Category: Juli

Industriepark: Nachbarschaftsportal im neuen Look

Industriepark

Nachbarschaftsportal im neuen Look

www.ihr-nachbar.de jetzt mit mehr Informationen und bewegten Bildern

Das Nachbarschaftsportal des Industrieparks Höchst im Internet erscheint jetzt in neuer Anmutung, teilt die Betreibergesellschaft Infraserv mit. Wer www.ihr-nachbar.de aufruft, erhält auf den Startseiten Antworten auf allgemeine Fragen. Unter der Rubrik „Nachgefragt!“ behandeln künftig in loser Folge kurze Filmbeiträge spezielle Fragen zum Industriepark Höchst. In der ersten Folge geht ein Reporter zum Beispiel dem Thema „Wie lange braucht die Werksfeuerwehr zum Einsatzort?“ nach. Die Anwohner sind eingeladen, Fragen an Infraserv Höchst zu stellen, die dann vielleicht demnächst unter „Nachgefragt!“ aufgegriffen werden. Vorschläge können im Internet unter www.ihr-nachbar.de/nachgefragt in das entsprechende Kontaktformular eingetragen werden.
Auch darüber hinaus bieten die Seiten inhaltlich Neues für die Besucher. Neben tiefergehenden Informationen zur Notfallorganisation des Standortes beleuchten sie beispielhafte Produkte von Industrieparkunternehmen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, welchen unmittelbaren Nutzen diese Produkte in der Lebenswelt der Menschen stiften: Sicherheitsglas und Kaffeemaschinen dank Hochleistungskunststoffen, Desinfektionsmittel für Schwimmbäder, lichtbeständige Autofarben, Süßstoffe oder Medikamente sind einige Beispiele.
Die grundsätzliche bisherige Einteilung der Portalinhalte in vier Oberthemen, „Ihr Nachbar“, „Ihre Umwelt“, „Ihre Sicherheit“ und „Ihr Nutzen“, bleibt erhalten. Die Seiten-Navigation ist jedoch vom Kopf der Seite gewichen und in den Inhaltsbereich gerückt. Die neuen Seiten bieten so eine bessere Übersicht auch über die Unterthemen und arbeiten darüber hinaus mit zusätzlichen Bildern, um die einzelnen Bereiche besser zu kennzeichnen. Das Layout der neuen Seite wurde auch für mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones, zugeschnitten.
Seit neun Jahren gibt es vom Industriepark Höchst eine eigene Seite für die Anwohner, die mit dem jetzt erfolgten Relaunch zum ersten Mal komplett überarbeitet wurde. Bereits in ihrem ersten Jahr 2003 hatte die Seite den Deutschen PR-Preis in Bronze und einen Eintrag in das Jahrbuch der Deutschen Werbung erhalten. Die Besucherzahlen haben sich seit dem Start verdreifacht und liegen heute bei bis zu 90.000 Besuchern im Jahr. Simobla

Katholische Kirche: Erhebendes Gefühl in einer vollen Kirche

Katholische Kirche

Erhebendes Gefühl in einer vollen Kirche

Gemeinden aus Sindlingen, Höchst und Zeilsheim feiern gemeinsam Fronleichnam

Viel Lob und Freude gab es dieses Jahr bei den Besuchern des Fronleichnamsfestes und dem anschließenden Pfarrfest in St. Dionysius. Die Eucharistiefeier konnte zwar nicht wie in den letzten drei Jahren auf den Mainwiesen abgehalten werden, da das Tiefdruckgebiet „Daria“ am Vortage leider zu viel Regen brachte, die Feier in der Kirche bot dafür jedoch wieder einen traditionell festlichen Rahmen.
Im Vordergrund standen diesmal aber andere Themen. Die Pfarreiwerdung neuen Typs für das Jahr 2016 warf ihre Schatten voraus. So konnten wir dieses Jahr die Gemeindemitglieder der Höchster Gemeinde St. Josef zum gemeinsamen Fronleichnamsfest begrüßen. Es war schon ein erhebendes Gefühl, mal wieder in einer vollen Kirche zu feiern. So manch einer mag sich an die „guten alten Zeiten“ erinnert haben. Auch um den Altar gab es viel Bewegung. Mit Pfarrer Sauer, Pfarrer Steinmetz sowie den Pastoralreferenten Frau Buballa, Frau Bausch und Herrn Klug sowie den vielen Messdienern und Helfern bot sich ein würdiges, festliches Bild. Nach der Heiligen Messe begann die Prozession durch die festlich geschmückten Straßen Sindlingens. Schön, dass im Zeichen der „Pfarreiwerdung neuen Typs“ auch jeder gerne seinen Beitrag leistete. So brachte die Höchster Gemeinde ihre Monstranz für das „Allerheiligste“ mit, welche unter dem Himmel durch die Straßen getragen wurde. An den drei Außenaltären der Prozession stellten jeweils Gemeindemitglieder aus Zeilsheim, Höchst und Sindlingen die Patrone der jeweiligen Kirchen vor und trugen die Fürbitten vor. Wie immer wurde voller Inbrunst gesungen. Unterstützt durch die Sindlinger Blaskapelle mögen die Lieder wohl auch noch in Zeilsheim und Höchst zu hören gewesen sein. Nach dem Ende der Prozession wurde in der Pfarrkirche die Eucharistiefeier mit dem Tantum ergo und Te Deum beschlossen.
Das anschließende Pfarrfest erfreute sich dann ebenfalls einer großen Besucherzahl . Bei schönem Wetter konnte das Mittagsessen sowohl im Gemeindehaus als auch draußen auf dem Kirchplatz eingenommen werden. Schnell kam man mit seinem Tischnachbarn ins Gespräch und es fand ein reger Austausch an Informationen zwischen den Gemeinden statt. Der Frauenkreis hatte das Mittagessen hervorragend organisiert, so dass alle schnell bedient werden konnten. Danke an alle, die durch Salatspenden für eine große Auswahl sorgten. Am frühen Nachmittag wurden in einer Gemeinschaftsaktion der Kindertagesstätten St. Josef, St. Stephan, St. Kilian und St. Dionysius die Spielstände für die Kinder aufgebaut. Die Kinder hatten wahrlich ihre Freude an den vielen Bastel- und Aktionsspielen. Besonders erfreulich war die gute Zusammenarbeit der Kita-Leiterinnen im Hinblick auf den pastoralen Raum. Herzlichen Dank an Frau Selendic, Frau Mayer, Frau Schmähling und Herrn Netz. Die ebenfalls von den Kindergärten organisierte Kaffeestube war wieder einmal ein Renner. Ich kann nur sagen: „Wer nicht kommt zur rechten Zeit……“. Ebenfalls ein Dankeschön an alle Kuchenspender. Zu erwähnen wäre noch eine Schuhputzaktion von Herrn Pfarrer Steinmetz, bei der mit viel Spaß und Schuhkreme die Schuhe so mancher Erwachsenen auf Hochglanz poliert wurden. So kam noch so mancher Extragroschen in die Kasse für unsere Straßenkinder in Sao Paulo. Der wunderschöne Nachmittag sorgte für ausgelassene und freudige Stimmung. Gegen Abend servierte der Familienkreis Gegrilltes und die Feierlust einiger Gemeindemitglieder fand trotz eines kurzen Regengusses bis spät in die Nacht keine Grenzen. Ich denke, dass uns Jesus Christus an diesem Tage näher gekommen ist und uns unsere Augen für eine gemeinschaftliche Zukunft weiter geöffnet hat.
Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf das nächste Jahr.
Harald Fischer

 

Schuhe putzen für den guten Zweck: Pfarrer Steinmetz beim Gemeindefest auf dem Gelände von St. Dionysius. Foto: Michael Sittig

 

 

Pfarrer Martin Sauer segnet die Prozessionsteilnehmer.

 

 

TVS: Gaudi fällt ins Wasser

Turnverein Sindlingen

Gaudi fällt ins Wasser

Schlechtes Wetter beendet Sportwerbewoche vorzeitig

Ins Wasser gefallen ist der Gaudi-Wettkampf des Turnvereins Sindlingen in der Woche nach Pfingsten. Während am Vortag zum Kinderfest noch die Sonne schien, setzte am Sonntag Vormittag ausdauernder Regen ein. „Zum Glück hat es so früh angefangen zu regnen, dass wir gar nicht erst aufgebaut haben“, sagt Helferin Beatrice Zörb. In der langen Geschichte der Gaudi-Wettkämpfe ist es erst das zweite Mal, dass einer wegen schlechten Wetters ausfiel.
Der Schaden hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Die Brötchen schickten Abteilungsleiter Thorsten Faulstich und seine Helfer in die Sporthalle. Dort lief ein Qualifikationsturnier der Handballjugend. Fleisch und Wurst wurden eingefroren und kamen wenige Tage später beim öffentlichen Fußballsehen an der TVS-Sporthalle auf den Grill. Der Turnverein lud nämlich zu den Terminen, zu denen die deutsche Nationalmannschaft spielte, zum „Public Viewing“ ein und richtete dafür sogar eine Apfelweinwirtschaft ein. Ausgeschenkt wurde das „Stöffche“, das die Sindlinger Apfelweinkönige gekeltert haben.
Obwohl der früher „Volkstümlicher Wettkampf“ genannte Spaß ins Wasser gefallen ist, zieht TVS-Vorsitzender Michael Sittig eine positive Bilanz der Woche nach Pfingsten. Denn sowohl Wäldchestag als auch Kinderstadtlauf und -fest sind gut gelaufen, sagt er. Am Wäldchestag hatten die Helfer alle Hände voll zu tun, um die vielen Gäste zu bewirten. Mitglieder verschiedener Abteilungen stellten neue Sportarten wie Zumba oder Wing Tjuen vor, für die es durch den Bau der vereinseigenen Halle plötzlich Raum gibt (wir haben berichtet). hn

Familienkreis St.Dionysius: Eine Nähmaschine fürs Kinderheim

Familienkreis St. Dionysius

Eine Nähmaschine fürs Kinderheim

Behinderte Kinder in Litauen freuen sich über Hilfe

Tja, da standen wir nun mit dem Ergebnis des Kuchenverkaufs vom Sindlinger Weihnachtsmarkt und diskutierten, was wir alles damit machen könnten: Urlaub für alle auf den Malediven oder eine eigene Jacht für den Familienkreis. Rosmarie schaute uns dabei ernst an und erzählte von den traurigen Zuständen im Kinderheim in Litauen. Rosmarie begleitet mehrmals im Jahr persönlich die Lieferungen von gespendeten Sachmitteln dorthin. Heime für behinderte Kinder hätten’s da wirklich nicht leicht. Die Spendenbereitschaft – besonders in Sindlingen – sei zwar gut, aber eine Nähmaschine würde soooo dringend benötigt.
Wie man auf dem Foto sehen kann, freut sich jetzt das Kinderheim über eine nagelneue Nähmaschine – bezahlt vom Familienkreis. Das Geld ist jetzt weg, den gemeinsamen Urlaub auf den Malediven haben wir daher durch eine Radtour in den Louisapark ersetzt und bei dem Geschaukel auf einer Jacht wäre uns ohnehin nur schlecht geworden.
Wenn es Ihnen ähnlich geht, würde sich Rosmarie Keller (Teleon 069-37 26 59) über weitere Sachspenden freuen. Die Wunschliste des Heimes ist groß, da es an allem mangelt: Bettwäsche, Handtücher, Spielsachen, Pflegeartikel, Körperpflegemittel, Geräte zum Bewirtschaften des Nutzgartens und vieles mehr. Aber auch über „Nettigkeiten“, für die sonst das Geld fehlt, würden sich die Heranwachsenden freuen, wie zum Beispiel gute (Sport)Kleidung und Modeschmuck. Das Zimmer vom Sohnemann oder der Tochter müsste doch ohnehin längst mal ausgemistet werden, oder? Simobla

 

Patrick Hübner: SPD Sindlingen hat einen neuen Vorsitzenden

Parteien

Patrick Hübner: SPD Sindlingen hat einen neuen Vorsitzenden

In ihrer Mitgliederversammlung hat die SPD Sindlingen einen neuen Vorsitzenden gewählt. Patrick Hübner übernimmt ab sofort das Amt von Michael Konstantinou, der sechs Jahre lang die Geschicke des Ortsvereins gelenkt hat. Der 44jährige Diplom-Betriebswirt ist seit 1987 in der Partei und war in den letzten vier Jahren als stellvertretender Vorsitzender aktiv. Ihm oblag es vor allem, die Präsentation des OV Sindlingen nach außen auf Festen und eigenen Veranstaltungen wie das jährliche Skat-Turnier am Tag der deutschen Einheit zu organisieren. Beruflich hat er sich vor rund zehn Jahren selbständig gemacht und betreibt seither zusammen mit seinem Vater – als Kassierer auch Mitglied des geschäftsführenden Vorstands – ein Buchhaltungs- und Unternehmensberatungs-Büro. Gerade durch diese Tätigkeit sind die Hübners bestens vertraut mit den Sorgen und Nöten kleiner Gewerbetreibender, auch und vor allem die von ausländischen Mitbürgern.
Zusammen mit seinem Stellvertreter, dem IT-Studenten Sebastian Kasten, will Hübner die positive Außenwahrnehmung der Sindlinger SPD weiter vorantreiben. Als einer der ersten Schritte soll die eigene Homepage reaktiviert werden und sich durch ständige Aktualisierungen als ein attraktives Informationsmedium gerade für junge und junggebliebene Leute präsentieren. Mit Sebastian Kasten steht hierfür ein Mann vom Fach bereit. Außerdem soll den Sindlingern durch mehrmals im Jahr stattfindenden Bürgergesprächen die Möglichkeit eingeräumt werden, aktiv auf Probleme im Stadtteil aufmerksam zu machen und so zu deren Beseitigung beizutragen. Auch möchte Hübner verstärkt auf z.Zt. ruhende Mitglieder zugehen und sie so wieder etwas mehr in den Ortsverein eingliedern.
Hübner bewertet die Chancen für seine Vorhaben, gerade mit Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehenden beiden wichtigen Wahlen, als außerordentlich gut. Er sieht den Ortsverein als so stark aufgestellt wie schon lange nicht mehr. Mit Sieghart Pawlik im Stadtparlament und Claus Lünzer im Ortsbeirat hat er nicht nur zwei populäre und verdiente „alte Füchse“ zur Seite, sondern kann dadurch auch den Bürgern bei ihren Belangen einen kurzen Weg zu den entsprechenden Institutionen garantieren.
Des Weiteren wurde das neue Mitglied Rolf Stastny als Beisitzer in den Vorstand gewählt.
Die Mitgliederversammlung besucht hatte auch der Vorsitzende der Frankfurter SPD-Fraktion, Klaus Oesterling. Er überraschte die Anwesenden mit der positiven Meldung, dass der Verkauf der Nassauischen Heimstätte und eine damit verbundene zu befürchtende massive Mieterhöhung ab sofort hinfällig sei; ein Ziel, für das sich die Frankfurter Genossen im OB-Wahlkampf vehement eingesetzt hatten. Oesterling berichtete von den neuesten Vorgängen im Römer.
Simobla

Kinder- und Jugendhaus/Bücherei: Familienfest

Jugendhaus und Bücherei

Spielen, Schwatzen, Informieren

Die Einrichtungen feiern Familienfest

„Ebru“ ist eine Form des bildnerischen Gestaltens, die in der Türkei üblich ist. Farben werden ins Wasser gegeben und anschließend ein Papier aufgedrückt. So entstehen verschiedenste Muster. „Ebru“-Bilder anfertigen konnten Besucher des Familienfests von Stadtteilbücherei und Kinder- und Jugendhaus. Die beiden Einrichtungen taten sich zum zweiten Mal zusammen, um auf diese Art für ihre Angebote zu werben.
Ursprünglich richtete nur die Bücherei ein solches Fest aus. „Am 23. April wird in der Türkei ein internationales Kinderfest gefeiert. Das haben wir zum Anlass genommen, es hier nachzufeiern“, berichtet Vera Dopichaj. Dann wuchs der Zuspruch, „und wir brauchten Hilfe“, sagt die Leiterin der Stadtteilbücherei. Mit dem benachbarten Kinder- und Jugendhaus war schnell ein passender Partner gefunden. „Wir werben für unsere Beratung, die Hausaufgabengruppen und die anderen Angebote“, sagt Leiterin Iris Korkus. „Das wird gut angenommen. Viele Mütter informieren sich“, hat sie beobachtet.
Es gab einen Bücherflohmarkt, Vorleserunden, Lesezeichen zum ausmalen, Kuchenbüfett, Kinderschminken und „Sojlbak“, ein niederländisches Brettspiel. Der Präventionsrat war mit einem Stand und die Stadtpolizei mit ihrem Sicherheitsmobil vertreten. Die jungen Besucher interessierten sich allerdings weniger für Sicherheit, sondern waren mehr darauf erpicht, mal auf dem wuchtigen Motorrad zu sitzen. Ein heftiger Regenschauer beendete die Freiluft-Aktivitäten etwas früher als geplant. Dennoch waren die Veranstalter zufrieden. „Kinderhaus und Bücherei befruchten sich hier gegenseitig“, findet Iris Korkus. hn

 

Nassauische Heimstätte: Für die Mieter bleibt alles wie bisher

Nassauische Heimstätte

Für die Mieter bleibt alles wie bisher

CDU-Abgeordneter sieht sich bestätigt

Die Anteile des Landes Hessen an der Nassauischen Heimstätte werden nicht verkauft. Das hat die Landesregierung mitgeteilt. Der für die westlichen Frankfurter Stadtteile zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Alfons Gerling sieht sich daher in seiner gegenüber den Mietern geäußerten Einschätzung bestätigt. „Ich habe immer wieder betont, dass der Verkauf zwar wiederholt Absicht der Landesregierung zur Haushaltskonsolidierung war, aber nie endgültig vollzogen wurde. Deshalb habe ich von Anfang an gegenüber den Mietern gesagt, dass ich auch diesmal nicht an einen Verkauf glaube und sie sich nicht sorgen müssen“, erklärt er in einer Pressemitteilung. „Zudem hat die Hessische Landesregierung beständig darauf hingewiesen, dass ein etwaiger Verkauf ohnehin nur an einen öffentlichen Träger wie etwa den Sparkassen- und Giroverband angedacht sei, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist“, erklärt Gerling. Da keiner die 56 Prozent Landesanteile übernehmen wolle, bleibe für die Mieter alles wie bisher.
„Dass die SPD bewusst die Mieter verunsichert und Ängste geschürt hatte, war in höchstem Maße unredlich. Seit vielen Jahren konnte man vor jeder Landtags-, Kommunal- und jetzt vor der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl erleben, dass die SPD ganz gezielt diesbezügliche Befürchtungen bei den Mieterinnen und Mietern verstärkt hat und dabei auch vor einer Verdrehung der Tatsachen nicht zurückgeschreckt ist. Doch auch dieses Mal hat sich gezeigt, dass dies nur ein durchschaubares Wahlkampfmanöver der SPD war“, so Gerling.:„Ich habe mich immer für die Interesen der Mieter eingesetzt – in der CDU-Landtagsfraktion und auch gegenüber der Landesregierung – und auch vor jeder Wahl, wenn die SPD die Verkaufsabsichten des Landes thematisiert hat, deutlich dazu Stellung bezogen und bis heute Recht behalten. Ich bin überzeugt, dass die Entscheidung der Landesregierung nun lange trägt.“ Simobla

CDU West für Zimmer

CDU West für Zimmer

Matthias Zimmer ist der Mann der Wahl für die CDU-Arbeitsgemeinschaft West. Die Vorstände der darin zusammengeschlossenen CDU-Stadtbezirksverbände im Bundestagswahlkreis 182 (Griesheim, Nied, Höchst/Unterliederbach, Sindlingen, Sossenheim und Zeilsheim) fordern Zimmer auf, bei der Bundestagswahl 2013 zu kandidieren. Der promovierte Vorsitzende der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft Hessens und Frankfurts gewann 2009 das Direktmandat des Wahlkreises und ist seither Bundestagsabgeordneter. Er gelte als Experte in der Sozial- und Wirtschaftspolitik und habe sich einen Namen bei Angestellten und Arbeitern, Gewerkschaften und Kirchen weit über Frankfurt hinaus geschaffen, erklärt Alfons Gerling, Vorsitzender der CDU-West. „Gerade in den von Arbeitnehmern geprägten Stadtteilen des Frankfurter Westens ist es für uns wichtig, einen Kandidaten zu haben, der sich auf dem Gebiet der Arbeitsmarktpolitik auskennt und die Sorgen und Probleme der Arbeitnehmer versteht“, betont Gerling. Simobla

Ludwig-Weber-Schule: Sauber sieht alles viel schöner aus

Ludwig-Weber-Schule

Sauber sieht alles viel schöner aus

Schüler sammeln Abfall – Hessenweite Aktion

Piccobello war der Schulhof der Ludwig-Weber-Schule, nachdem ihn die Schüler der Eingangsstufe abgesucht hatten. Ausgerüstet mit Greifzangen und Müllsäcken sammelten sie auf, was sich in Ecken, Büschen und im großen Sandkasten mit der Zeit angesammelt hat: Zigarettenkippen, Kaugummipapierchen, Kronkorken, Plastikfetzen und sogar ein altes Schild. Die Kleinsten eröffneten so kurz vor Ferienbeginn den Aktionstag„Sauberhafter Schulweg“.
Den ganzen Vormittag über folgten acht weitere Klassen, und sie blieben nicht auf dem Schulgelände. In den umliegenden Straßen bis hin zum Richard-Weidlich-Platz hoben sie auf, was andere achtlos fallen gelassen haben. Am Ende hatten die 180 Schüler 75 Kilo Müll gesammelt, berichtet Lehrer Martin Stojan. Neben vielen Flaschen und Scherben waren ein kompletter Besenstiel, ein verrostetes Schild und ein alter Fußball besonders auffällige Fundstücke. Die weitaus größte Müllansammlung fand sich ausgerechnet am Spielplatz an der Bahnstraße. Schon nach dem ersten Gang durch das randliche Gebüsch waren zwei Müllsäcke prall gefüllt, unter anderem mit Toilettenpapier und Windeln.
Bei dem hessenweiten Aktionstag im Rahmen der Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ geht es um mehr als nur Abfall sammeln, erklärt Schulleiterin Fatima Oturak-Pieknik: „Die Schüler erleben, dass viele kleine Abfälle in der Summe einen großen Abfallberg erzeugen“. Ganz im Sinn der Umwelterziehung werde ihnen bewusst, dass alle einen Beitrag leisten können und ein sauberer Stadtteil viel schöner aussieht.
Das Engagement der Schüler kann sich für die Ludwig-Weber-Schule sogar finanziell auszahlen. Unter allen teilnehmenden Klassen verlost das Umweltministerium mit Unterstützung der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam aktiv“ 25 mal 400 Euro. Je mehr Klassen einer Schule mitsammeln, desto größer sind die Chancen bei der Verlosung. hn
Hintergrund

Umweltschutz beginnt bei jedem Einzelnen – mit diesem Ansatz wollen das Hessische Umweltministerium und der Förderverein Sauberhaftes Hessen Bürgerengagement und Umweltbewusstsein stärken. Allein im letzten Jahr beteiligten sich rund 70.000 Hessen an Deutschlands größter Umweltkampagne, in deren Zentrum vier Aktionstage stehen: der Sauberhafte Frühlingsputz (24. März), der Sauberhafte Schulweg (26. Juni), der Sauberhafte Kindertag (12. September) und der Sauberhafte Geschäftstag (12. Oktober).

 

Kleine Saubermänner: Kinder der Eingangsklassen sammelten auf dem Schulhof der Ludwig-Weber-Schule Abfall auf.

Foto: Heide Noll

Nachbarschaftsfest Hermann-Brill-Strasse

Hermann-Brill-Straße

Nachbarn feiern mit Nachbarn

Anwohner kommen gern zum Straßenfest im Quartier

Menschen tanzten auf der Straße. Kinder tollten umher oder sprangen in der Hüpfburg. Jugendliche tummelten sich zwischen den Ständen. Frauen mit Kopftüchern saßen in Gruppen beisammen und beobachteten das Treiben. Andere trugen rohe Geflügelspieße zum Grill, wieder andere verkauften Salate oder halfen Jugendlichen dabei, Handy-Taschen zu nähen. Beim fünften Nachbarschaftsfest in der Hermann-Brill-Straße waren viele Anwohner aktiv.
Allerdings fehlten weitgehend Besucher aus anderen Teilen Sindlingens. Dabei hatte sich Quartiersmanagerin Marja Glage, die im Auftrag der Caritas und der Stadt Frankfurt daran arbeitet, im sozialen Brennpunkt Menschen zum Miteinander und zur aktiven Nachbarschaft zu bewegen, mehr erhofft. Als „erste Sindlinger Sommerfestspiele“ sollte das Straßenfest auch Bewohner aus dem alten Ortskern und von nördlich der Bahn anlocken. Es sollte ein Gemeinschaftsfest ähnlich dem von den Vereinen getragenen Ranzenbrunnenfest und dem Weihnachtsmarkt werden. „Wir wollen zeigen, dass man hier herkommen kann und die Hermann-Brill-Straße gerne etwas für den Stadtteil tun möchte“, sagt sie. Dieser Wunsch hat sich so nicht erfüllt.
Die Fahne der Sindlinger Vereine hielt einzig Franz Ilg, Vorsitzender des Vereinsrings, hoch. Er half türkischen Männern am Grillstand. Sonst beteiligten sich vor allem Vertreter öffentlicher Einrichtungen wie der Stadtteilbücherei mit dem Lesezauberzelt, der Kita St. Kilian mit einem Spiel- und Bastelstand, Eltern der Kita 31, die Kindern lustige bunte Gesichter malten, und die Sozialpflegerinnen Christa Neuser und Gisela Remmert, die gemeinsam mit weiteren Mitarbeiterinnen des Sozialrathauses sowie Seniorinnen Kuchen spendeten. Michael Konstantinou vom Sindlinger Präventionsrat, das Sicherheitsmobil der Stadtpolizei sowie Vertreter der Wohnungsgesellschaften Nassauische Heimstätte und ABG Frankfurt Holding, denen die meisten der Wohnungen im Quartier gehören, waren mit Info-Ständen und Spielangeboten präsent. Der Ortsverein Höchst des Deutschen Roten Kreuzes backte Crêpes, die übrigen Attraktionen ermöglichten Nachbarn für Nachbarn: Türkische und deutsche Frauen verkauften für kleines Geld Salate, die Frauen aus allen möglichen Ländern gespendet haben. Frauen aus dem Nähkurs betreuten den Wettbewerb „Wer näht die schönste Handy-Tasche?“
In der Hermann-Brill-Straße stellen Türken die größte Gruppe der Bewohner, gefolgt von Marokkanern und Eriträern. Manche kennen sich aus den Projekten, die Marja Glage in den vergangenen fünf Jahren etabliert hat. Zwischenzeitlich kann sie dabei auf einige Helferinnen bauen. Salima Allauch, marokkanische Herkunft, unterstützt beispielsweise die Sozialpflegerinnen, die vor allem beim Ausfüllen von Formularen helfen. Inita Pucano leitet das Taschengeldprojekt für Jugendliche, einen Nähkurs und knüpft im Spieletreff Kontakt zu deutschen Senioren, die ihrerseits gerne Kuchen gebacken haben fürs Fest. Hanife Pas, eine junge Frau mit türkischen Wurzeln, betreut die Kinder während des Sprachcafés; nun verkauft sie die Salate, die die Teilnehmerinnen gespendet haben. „So sind viele Beziehungen entstanden“, stellt Marja Glage zufrieden fest.
Für die Anwohner ist das Fest zu einer beliebten Veranstaltung geworden, an der sie gerne mitwirken – auch gerne im Hintergrund. „Muslimische Frauen haben sehr viel Essen gespendet und Freundinnen gebeten, es zu verkaufen“, weiß die Quartiersmanagerin. Ein Quiz zur Landeskunde von Marokko, der Türkei und Deutschland gehörte ebenso zum Spielangebot wie ein Sportquiz, das die Teilnehmer zum Seilspringen, Ringe werfen und Torwandschießen an die verschiedenen Stände führte. Es gab Vorführungen, Musik und Gelegenheit zum Gespräch. Kurzum: Es war ein hübsches kleines Straßenfest – auch wenn die Nachbarn weitgehend unter sich geblieben sind. hn

 

 

In die magische Welt der Bücher führte Vera Dopichaj, Leiterin der Stadtteilbücherei Sindlingen, die kleinen Gäste im Lesezauberzelt.

 

Zu den Klängen der Mizmar (ein Blasinstrument) tanzte eine Hochzeitsgesellschaft während des Nachbarschaftsfests auf der Hermann-Brill-Straße.

 

Fantasievolle Muster malten Eltern der Kita 31 den Kindern auf die Gesichter.

Fotos: Michael Sittig