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Sindlinger Monatsblatt Juni 2015

Die Ausgabe Juni 2015 des Sindlinger Monatsblatt steht hier zum Download bereit:

Sindlinger Monatsblatt Juni 2015


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Hier ist was los – Juni

Hier ist was los

Musik uff de Gass
Am Samstag, 6. Juni, spielen 13 Gruppen an verschiedenen Stellen in Sindlingen ganz unterschiedliche Arten von Musik. Außerdem gibt es Tanz- und Theatervorführungen.

Frauenfrühstück
Zum Frauenfrühstück lädt das Kinder- und Jugendhaus am Donnerstag, 11. Juni, ab 10.30 Uhr ein.

Jahrmarkt
Die Ludwig-Weber-Schule verwandelt sich bei ihrem Schulfest am Samstag, 13. Juni, in einen bunten Jahrmarkt. Dank der Unterstützung durch das Kinder- und Jugendhaus, die Freiwillige Feuerwehr, den Arbeiter-Samariter-Bund und viele Eltern finden Besucher von 12.30 bis 17 Uhr auf dem Schulgelände am Paul-Kirchhof-Platz 13 viele Aktionen, Attraktionen und Spiele vor. Für Essen und Trinken wird ebenfalls gesorgt.

Festkonzert
Mit einem Festkonzert am Samstag, 13. Juni, feiern der Männerchor des Gesangvereins Germania und sein Dirigent Hans Schlaud ihr 50-jähriges gemeinsames Schaffen. Es beginnt um 19 Uhr im Höchster Bikuz, Michael-Stumpf-Straße 2.

Treppenhauskunst
Verschiedene Formen von „Kunst im Treppenhaus“ zeigt das Kinder- und Jugendhaus am Freitag, 19. Juni. Aus- und Vorstellungen sind in der Sindlinger Bahnstraße 124 von 16 bis 18 Uhr zu erleben.

Die Allesinastraße
Vielleicht war sie einst eine Art „Sindlinger Zeil“: Die Allesinastraße wurde beherrscht von pulsierenden Geschäften und Handwerksbetrieben. Was ist davon geblieben? Einen Rückblick auf den Wandel dieser Straße liefert am Montag, 22. Juni, ab 19.30 Uhr Dieter Frank mit einem Lichtbildervortrag im evangelischen Gemeindehaus. „Die Allesinastraße – Vom Wandel einer Sindlinger Lebensader“ ist er überschrieben.


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Wie wär’s mit dem jungen Schlaud?

GV Germania

„Wie wär’s mit dem jungen Schlaud?“

Vor 50 Jahren leitete der Dirigent die erste Singstunde des Männerchors

Von Heide Noll

Germania Maenner Chor TITELBILD

„Der Männerchorgesang bedeutet mir ein großes Glück, weil ich den Klang sehr liebe“, sagt Hans Schlaud. Und zwar von Kindheit an. Deshalb übernahm er 1962 mit 17 Jahren seinen ersten Chor, bald zwei weitere und 1965, als Zwanzigjähriger, einen vierten: die Germania Sindlingen. Das 50-jährige Miteinander würdigen Chor und Dirigent mit einem großen Festkonzert am Samstag, 13. Juni.
1965. Werder Bremen wird deutscher Fußballmeister, im Kino läuft der erste Italo-Western, Bob Dylan singt „Like a Rolling Stone“, die Beatles geben ihr fünftes Album „Help“ heraus und in Sindlingen betritt Hans Schlaud zum ersten Mal das Gasthaus Bayerischer Hof in der Allesinastraße, um eine Singstunde des Gesangvereins Germania zu leiten.
Anlass ist ein Todesfall. Germania-Dirigent Walter Kühn stirbt 1965 überraschend und der Chor ist ratlos. Bei einer Versammlung im Vereinslokal fragt Vorsitzender Hans Schwenk: „Kameraden, was machen wir?“ Da steht ein betagter Sänger auf und sagt „Wie wäre es denn mit dem jungen Schlaud?“
Dessen Vater Franz Schlaud ist sozusagen Lokalmatador, komponiert selbst, leitet drei erfolgreiche Chöre in Schwanheim und hat Verwandtschaft in Sindlingen. Aber er steht nicht zur Verfügung. Der „junge Schlaud“ dagegen hat noch Kapazitäten frei und man hat Gutes gehört. Er leitet bereits drei Chöre, darunter den Sindlinger Bruderverein Arion. Er studiert Chorleitung an der Musikhochschule in Mainz und in Frankfurt, und er sagt zu. Probe-Dirigate, wie sie heute üblich sind, gibt es nicht. Der Vorstand engagiert Hans Schlaud vom Fleck weg als Dirigenten und stellt ihn in der erste Singstunde vor: „Das ist jetzt der Chorleiter“.

Ein Mann, ein Chor: Hans Schlaud dirigiert seit 50 Jahren den Gesangverein Germania. Foto: Michael Sittig

Ein Mann, ein Chor: Hans Schlaud dirigiert seit 50 Jahren den Gesangverein Germania. Foto: Michael Sittig

Woche um Woche, Jahr um Jahr steht er fortan jeden Donnerstag vor den Männern. Etliche sind so jung wie er, viele älter. 50 Jahre lang arbeitet Hans Schlaud, der in Bierstadt lebt, mit der Germania zusammen. Große Konzerte geben sie, engagieren Star-Solisten, unternehmen Sängerreisen und holen bei Wettbewerben zahlreiche Preise. Die Sänger gratulieren ihrem Leiter schon bald zum Staatsexamen zum Diplom-Kapellmeister. Zusätzlich absolviert er am Salzburger Mozarteum die Sommer-Akademie und macht sich auch international einen Namen. In seinen Hochzeiten leitet er zwölf Gruppen gleichzeitig. Er formt sogar aus mehreren seiner Gesangsvereine einen Konzertchor, um zu zeigen, dass man auch mit einer großen Menge an Sängern gute Qualität an Musik bieten kann.
Dann setzt das Sterben der Männerchöre ein. Von vier Sindlinger Chören überlebt nur die Germania – sicher auch wegen Hans Schlaud. Mit zunehmendem Alter trennt er sich von weiteren Gruppen. Heute leitet er noch vier, denen er sich verbunden fühlt. „Mit der Germania ist es mir eine besondere Freude, weil ich so lange schon hier bin und sich wirkliche Freundschaft entwickelt hat. Ich bin mit fast allen per Du. Es ist kein distanziertes Verhältnis vom Chorleiter zu den Sängern“, sagt der Siebzigjährige. Außerdem sei der Chor heute „sängerisch besser denn je. Er singt gepflegter und beherrscht die hohe Kunst des piano. Das trägt und klingt“, schwärmt Hans Schlaud und empfindet dabei einen „gewissen Stolz“. Denn nur noch wenige aus den Reihen der Germania haben das Singen woanders gelernt. Die meisten verdanken ihr Können Hans Schlaud.

 

Festlicher Abend im Bikuz

Die 50 gemeinsamen Jahre begehen Hans Schlaud und der Männerchor Germania Sindlingen am Samstag, 13. Juni, ab 19 Uhr im Bikuz (Michael-Stumpf-Straße 2) mit einem Festkonzert. Das Programm bildet einen Querschnitt dessen, was sich die Sänger im Lauf der Jahre angeeignet haben: klassische Komponisten, Opernchöre, kirchliche Lieder, aber auch Schlager und Evergreens. Bereichert wird das Programm durch die junge Sopranistin Hanna Ramminger als Solistin. Karten zu 18 Euro gibt es im Vorverkauf bei Samen-Schlereth in der Farbenstraße (Telefon: 37 29 54) und ab 18 Uhr an der Abendkasse. Um 18 Uhr eröffnet in der Cafeteria auch ein kleiner Ausschank mit Sekt, Wein und Orangensaft. In der Pause erhalten die Besucher dort belegte Brötchen und Snacks, hinterher ist Gelegenheit zum gemütlichen Ausklang.


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Schöne Stunden im Garten und an der Trompete

90. Geburtstag

Schöne Stunden im Garten und an der Trompete

Franz Huthmacher ist der letzte lebende Enkel des Bürgermeisters Huthmacher

Seit 90 Jahren lebt Franz Huthmacher in Sindlingen. Er ist der letzte lebende Enkel des früheren Bürgermeisters Huthmacher. Dadurch ist er mit dem halben Ort verwandt. Sein Großvater Franz-Joseph Huthmacher (1850 bis 1925) und dessen Frau Elisabeth, geborene Nix, hatten 13 Kinder und 40 Enkel.
Zehn Enkel stammen aus der Verbindung von Andreas Huthmacher und seiner Frau Katharina. Franz war der jüngste davon. Sein Vater starb nur fünf Jahre nach seiner Geburt. Die Mutter führte ein Haushaltswarengeschäft in der Farbenstraße. „Es hieß allgemein nur „Dibbe-Huthmacher“, erzählt der Jubilar. Als Kind half er in der kleinen Landwirtschaft, die die Familie zusätzlich betrieb.
Nach der Schulzeit in der Meister-Schule lernte er ab 1939 bei der Firma Biriniger in Höchst Schlosser. Mit 17 Jahren erhielt er den Gesellenbrief, arbeitete aber nicht weiter, sondern wurde Soldat. Arbeitsdienst, dann die Panzernachrichtenabteilung in Weimar, schließlich die Front in Bessarabien im heutigen Rumänien führten ihn weit weg von der Heimat. Mit 19 Jahren geriet er in russische Gefangenschaft. „Hunger und Elend – Das war keine schöne Jugendzeit“, sagt er und schaudert noch heute, wenn er daran zurückdenkt.
1948 durfte er heimkehren. Franz Huthmacher arbeitete als Schlossergeselle und machte den Meisterbrief. Schließlich wechselte er in die wieder aufblühenden Farbwerke. „Das war ein schönes Arbeiten dort“, sagt er. Abends stand er häufig in seiner eigenen Werkstatt und betrieb ein Nebengeschäft. „Viele Sindlinger Tore habe ich gemacht“, sagt er; Beispiele seines Könnens zieren auch sein eigenes Haus in der Zehnthofgasse. 1953 heiratete er Marianne Fischer in der nur wenige Meter entfernten Kirche St. Dionysius. 1955 kam der erste Sohn Hubert zur Welt, 1956 Tochter Gertrud, 1961 Sohn Berthold. Der Jüngste war auch der Anlass dafür, dass Franz Huthmacher in den 70-er Jahren ein altes Hobby wieder aufgriff. „Ich habe als Kind gern und gut Trompete gespielt“, berichtet er. Nach dem Krieg war das Instrument weg. Doch als Sohn Berthold Interesse äußerte, bekam er eine Trompete geschenkt. Als das Interesse später nachließ, „erbte“ Franz Huthmacher das gute Stück und fing wieder an zu spielen. „Es war alles noch da“, erinnert er sich an die ersten Versuche. Bald schon fand er Mitstreiter und gründete mit ihnen das Kolping-Blasorchester, das er 30 Jahre lang leitete.
Als fördernde Mitglieder unterstützen Huthmachers die Sängerlust und die Freiwillige Feuerwehr. In guter Erinnerung geblieben sind ihre „Scheunenfeste“: Zu besonderen Anlässen verhängte Franz Huthmacher die Wände seiner Arbeitsscheune mit Vorhängen, stellte Tische und Bänke auf, und schon fanden große Festgesellschaften Platz – sei es die Familie (etwa beim „Fischerfest“ 2011 – alle Mitglieder der Familie Fischer) oder der Verein (die Kolping-Musiker). Heute ist er 90, sie 85 und die Vorbereitung für solche Großveranstaltungen fällt schwerer. „Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß“, bedauert Franz Huthmacher. Radfahren will er aber auch nicht, das ist ihm zu gefährlich. Deshalb hat er einen Kleinwagen gekauft, mit dem er nahezu täglich zum Garten in den Wingerten zu seiner „Datscha“ fährt. „Der Garten ist mein A und O. Da bin ich aber erst nach der Pensionierung vor 30 Jahren drauf gekommen“, erzählt er. Die körperliche Arbeit kann er nach wie vor gut bewältigen. „Es geht alles gut. Bis auf die Knie ist alles bestens“, sagt er. Luft hat er auch noch genügend, um fast jeden Tag Trompete zu spielen. Zum Geburtstag gratulierten drei Kinder, sieben Enkel und vier Urenkel, dazu viele Freunde, Bekannte und entfernte Verwandte aus der Bürgermeisterlinie. hn

Franz Huthmacher spielt auch mit 90 Jahren noch Trompete. Er war Gründer und Leiter des Kolping-Blasorchesters. Foto: Michael Sittig

Franz Huthmacher spielt auch mit 90 Jahren noch Trompete. Er war Gründer und Leiter des Kolping-Blasorchesters. Foto: Michael Sittig

Großfamilie: Bürgermeister Franz Joseph Huthmacher und seine Frau Elisabeth in der Bildmitte, umgeben von Kindern, Enkeln und Urenkeln.

Großfamilie: Bürgermeister Franz Joseph Huthmacher und seine Frau Elisabeth in der Bildmitte, umgeben von Kindern, Enkeln und Urenkeln.


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Serie Handel, Handwerk und Gewerbe: Sindlinger Getränkestraße

Serie Handel, Handwerk und Gewerbe: Alles für den kühlen Schluck

Die Getränkestraße hat sogar Zapfanlagen auf Lager

Sindlingen hat seinen Einwohnern einiges an Geschäften und Dienstleistungen zu bieten. In einer Serie stellen wir die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe (FHHG) vor. Heute: Sindlinger Getränkestraße

Wenn die steigenden Temperaturen Durst auf kühle Getränke machen, kann Lahdo Kakur leicht Abhilfe schaffen. Der Inhaber der „Getränkestraße“ verleiht selbstkühlende Zapfanlagen für Faßbierfreunde. „Das wird im Sommer gut nachgefragt“, berichtet er.
Seit 2011 versorgt der Neunundzwanzigjährige die Sindlinger mit Getränken. Kisten voller Wasser, Bier und Limonaden in vielen verschiedenen Sorten, angesagter Mischgetränke und Säfte stapeln sich im Verkaufsraum und den Lagern. Ausgebildet ist er als Mechaniker. Als aber sein Onkel, ein Großhändler, erfuhr, dass Mladen Dautovic einen Nachfolger für die „Getränkestraße“ suchte, riet er seinem Neffen dazu, sich als Quereinsteiger selbständig zu machen. Das hat ganz gut geklappt, sagt Kakur bescheiden. Reich werde man nicht, die Konkurrenz ist groß. Aber er kann auf etliche Stammkunden zählen, darunter Vereine wie den Turnverein, den Gesangverein Germania, den Fußballclub Viktoria oder die katholische Gemeinde. Dass Kunden von der Bahnstraße aus in die „Getränkestraße“ direkt hineinfahren können, sei ein Vorteil. Ihnen die vollen Kästen in die Kofferräume zu heben, gehört zum Service. Anschließend fahren sie auf der anderen Seite, zur Küferstraße, wieder weg. „Dieser ‚Drive-in‘ hat sich bewährt“, sagt Lahdo Kakur.
Gleichwohl werde der Lieferservice immer wichtiger. „Ab zwei Kisten liefern wir und tragen sie auch hoch in obere Stockwerke“, sagt er. Das kostet lediglich einen Euro Aufschlag pro Kasten.Vor allem ältere Kunden nutzten dieses Angebot dankbar. Die freundlichen Männer von der Getränkestraße nehmen dann auch das Leergut wieder mit.
Außerdem liefern sie alles, was für eine kleine oder größere Feier nützlich ist. Die Getränkestraße verleiht Biertischgarnituren, Stehtische, Bier- und Apfelweingläser und große Schirme. Und natürlich die selbstkühlenden Zapfanlagen für Fässer ab 30 Litern. hn

Die Getränkestraße in der Bahnstraße 25a ist montags, dienstags, donnerstags und freitags durchgehend von9 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs und samstags von 9 bis 14.30 Uhr.

Für jeden Durst das passende Getränk im Sortiment hat Lahdo Kakur, Inhaber der Getränkestraße. Foto: Michael Sittig

Für jeden Durst das passende Getränk im Sortiment hat Lahdo Kakur, Inhaber der Getränkestraße. Foto: Michael Sittig


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Änderungen bei der SPD

Änderungen bei der SPD

Einige Änderungen hat die Sindllinger SPD auf ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen. Das Amt des Kassierers musste Joachim Hübner aus gesundheitlichen Gründen leider abgeben. Der Vorstand dankte dem hauptberuflichen Buchhalter sehr für sein Engagement und seine stets vorbildliche Kassenführung. Der auch bei der Arbeiterwohlfahrt Aktive wird dem Ortsverein aber weiterhin mit Rat und Tat beiseite stehen. In seine Fußstapfen tritt Rolf Stastny, der seit drei Jahren im Vorstand aktiv ist. Außerdem in den Vorstand berufen wurden Philippe Grun, der von seinem langjährigen Einsatz in Zeilsheim sozusagen heimgekehrt ist, sowie Wolfram Kremer, der vielen als Schauspieler und als Sindlinger Original bekannt ist. Die SPD sieht sich damit gut aufgestellt mit einer gesunden Mischung aus dem Norden und dem Süden des Stadtteils. Neben den Wahlen standen die Aktivitäten bis hin zur Kommunalwahl 2016 auf der Tagesordung. ph


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Kinder lieben die Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Sindlingen

Kinder lieben die Feuerwehr

Der „Tag der offenen Tür“ dient nicht zuletzt der Nachwuchswerbung

Ob das gut geht? Mit einer großen Zange greift Torsten Shreeman nach einem rohen Ei. Er war früher Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sindlingen und ist nun aus seinem neuen Wohnort extra zum Tag der offenen Tür gekommen, um alte Freunde zu treffen. Die animierten ihn zum Geschicklichkeitsspiel mit dem Rettungsspreizer. Das ist ein Gerät, mit dem sich bis zu 30 Tonnen Gewicht auseinander drücken lassen. „Trotzdem muss man damit feinfühlig arbeiten können“, sagt Wehrführer Sven Sommerschuh. Wenn direkt hinter der Tür eines Autowracks ein eingeklemmter Verletzter liegt, hantieren die Helfer mit dem Spreizer so behutsam, als ob es gälte, ein rohes Ei zu packen.
Genau das durfte jeder Besucher an Himmelfahrt versuchen. Torsten Shreeman packt das Ei, verstärkt den Druck, bis er es mit der Zange anheben kann, bugsiert es von einem Pylon zum anderen und setzt es vorsichtig wieder ab. Fast gelungen – nur ein leichter Riss durchzieht die Schale. Andere waren weniger geschickt, wie ein Blick auf die zerbrochenen Eier am Boden zeigt.
Noch weitere Mitmach-Stationen hatten die etwa 20 Mitglieder der Einsatzabteilung, zwölf Mitglieder der Jugendfeuerwehr und ihre Verwandten und Freunde auf dem Feuerwehrgelände am Kreisel aufgebaut. Kinder und Erwachsene konnten üben, Flammen mit einem Feuerlöscher zu löschen. Kinder vergnügten sich in der Rollenrutsche und als Passagiere in einem der beiden großen Löschfahrzeuge, das mit ihnen eine Runde durch den Ort drehte. Davor oder danach gab’s Pommes oder Popcorn, Kuchen oder etwas Deftiges vom Grill, dazu die passenden Getränke. Der Tag der offenen Tür ist für viele Besucher eine schöne Gelegenheit, den Feiertag im Freien zu verbringen. Die Gastgeber bewirteten sie aufs Beste, blieben selbst aber immer einsatzbereit, betont Sommerschuh.
„Der Tag der offenen Tür ist für uns die wichtigste Gelegenheit zur Darstellung und zum Dialog“, sagt Sascha Fölsing, Vorsitzender des Fördervereins der Sindlinger Feuerwehr. Außerdem dient er der Nachwuchswerbung. „Vor allem Kinder mögen das, die Feuerwehr zum Anfassen“, weiß Fölsing. Das bestätigt Angelika Bronja, die in der Nachbarschaft wohnt. Ihre kleine Tochter Anna bastelt hingebungsvoll Feuerwehrautos aus Pappe. „Sie mag die Feuerwehr“, sagt sie. Ähnlich ist das bei Lars Thiessens Söhnchen Maximilian. „Feuerwehrpolizei“ plappert der Zweijährige, während er im Gerätehaus sitzt und begeistert Kuchen isst.
Andere kommen über ihre Männer zur Feuerwehr. „Wir sind 1982 als passive Mitglieder eingetreten“, sagen Emmi Dreher und Tochter Inge Sommerschuh. Emmi Drehers Mann war Mitglied der Berufsfeuerwehr, ihr Enkel Sven Sommerschuh ist heute der Sindlinger Wehrführer. Daneben gibt es den „Mitbringeffekt“. „Ich bin durch einen Freund zum Mitmachen in der Jugendfeuerwehr überredet worden“, sagt Melanie Schmidt. „Ich auch“, nickt Laurin Decker. Die schöne Gemeinschaft gefiel den beiden jungen Leuten so gut, dass sie dabei blieben. Nun sind sie 17 geworden und in die Einsatzabteilung übernommen worden. Sie absolvieren an Wochenenden und abends unter der Woche eine Grundausbildung und rücken anschließend mit aus, wenn die Feuerwehr gerufen wird.
Auch Stefan Rühmkorf ist erst vor kurzem zu den Erwachsenen gewechselt. Er kam vor vielen Jahren durch einen Tag der offenen Tür auf den Geschmack. „Unser Sohn war nach dem Besuch so begeistert, dass er danach unbedingt zur Feuerwehr wollte“, erzählt Lydia Rühmkorf. Ebenso seine kleine Schwester. Ab zehn Jahren können Mädchen und Jungen in die Jugendfeuerwehr eintreten. Montags ab 18 Uhr ist Übungsabend im Gerätehaus. „Im Sommer gehen wir aber meistens raus, etwa auf die Mainwiesen“; sagt der neue Jugendfeuerwehrleiter Stefan Ade.

Gewusst wie, dann ist das Bedienen des Feuerlöschers kinderleicht, demonstriert Lisa.

Gewusst wie, dann ist das Bedienen des Feuerlöschers kinderleicht, demonstriert Lisa.

Wenn ich groß bin, werd ich Feuerwehrmann! Alexander übt schon mal mit Helm.

Wenn ich groß bin, werd ich Feuerwehrmann! Alexander übt schon mal mit Helm.

Anna findet die Feuerwehr toll.

Anna findet die Feuerwehr toll.

Mit Gefühl packt Torsten Shreeman das rohe Ei mit dem Rettungsspreizer.

Mit Gefühl packt Torsten Shreeman das rohe Ei mit dem Rettungsspreizer.


Jun
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So schmeckt die Welt: Sommerfest der ISF

So schmeckt die Welt: Sommerfest der ISF

Thailand neben der Türkei, Sushi, Sandwiches und Süßigkeiten aus Brasilien, Tamales aus Mexiko und Currys aus Malaysia: „Taste the world“, „Schmecke die Welt“, lautete das Motto des Sommerfests der Internationalen Schule Frankfurt-Rhein-Main (ISF). Eltern, viele in ihren Landestrachten, hatten Spezialitäten ihrer Heimatländer vorbereitet und richteten ein internationales Buffet aus. Ihre Kinder beteiligten sich je nach Neigung an einer „Science Fair“ genannten Ausstellung naturwissenschaftlicher Projekte, am umfangreichen Sportprogramm oder am kulturellen Programm in der Aula. Dort spielte ein Streichkonzert Klassik, Schüler veranstalteten eine Talentshow und anschließend faszinierten koeranische Trommler mit einem packenden Auftritt. Wie jedes Jahr gab es eine Tombola, deren Erlös für eine befreundete Schule in Kenia bestimmt ist. Außerdem wurde um Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal gebeten. Mit dem Sommerfest feiern die rund 900 Schüler mit ihren Eltern, Verwandten, Freunden und den Lehrern das nahe Ende des Schuljahres.


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Theater, Licht und Tratsch: Kunst im Treppenhaus

Theater, Licht und Tratsch: Kunst im Treppenhaus

Die Mitarbeiter des Kinderbereiches des Kinder- und Jugendhauses/Abenteuerspielplatz präsentieren am Freitag, 19. Juni, von 16 bis 18 Uhr ein einmaliges Kunstereignis im Treppenhaus der Sindlinger Bahnstraße 124.
Die Besucher erwartet „Hilfe zur Selbsthilfe“, wenn die Frage geklärt werden soll, was Kunst eigentlich ist. Zu einem gemeinsamen Kunstwerk kann ebenso Hand angelegt werden. Licht als Kunstelement nimmt einen breiten Raum in dieser Ausstellung ein. Gezeigt werden außergewöhnliche Beispiele von Licht-Graffiti-Bildern. Visuelle Natureindrücke, die den Besucher zunächst ratlos hinterlassen werden, spiegeln unseren Alltag in einer kleinen Performance allzu deutlich wider.
Um 16.30 Uhr und 17.30 Uhr führen junge Künstler Theater in einer ganz besonderen Kunstform auf. Zu musikalischer Untermalung werden improvisierte Theaterelemente über „Macht und Ohnmacht“ dargestellt. „Tratsch im Treppenhaus“ – ein Spektakel, das dem Zuhörer die Dimension von Redeschwall und Schweigeminute aufzeigt, ist ein weiterer Höhepunkt der „Treppenhauskunst“.
Während der ganzen Zeit gilt nach wie vor: „Kunst nimmt keine Rücksicht“ (Überraschungen nicht ausgeschlossen!) Der Eintritt ist frei. cg


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In der Bücherei

In der Bücherei

Jane Austen
Ob „Stolz und Vorteil“ oder „Verstand und Gefühl“: Nach 200 Jahren erleben die Gesellschafts-Romane der englischen Pfarrerstochter Jane Austen ein überwältigendes Comeback. Der Förderverein Buchstütze und das Bürgerinstitut widmen ihrem Leben und Werk am Freitag, 5. Juni, ab 19 Uhr einen Vortragsabend in der Stadtteilbibliothek, Sindlinger Bahnstraße 124. Der Eintritt ist frei.

Internet-Einführung
Am Donnerstag, 25. Juni, bietet die Stadtteilbücherei eine Einführung ins Internet an. Von 9 bis 10.45 Uhr lernen Interessierte die Grundlagen kennen, von 11 bis 12.45 Uhr den Umgang mit E-Mails. Anmeldung unter der Nummer 37 27 24.

Nilpferd auf Reisen
Kinder ab vier Jahre können am Mittwoch, 10. Juni, Zilly in die Ferien begleiten. Sie verwandelt sich in eine Krake und ihren wasserscheuen Kater in einen Fisch. Das Buch „Zilly macht Ferien“ von Korky Paul und Valerie Thomas steht im Mittelpunkt der Vorlesestunde mit Kreativaktion ab 15.30 Uhr mit Lesefreundin Renate Donges-Kaveh
Am Mittwoch, 24. Juni, geht „Olli Nil auf Weltreise“. In dem Buch von Beate und Michael Schober überlegt sich die Nilpferddame beim Planschen in der Badewanne, wie wohl andere Tiere baden und beschließt zu verreisen. Auch hierzu gibt es eine Kreativaktion mit Renate Donges-Kaveh. Beginn ist um 15.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek, Sindlinger Bahnstraße 124.