Der Hüttenbau steht weiter hoch im Kurs

Der Hüttenbau steht weiter hoch im Kurs
ferienspiele Hämmern, sägen, fotografieren oder Theater spielen: Auf dem „Abi“ öffnet sich die Wundertüte

Eine „Wundertüte“ öffneten die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses in den ersten Wochen der Sommerferien auf dem Abenteuerspielplatz.
Diese „Wundertüte“ enthielt Unterhaltung, Spiel, Sport und Spaß für jeden Geschmack. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren hatten jeden Tag die Qual der Wahl, welches der vielen Angebote sie wahrnehmen wollten. Fotos mit dem Handy machen? Wikinger-Schach spielen, Killer-Dart ausprobieren, auf dem Beach-Platz des benachbarten Jugendclubs spielen, auf Okarinas (kleine Tonflöten) musizieren, einen Foto-Comic entwerfen und umsetzen? Oder gleich richtig Theater spielen? Immerhin steht mit Theaterpädagoge Willi Schellen ein Fachmann für die Bühnenkunst zur Verfügung.
Wer zu all dem keine Lust hatte, sondern lieber handwerklich aktiv werden wollte, war auf dem Bauplatz richtig. Schließlich stand am Anfang aller Ferienspiele der Hüttenbau. Jedes Jahr werkeln die Kinder weiter an den Holzbuden, bauen um oder an und streichen neue Farbe drauf. „Dieses Jahr mussten leider einige Teile entfernt werden, weil sie morsch waren“, sagt Christina Göhre, Leiterin des Kinder- und Jugendhauses. Etwa 20 Kinder entschlossen sich deshalb dazu, an nur vier Tagen einen Neubau rund um eine Euro-Palette zu errichten. Sie dient als Fundament für die Lattenwände und das Dach. „Alles Handarbeit“, würdigt Christina Göhre die Leistung: „Wir haben mit den Kindern jede einzelne Latte ausgemessen, ausgesägt und jeden Nagel einzeln eingehämmert“.

Geschmackstest beweist:
Das Auge isst mit

Das war eine gute Vorbereitung aufs Familienfest. Nach mehreren Vorführungen konnten Eltern und Kinder nämlich einen Familienparcours mit verschiedenen Aufgaben durchlaufen, darunter Wettnageln. Sackhüpfen, Wettangeln und rollende Erbsen mit einem Hammer zerschlagen erforderten ebenfalls einige Geschicklichkeit. Knifflig war der Geschmackstest. „Himbeer, Pfefferminz, Zitrone?“, vermutete ein Mädchen, nachdem es eine rosa, eine grüne und eine weiße Joghurt-Variante gekostet hatte. „Die schmecken alle gleich“, urteilten Niklas und Julia Rossius, als sie an der Reihe waren. Richtig. „Wir haben einfach nur Lebensmittelfarbe hineingetan“, flüsterte Mandy (11 Jahre) den Probanden nach erfolgter Probe ins Ohr. Zu Beginn des Fests hatte Christina Göhre einen jungen Mann nach vorn gebeten, um ihm für seinen Einsatz zu danken. Moritz Kuhn hat normalerweise nichts mit Kindern am Hut. Der Dreißigjährige ist „Cloud-Engineer“ bei einer Softwarefirma. „Ich habe nur mit Computern zu tun“, sagt er. Sein Arbeitgeber ermöglicht es den Angestellten, einmal im Jahr als ehrenamtlicher Helfer eine „soziale Woche“ einzulegen. Da seine Freundin Betty Kobel, Studentin der Erziehungswissenschaften und Honorarkraft im Kinderhaus, bei den Ferienspielen als Betreuerin mitarbeitet, schloss er sich an. „Das war eine echte Lebenserfahrung“, urteilte er nach einer Woche: „Das ist ein härterer Job, als man vermutet.“
In der zweiten Ferienwoche verbrachten die Kinder weitere schöne Tage auf dem „Abi“. Im Gegensatz zur ersten, mitunter recht kühlen, Woche wurde es da richtig sommerlich heiß. Für Abkühlung sorgte die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Löschwagen. In der dritten Woche folgten für die Kinder Ausflüge zum Hessischen Rundfunk, in die Mini-Schirn und auf die Schwanheimer Wiesen.
Das Kinder- und Jugendhaus und der Abenteuerspielplatz Sindlingen sind eine Einrichtung der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Frankfurt.
Kontakt für Rückfragen: Kinder- und Jugendhaus / Abenteuerspielplatz Sindlingen, Christina Göhre, christina.goehre@stadt-frankfurt.de, Telefon (069) 37 56 17 10. hn

Mit Schmackes rein ins Nass! Fotos: Michael Sittig

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Die kalte Dusche war willkommen

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Die Leiterin des Jugendhaus

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Wasserspiele

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Ein neues Haus

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