel „weicher, wärmer und farbiger“ ist als Hochdeutsch mit ihrer gold-gele Butter, quitte-gelen Hemden, mit Differenzierungen wie blütenweiß und käseweiß, gritzegrau, blitzeblau, glockehell und windelweich. Schier unerschöpflich ist die Fundgrube an Schimpf- und Koseworten, die der Duden nicht kennt. Dazu gab Gesiarz Anekdoten zum besten wie die vom Frankfurter Dom, der zwar so heißt, aber keiner ist, später weihnachtliche Texte und als Zugabe ein Theaterstück für fünf Personen, die er alle selbst darstellte. Die Zuhörer genossen diesen Nachmittag zum Schmunzeln. Bleibt zu hoffen, dass sie das Spendenschwein ordentlich fütterten und sich auch für die übrige Summe Spender finden, damit der schöne Wintergarten weiterhin genutzt werden kann. hn

Als „Fabian Sebastian Hampelmann“ unterhielt Mario Gesiarz die Gäste des Benefiz-Nachmittags in der Orangerie. Viktor Gesiarz spielte dazu Klezmer und Swing auf dem Akkordeon. Foto: Michael Sittig

Als „Fabian Sebastian Hampelmann“ unterhielt Mario Gesiarz die Gäste des Benefiz-Nachmittags in der Orangerie. Viktor Gesiarz spielte dazu Klezmer und Swing auf dem Akkordeon. Foto: Michael Sittig