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Sindlinger Monatsblatt März 2015

Die Ausgabe März 2015 des Sindlinger Monatsblatt steht hier zum Download bereit:

Sindlinger Monatsblatt März 2015

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Fastnacht am Rande der Werksmauer

Fastnacht am Rande der Werksmauer

Glenn Anderson, sein mit Kamera bestückter Multicopter und ein damit entstandenes Bild

Glenn Anderson, sein mit Kamera bestückter Multicopter und ein damit entstandenes Bild.

Ein Mann und seine Drohne: Glenn Anderson hat während des Kinderfastnachtszugs Sindlingen von oben aufgenommen, Michael Sittig hat wiederum ihn fotografiert und alles in Form einer Fotomontage zusammen gebracht.
Leben am Rand der Werksmauer, Alltag im Schatten der chemischen Industrie – Die Luftaufnahme zeigt, wie nah sich Sindlingen und der Industriepark Höchst kommen. Das hat für das Leben im Stadtteil Vor- und Nachteile. Ein Vorteil sind die Zuwendungen, die die Betreibergesellschaft Infraserv regelmäßig an Vereine und Institutionen ausschüttet. Ein weiterer sind persönliche Beziehungen, wie etwa die Übernahme der Schirmherrschaft beim Ranzenbrunnenfest oder das Mitwirken in der Jury, die am Rosenmontag die schönsten Kindergruppen beim Fastnachtszug prämierte – der sich auf dem Foto gerade durch die Bahnstraße bewegt. Fotograf Anderson hat das Bild mit Hilfe einer Drohne gemacht, an der eine Videokamera angebracht war. Den Film vom Fastnachtszug gibt es hier auf Youtube zu sehen: Glenn Andersons Film zum Kinderfaschingsumzug.
Nachteile der Nähe zum Industriepark sind die Gerüche der Entsorgungsanlagen, die sich entlang der westlichen Werksmauer aneinanderreihen und bei Ostwind vor allem den Bewohnern werksnaher Straßen wie dem Lachgraben übel aufstoßen, und die Einschränkungen, die potenziell gefährliche Produktionsanlagen für die Entwicklung des Stadtteils mit sich bringen. Die so genannte Seveso-Richtlinie wird gerade neu verfasst, welche Auswirkungen das auf mögliche Neubaugebiete haben wird, ist noch nicht bekannt. Die Fastnachter im Stadtteil ließ das aber alles kalt. Sie feierten die fünfte Jahreszeit bei diversen Partys, Bällen und Feten (Berichte und Fotos im Blatt) so ausführlich, wie es sich für eine Ortschaft in der Nähe der Fastnachtshochburg Mainz gehört. hn

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Reichlich Gelegenheit zum Feiern

Fastnacht

Reichlich Gelegenheit zum Feiern

Partys, Ball und eine Fete

Maskiert, geschminkt und in ausgefallenen Kostümen zeigten sich die Narren beim Rosenmontagsball im katholischen Gemeindehaus St. Dionysius. Fotomontage: Michael Sittig

Maskiert, geschminkt und in ausgefallenen Kostümen zeigten sich die Narren beim Rosenmontagsball im katholischen Gemeindehaus St. Dionysius. Fotomontage: Michael Sittig

Fastnacht fand in Sindlingen nicht nur in den Vereinen und beim Kinderumzug statt. Mehrere weitere Veranstaltungen gaben Narren Gelegenheit, ihre Kostüme auszuführen.
So hatten erstmals die Motorradfreunde Rosettis zu einer Faschingsfete auf ihr Gelände an der Allesinastraße eingeladen. „Früher hat die Feuerwehr so eine Party ausgerichtet. Das ist vorbei und es wurde allgemein bedauert, dass es am Fastnachtswochenende in Sindlingen nichts mehr gibt“, sagt Joachim Städtler von den „Rosettis“. Also wagten die Motorradfreunde den Versuch. Sie öffneten ihr Vereinsheim am Fastnachtssamstag, so dass alle, die sich den Umzug in Hattersheim angesehen hatten oder dort mitgelaufen waren, gleich weiterfeiern konnten. Bei Stimmungsmusik, Getränken und belegten Brötchen ging die Rechnung auf. „Jung und Alt waren da, es war eine schöne Stimmung und die Hütte war proppenvoll“, berichtet Andreas Beyer. Deshalb soll das nächstes Jahr wiederholt werden.
Am Rosenmontag brauchten die Sindlinger nach dem Kinderumzug ebenfalls nicht nach Hause zu gehen. Während Feuerwehrleute zusammen mit Mitgliedern des Karnevalvereins die Halteverbotsschilder entlang des Zugwegs einsammelten, bewirteten Mitglieder des Fußballclubs Viktoria Närrinnen und Narren im Feuerwehrhaus. Dort fand dann auch die Preisverleihung statt. „Es geht eben nur zusammen“, sind sich Fußballer, Feuerwehrleute und Fastnachter einig.
Abends wartete mit dem Rosenmontagsball im katholischen Gemeindezentrum St. Dionysius ein weiterer Fastnachtshöhepunkt. Bis spät in die Nacht hinein ging es dort rund, wie üblich waren die meisten Besucher aufwendig kostümiert, viele auch maskiert.
Für Kinder endete der Fasching am Dienstag mit einer Party im Kinderhaus. Sie stand unter dem Motto „Geisterhaus“, entsprechend war das Gebäude mit Gespenstern, Lichtern und diversen Fastnachtsartikeln geschmückt. Es gab eine Geisterhausdisco, einen Kreativraum, ein Schminkzimmer und eine „Cantina“ für das leibliche Wohl, berichtet Christian Bauer von der kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Mehr als 90 Gäste kamen zu der Feier, darunter zwei Gruppen aus Kindereinrichtungen des Stadtteils. Die Kindergarde „Tanzkäfer“ des Sindlinger Karnevalvereins tanzte zur Eröffnung. Die Besucher waren so begeistert, dass sie laut Zugaben forderten. Diese meisterten die jungen Tänzerinnen hervorragend. Schließlich wurden sie mit einem dreifachen „Sindlingen – Helau“ aus der Kinderdisco entlassen. Anschließend stümten die zum Teil aufwendig und originell verkleideten Kinder die Tanzfläche und hüpften zu Faschingshits herum. Ruhiger ging es in der Kreativrunde mit Meike Bartelt zu. Die freie Mitarbeiterin des Kinderhauses bastelte mit Drei- bis Elfjährigen wunderschöne Dinge. Bei etlichen Gemeinschaftsspielen kam keine Langeweile auf. Stop-Tanz mit Grimassen, Limbo-Tanz, Luftballon-Schlacht, Zeitungstanz, Polonaise und die Prämierung des schönsten Kostüms sorgten für beste Unterhaltung. Das Team des „Kinder- und Jugendhaus Sindlingen“ dankt auf diesem Wege allen Beteiligten für das Gelingen des schönen Festes und freut sich auf nächstes Jahr. hn/simobla

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Hier ist was los – März 2015

Hier ist was los

Frankfurter Liebespaare
Paris, Stadt der Liebe? Da kann Frankfurt locker mithalten. Die Mainmetropole war nämlich schon immer ein wichtiger Schauplatz großer Gefühle. Frankfurt ist voller Liebesgeschichten und Orte, an denen sie sich abspielten. Silke Wustmann, Historikerin und ausgewiesene Fachfrau in Sachen Stadtgeschichte, erzählte Romantisches und Tragisches aus 1200 Jahren Stadtgeschichte. Sie liest am Freitag, 6. März, im evangelischen Gemeindehaus aus ihrem Buch „Frankfurter Liebespaare“. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Versammlung
Seine Jahresmitgliederversammlung hält der Fußballclub Viktoria am Freitag, 6. März, in seinem Vereinsheim ab. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Reinigungstag
Frühjahrsputz am Main und in den Straßen: Der Vereinsring bittet am Samstag, 7. März, von 10 bis 12 Uhr zum Sindlinger Reinigungstag. Treffpunkte sind die TVS-Halle und das Viktoriaheim am Kreisel.

Taunuseisenbahn
Über die Anfänge der Taunuseisenbahn spricht Bernhard Hager am Montag, 16. März, beim Sindlinger Geschichtsverein. Sein Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde(Gustavsallee). Der Eintritt ist frei. df

Kinderkino
Das Kinderhaus zeigt am Freitag, 20. März, 15 Uhr, den Film „Ernest und Célestine“. Er ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet, der Eintritt kostet 50 Cent.

Bücher-Essen
„Bücher-Essen“ ist ganz einfach: Bringen Sie Ihr Lieblingsbuch mit und lesen Sie daraus vor oder lassen Sie vorlesen. Oder Sie bringen etwas zu essen mit. Wer nur zum Zuhören kommt, ist ebenfalls willkommen, und zwar am Freitag, 20. März, 19 Uhr, in der Stadtteilbibliothek Sindlingen, Sindlinger Bahnstraße 124. Gastgeber ist der Förderverein Buchstütze, der Eintritt ist frei.

Der VdK-Verband Sindlingen lädt seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ein. Sie findet am Samstag, 21. März, im Turnerheim statt und beginnt wie gewohnt mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken um 15 Uhr.

St. Patrick’s Day
Zum „St. Patrick’s Day“ lädt der Sindlinger Karnevalverein am Samstag, 21. März, in sein Vereinsheim an der Okrifteler Straße ein. Ab 19 Uhr können Fans der grünen Insel dort Guinnes, Kilkenny und Whiskey kosten, dazu hausgemachtes Irish Stew und Beef’n’Guiness essen und irische Musik hören. Das Mitbringen von Instrumenten ist erwünscht.

Disco
Eine Mädchen- und Frauendisco richtet das Kinderhaus am Samstag, 28. März, ab 13 Uhr aus. Angesprochen sind weibliche Wesen ab sechs Jahren.

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Basar für Kinderkleider

Basar für Kinderkleider

Einen Kinderkleider- und Spielzeugbasar richten die Eltern des evangelischen Kindergartens am Sonntag,15. März, im Turnerheim aus. Von 14.30 bis 16.30 Uhr werden die gut erhaltenen Sachen in der Farbenstraße 85a gehandelt. Schwangere Frauen, die einen Mutterpass vorweisen können, dürfen schon um 14 Uhr nach Kleidern fürs Baby sehen. Alle Besucher können aus einer breiten Auswahl an selbstgebackenen Kuchen wählen und dazu Kaffee trinken. Die Kuchen werden auch außer Haus verkauft. Der Erlös kommt komplett dem Kindergarten zugute. Wer selbst Kindersachen verkaufen möchte, kann einen Verkaufstisch unter ev.kiga-basar@gmx.de oder bei Frau Fölsing, Telefon 0160-96 77 48 80, bestellen. Die Standgebühren betragen fünf Euro plus einen selbstgebackenen Kuchen oder zehn Euro. Die Tische werden gestellt.

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Für ein Baugebiet im Süden

Ortsbeirat

Für ein Baugebiet im Süden

CDU will arrondieren – SPD fragt nach der Seveso-Richtlinie

Für ein Neubaugebiet in Sindlingen-Süd plädiert CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin. Deshalb beantragt er im Ortsbeirat, die Stadtverordnetenversammlung dazu zu bewegen, den Magistrat zu beauftragen, einen Bebauungsplan für einen Arrondierungsbereich in Sindlingen-Süd aufzustellen.
Die Schaffung neuen Wohnraums in Frankfurt sei unstrittig und dringend erforderlich, führt er in der Begründung an. Neben umfangreichem Geschosswohnungsbau, wie er für Sindlingen-Nord geplant ist, sei jedoch auch die Nachfrage nach Einfamilien- und Reihenhäusern – auch im Sinne einer sozialen Ausgewogenheit – „unbedingt anzustreben und zu berücksichtigen.“ Hierzu biete sich ein Teil des Gebietes „Sindlingen-Süd“ an, der eine sinnvolle Arrondierung der vorhandenen Bebauung darstelle. Das in Frage kommende Gebiet wird im Osten durch den Imkerweg und im Norden durch die Schreinerstraße begrenzt. Ein Abwasserkanal quert das Areal bereits, verkehrlich könne es durch Anschlüsse an die vorhandenen Straßenstümpfe „Krümmling“, „Schreinerstraße“ und „Horles“ erschlossen werden. Bauvoranfragen von Bauträgern belegten die Attraktivität des Standorts, erklärt Fribolin.
In der gleichen Sitzung will die SPD wissen, was sich in Sachen Seveso-Richtlinie tut und welche Auswirkungen das auf den Wohnungsbau hat. Diese Richtlinie schreibt vor, welchen Abstand Neubaugebiete zu potenziell gefährlichen Industrieanlagen haben müssen. Bislang verhinderte die Seveso-Richtlinie beispielsweise großflächigen Neubau in Sindlingen, weil die chemische Industrie direkt an den Ort angrenzt. Welche Abstände das genau sind und für welche der Betriebe im Industriepark die Richtlinie gilt, will die SPD nun vom Magistrat wissen. Bei der Gelegenheit soll die Stadtregierung auch gleich darlegen, welche Betriebe und Einrichtungen im Frankfurter Westen zur Zeit überhaupt unter die Seveso-II-Richtlinie fallen und was sich ändern wird. Denn am 1. Juni 2015 soll eine Fortschreibung, die Richtlinie Seveso III, in Kraft treten. „Um im Frankfurter Westen geeignete Flächen für neue Wohnungen festlegen zu können, ist es unerlässlich zu wissen, welche Flächen in den Stadtteilen aufgrund dieser Richtlinie für eine Bebauung in Frage kommen und welche nicht“, begründet die SPD den Antrag.
Der Ortsbeirat Sechs tagt am Dienstag, 10. März, ab 17 Uhr im Bolongaropalast in Höchst, Kapellensaal. simobla/hn

Hier wäre Platz für Einfamilien- und Reihenhäuser, meint CDU-Ortsbeirat Fribolin

Hier wäre Platz für Einfamilien- und Reihenhäuser, meint CDU-Ortsbeirat Fribolin

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Leerstand im Ortskern – CDU sieht Handlungsbedarf

Ortsbeirat

Leerstand im Ortskern

CDU sieht Handlungsbedarf

Einerseits wird beklagt, dass es nicht genügend Wohnungen gibt, andererseits stehen ganze Häuser leer. Woran kann das liegen?
CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin jedenfalls stellt fest, dass seit etwa zehn Jahren im alten Sindlinger Ortskern (Huthmacherstraße, Allesinastraße) zunehmend Häuser nicht mehr bewohnt werden und zum Teil jahrelang unsaniert bleiben. „Es besteht damit die Gefahr, dass die hier wohnenden Menschen den Bezug zu ihrem bisher gewohnten Wohnumfeld verlieren, wegziehen und damit weiteren Leerstand erzeugen. Eine Tendenz, die nicht zuletzt auch die bestehenden sozialen Bindungen gefährdet“, schreibt er in einem Antrag an den Ortsbeirat, der in der März-Sitzung behandelt werden soll.
Ob es familiäre, finanzielle oder formale Umstände sind, die die Besitzer der Häuser daran hindern, ihr Eigentum mit Leben zu füllen, ist unbekannt. Fribolin erinnert daran, dass die Stadt im Jahr 2000 eine „Ortskernsatzung“ verabschiedet hatte, um Qualität und Charakter einer „dörflichen“ Wohnstruktur und damit eine gute Wohnqualität zu sichern. „Dieses Ziel, so zeigt der momentane Leerstand von rund einem Dutzend Häusern, ist jedoch offenbar infrage gestellt und es besteht die Gefahr, dass eine nicht gewollte Spiralwirkung entsteht. Zur Umkehr einer solchen ungesunden Entwicklung ist deshalb dringender Handlungsbedarf notwendig“, folgert er.
In seinem Antrag schlägt er deshalb vor, den Magistrat um Auskunft zu bitten, wie dem zunehmenden Leerstand von Liegenschaften und Häusern im Sindlinger Ortskern, insbesondere im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung Nummer 12, begegnet werden kann. Vor allem soll mitgeteilt werden, durch welche Maßnahmen Bürgern Hilfestellungen bei Fragen der Sanierung, Neubebauung oder energetischen Aufwertung im Einklang mit den Vorgaben der Ortskernsatzung gegeben werden können. Desweiteren sollte der Magistrat Möglichkeiten aufzeigen, ob und wie städtische Gesellschaften (etwa die KEG ) initiativ werden können, wenn Eigentümer selbst nicht in der Lage oder willens sind, ihre Liegenschaften zu sanieren. simobla

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Friedhof: Lastwagen zerschrubben Wege

Friedhof: Lastwagen zerschrubben Wege

Matschalarm auf dem Friedhof: Die großen Wege am Haupteingang sind von Lastwagen aufgewühlt und zerfurcht. „In Grund und Boden gefahren“, stellt CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin fest. Mehrere Anrufer hatten ihn auf den Missstand hingewiesen. Er sah sich die Bescherung an und recherchierte. „Des Rätsels Lösung: Der Materiallagerplatz war unbefahrbar und muss von Grund auf neu befestigt werden. Das geht nur mit schwerem Gerät und Lastwagen, die den Bodenaushub abtransportieren“, hat er erfahren. Die Frage, ob das mitten im Winter auf aufgeweichten Böden gemacht werden muss, bleibt offen, sagt Fribolin.
Tatsache ist, dass nun rund 300 Meter Wege generalüberholt werden müssen, was angeblich nach Abschluss der Arbeiten in circa zwei Monaten gemacht würde. „In der Zwischenzeit sollten die Sindlinger Friedhofsbesucher vorsichtshalber Gummistiefel benutzen“ rät Fribolin. Alternativ könnten sie den Zugang durch den Nebeneingang Westenbergerstraße verwenden. Dieser Weg ist verschont geblieben. simobla

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Energiespartipps mit Mohnstreusel

Nassauische Heimstätte

Energiespartipps mit Mohnstreusel

Neujahrsempfang mit Beratung für Mieter – Pilotprojekt soll stadtweit Schule machen

Zum Neujahrstreffen mit Kaffee, Kuchen und kostenloser Energieberatung hatte die Nassauische Heimstätte ihre Mieter in der Hermann-Brill-Siedlung geladen. Das behagliche Zusammensein mit Gewinn für den Geldbeutel ist Teil eines Kooperationsprojektes mit dem cariteam-Energiesparservice des Caritasverbandes Frankfurt und dem Energiereferat der Stadt Frankfurt. Das Projekt soll möglichst in ganz Frankfurt Schule machen.
Gerne hört Mieterin Margarete Fischer zu, wenn Energieberater Jürgen Meyer erläutert, wie praktisch so eine abschaltbare Steckerleiste, erhältlich auch mit Fußtaste, ist und wie positiv sich diese mit einem Plus von etwa 25 Euro pro Jahr auswirkt. „Ich freue mich aber auch, wenn ich bei einer solchen Gelegenheit die anderen Mieter aus der Nachbarschaft kennen lerne“, sagt die ältere Dame beim Neujahrstreffen im Nachbarschaftsbüro des Quartiersmanagements. Herta Reichert, ebenfalls Mieterin in der Hermann-Brill-Siedlung, macht sich „Gedanken um die ganze Welt“ und mag die Vorstellung nicht, dass Energie „einfach in den Wind geblasen“ wird.
Das gilt auch fürs Wasser. Mit einem Duschsparkopf, der den Durchfluss von 12 auf 8 Liter pro Minute reduziert, sind nicht nur Wasser, sondern auch rund 30 Euro im Jahr zu sparen, hat sie erfahren. Amar Lahlioui und seine Frau Dounia wiederum möchten gerne die erlernten Spartipps, etwa zu den angemessenen Kühlschranktemperaturen, weitergeben an Mieter, die noch nicht den Zugang zu der Projektidee gefunden haben. „Wir helfen einfach gerne, das macht uns selbst Freude“, sagt Amar Lahlioui, der seit kurzem auch das Wohn-Service-Team der Nassauischen Heimstätte unterstützt.
Um Einsparideen in behaglicher Atmosphäre an möglichst viele Mieter zu vermitteln, hatten sich die Kooperationspartner an einem Nachmittag im Februar viel Mühe gegeben. Tanja Steinke vom Sozialmanagement der Nassauischen Heimstätte, Quartiersmanagerin Marja Glage vom Caritasverband und Caritas-Projekt-Koordinatorin Kirsten Röber dekorierten die Räume im Nachbarschaftsbüro mit Ballons und Luftschlangen; Kreppel und Mohnstreusel standen bereit. „In den letzten Jahren sind die Belastungen durch die Nebenkosten für unsere Mieter stetig gestiegen. Leider können wir das nicht beeinflussen. Wir als Vermieter wollen aber unsere Mieter dabei unterstützen, Strom und Geld zu sparen“, erläutert Tanja Steinke die Motivation der Nassauischen Heimstätte.
Die kostenlose Energiesparberatung startete im Oktober 2014 und läuft im September 2015 aus. Insgesamt haben bislang etwa 30 Mieter daran teilgenommen. Mit Flyern und Aushängen sind sie auf den persönlichen Service des Experten Jürgen Meyer aufmerksam gemacht worden. Mehr als 650 Mieter in Sindlingen könnten aber theoretisch von der Beratung profitieren. Noch mehr Aufmerksamkeit also sollte das Neujahrstreffen schaffen. Denn die Ergebnisse der Kooperation werden Schule machen.
„Das gemeinsame Projekt ist ein Pilotprojekt für Frankfurt“, erklärt Kirsten Röber: „Durch die Kooperation soll es gelingen, die Bewohner zu einem Energie-Check zu motivieren.“ In diesem Zusammenhang erhalten alle interessierten Haushalte in der Siedlung neben der Beratung eine Art Starterpaket mit Energiesparartikeln wie etwa LED oder Duschsparköpfen im Wert von rund 70 Euro. In dem Masterplan für Klimaschutz, den gerade die Stadt Frankfurt erarbeitet, ist grundsätzlich eine enge Kooperation zwischen der Stadt und den Siedlungen der Wohnungsbaugesellschaften vorgesehen. Das Partnerprojekt der Nassauischen Heimstätte, das das Energiereferat auswerten wird, stellt also eine gute Vorlage dar, wie solche Kooperationen ausgestaltet werden könnten. Den Nachmittag zwischen Mohnkuchen und abschaltbaren Mehrfachsteckern bewerten die Organisatorinnen jedenfalls als positiv: „Das ist auch für uns immer wieder die größte Herausforderung, die Menschen für etwas zu begeistern und gemeinsam an einem Strang ziehen zu lassen“, sagte Tanja Steinke: „Mit dem Neujahrstreffen haben wir da wieder einen wichtigen Schritt getan.“ simobla

Die Mieterinnen Margarete Fischer und Herta Reichert (rechts) lassen sich gerne von Jürgen Meyer, Energieberater im Auftrag der Nassauischen Heimstätte, zum Energiesparen animieren. Foto: Nassauische Heimstätte

Die Mieterinnen Margarete Fischer und Herta Reichert (rechts) lassen sich gerne von Jürgen Meyer, Energieberater im Auftrag der Nassauischen Heimstätte, zum Energiesparen animieren. Foto: Nassauische Heimstätte

Tipps fürs Heizen
* Wohn – und Kinderzimmer 18 bis 20°C und relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 60%. Küche 18 °C, Flure 15 °C.
* Absenken der Temperatur um 1 °C spart rund 6% Heizenergie.
* Bei längerer Abwesenheit das Thermostatventil herunterdrehen.
* Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen halten.
* Eine höhere Einstellung des Thermostatventils (Stufe 4 und 5) führt nicht zu einer schnelleren Erwärmung des Raumes, sondern nur zu einer Überhitzung.
* Rollos in kalten Nächten herunterlassen bzw. Fensterläden schließen.
* Möbel und Gardinen gehören nie direkt vor die Heizung!
* Nicht mit Strom heizen!

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VdK-Termine

VdK-Termine

Sprechstunde
Sozialrechtliche Sprechstunden bietet der VdK-Ortsverband Sindlingen am Freitag, 6., und Freitag, 20. März, an. Beide Male helfen die Berater jeweils von 16 bis 18 Uhr in den Räumen des Seniorenverbandes, Edenkobener Straße 20a, bei Fragen zum Schwerbehindertenrecht, Kur- und Wohngeldanträgen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Erster Termin im April ist der 10.

Stammtisch
Am Donnerstag, 12. März, ist VdK-Stammtisch im „Loch“ (Gaststätte Zur Mainlust). Jeder, der möchte, dann sich ab 18 Uhr dazu gesellen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sachsenhausen
Die gemeinsame monatliche Wanderung von VdK und Touristenclub führt am Sonntag, 15. märz, nach Sachsenhausen. Die Wanderer laufen aber nicht in Sindlingen los, sie nehmen für die erste Etappe öffentliche Verkehrsmittel. Abfahrt ist um 9.15 Uhr mit dem 54er ab Haltestelle Westenberger Straße und um 9.34 Uhr mit der S-Bahn am Sindlinger Bahnhof. Bruno Ohlwein bittet um Anmeldung(zwecks Tischreservierung) bis zum 9. März unter Telefon 37 32 67.

Hauptversammlung
Zur Jahreshauptversammlung kommen die Mitglieder des VdK-Ortsverbands am Samstag, 21. März, im Turnerheim (Farbenstraße) zusammen. Beginn ist um 15 Uhr mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Da es keinen Vorsitzenden gibt, wird zunächst ein Versammlungsleiter gewählt. Anschließend berichten die verschiedenen Vorstandsmitglieder, was sich getan hat, und bitten um Entlastung. Ferner stehen Nachwahlen an sowie Beratung und Beschlussfassung über Anträge, sofern welche vorliegen. Wer einen Antrag einbringen will, kann das bis spätestens 16. März schriftlich bei einer der beiden zweiten Vorsitzenden, Renate Fröhlich und Edeltraud Strassenmeyer, tun. Für gehbehinderte Mitglieder gibt es einen Fahrdienst zum Turnerheim. Er kann bis 19. märz bei Renate Fröhlich unter der Nummer 37 12 93 angemeldet werden.

Kleider und Nudeln
Eine Fahrt zum Adler-Modemarkt bietet der VdK Sindlingen am Donnerstag, 9. April, an. Abfahrt ist um 8 Uhr am Richard-Weidlich-Platz, um 8.05 Uhr an der Haltestelle Westenberger Straße (vor Bäckerei Schäfer). Gegen 9.45 Uhr kommen die Ausflügler am Modemarkt an, frühstücken und sehen ab 10 Uhr eine Modenschau. Danach, bis zum Mittagessen gegen 12.15 Uhr, besteht Gelegenheit zum Anprobieren und Einkaufen. Nach dem Essen führt die Reise nach Walldürn mit der Möglichkeit der Besichtigung einer Nudelfabrik inklusive Kaffee und Kuchen. Die Fahrtkosten belaufen sich auf 25 Euro inklusive Frühstück, Mittagessen und Fabrikbesichtigung. Anmeldungen nimmt Renate Fröhlich, Telefon 37 12 93, bis 29. März an.