Category: 2013

Ein Blätterbad nimmt die kleine Emilia – Der Herbst ist da

Ein Blätterbad nimmt die kleine Emilia. Keine Frage: der Herbst ist gekommen, stürmische Winde fegen die letzten Blätter von den Bäumen, und in wenigen Wochen beginnt der Advent. Foto: Michael Sittig

Ein Blätterbad nimmt die kleine Emilia. Keine Frage: der Herbst ist gekommen, stürmische Winde fegen die letzten Blätter von den Bäumen, und in wenigen Wochen beginnt der Advent. Foto: Michael Sittig

VdK-Termine November

VdK

Ins Nordend
Touristenclub und VdK-Ortsverband führt die nächste Monatswanderung ins Nordend. Abfahrt dafür ist am Sonntag, 10. November, um 9.15 Uhr an der Haltestelle Westenberger Straße Richtung Höchst, beziehungsweise um 9.34 Uhr am Bahnhof Sindlingen Richtung Frankfurt.

Gans-Essen
Das jährliche Gans-Essen des VdK ist diesmal für den 13. November (Mittwoch) vorgesehen. Wie stets fahren die Teilnehmer dafür nach Schlüchtern-Breitenbach. Abfahrt ist in Sindlingen-Nord um 11 Uhr am Richard-Weidlich-Platz, in Sindlingen-Süd um 11.05 Uhr vor der Bäckerei Schäfer (Haltestelle Westenberger Straße). Der Ausflug kostet 27 Euro pro Person inklusive Gans-Essen. Wer nur mitfahren, aber nicht mitessen möchte, ist mit 12 Euro dabei. Anmeldungen nimmt Renate Fröhlich bis 6. November unter der Nummer 37 12 93 an.

Sozialrecht
Die nächste sozialrechtliche Sprechstunde bietet der VdK-Ortsverband am Freitag, 15. November, an. Von 16 bis 18 Uhr helfen Berater in den Räumen des Seniorenverbands (Edenkobener Straße 20a) bei Fragen zum Schwerbehindertenrecht sowie dem Ausfüllen von Kur- und Wohngeldanträgen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Stammtisch
Zum Stammtisch am 21. November lädt der VdK seine Mitglieder ein. Um besser planen zu können, bittet der Vorstand um Anmeldung bis 18. November bei Renate Fröhlich, Telefon 37 12 93. Das gesellige Beisammensein beginnt um 18 Uhr im „Loch“ (Gaststätte Zur Mainslust). hn

Ludwig-Weber-Schule – Demo vor dem Römer für einen Neubau

Ludwig-Weber-Schule

Demo vor dem Römer für einen Neubau

Dezernentin verspricht: 2014 sollen Container aufgestellt werden

Platten fallen von den Decken. Die Fassade bröckelt. Fenster schließen nicht mehr richtig und es zieht ‚rein, um nur ein paar der vielen baulichen Mängel zu nennen, die in der Ludwig-Weber-Schule den täglichen Unterricht schon seit Jahren zu einer besonderen Zumutung machen.
Anfragen, Bitten, Appelle, Gespräche – die Liste der Versuche, Verbesserungen zu erzielen, ist lang. Doch es geschieht einfach nichts, findet die Schulgemeinde. Deshalb zog sie am letzten Schultag vor den Herbstferien nach dem Unterricht nach Frankfurt, um vor dem Römer zu demonstrieren. Mit Trillerpfeifen, Tröten und Spruchtafeln haben rund 200 Schüler, Eltern und Lehrer auf die Misere in ihrer Schule aufmerksam gemacht. Der Schulelternbeirat hatte eine Unterschriftenliste dabei mit der Forderung nach Erneuerung der Schule. Da zunächst niemand kam, um die Liste in Empfang zu nehmen, drang die pfeifende und rufende Menge in den Vorraum des Römers ein, um sich mehr Gehör zu verschaffen.
Nach etwa einer Stunde trat Bildungsdezernentin Sarah Sorge vor das Rathaus. Dort hatte gerade eine Pressekonferenz stattgefunden, bei der die schwarz-grüne Stadtregierung ihre Arbeit als erfolgreich dargestellt hatte, auch ausdrücklich im Bildungsbereich. Sarah Sorge nahm die Unterschriftenliste mit 830 Unterschriften entgegen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Schule nicht mehr zu sanieren sei, erklärte der Elternbeirat. Sorge erklärte, dass sie versuchen wolle zu erreichen, dass die Schule ab dem nächsten Jahr erneuert wird, berichten Patrick Hübner und Claus Lünzer von der Sindlinger SPD. Für den Elternbeiratsvorsitzenden Roland Haschke dagegen hörte sich das konkreter an. „Frau Sorge hat versprochen, dass die Schule neu gebaut wird und mit der Auslagerung in Container im Sommer 2014 zu rechnen ist“, berichtet der Elternbeirat. Er freute sich im übrigen über die rege Beteiligung und dankt auf diesem Weg allen, die bei der Demo dabei waren.
Unterstützung gibt es auch im Ortsbeirat Sechs. „Unseren Antrag, das Geld im Haushalt 2014 bereit zu stellen, damit im nächsten Jahr mit der Erneuerung der Schule begonnen werden kann, hat der Ortsbeirat schon im September beschlossen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Hubert Schmitt.
Und der Elternbeirat ergänzt: „Sollten die Versprechen der Dezernentin nicht eingehalten werden, wird der Elternbeirat bestimmt wieder auf dem Römerberg mit Eltern und Schülern erscheinen“. simobla

Es regnet rein, Deckenplatten fallen: Schüler in Warnwesten wiesen vor dem Römer auf die baulichen Mängel an der Ludwig-Weber-Schule hin. Foto: Patrick Hübner

Es regnet rein, Deckenplatten fallen: Schüler in Warnwesten wiesen vor dem Römer auf die baulichen Mängel an der Ludwig-Weber-Schule hin. Foto: Patrick Hübner

Hermann-Brill-Straße – Schicker Treffpunkt nicht nur für Jugendliche

Hermann-Brill-Straße

Schicker Treffpunkt nicht nur für Jugendliche

Ballspielplatz für 160 000 Euro erneuert

„Bolzplatz“ ist leicht untertrieben. Aus dem schmuddeligen Spielfeld inmitten der Wohnblocks der Hermann-Brill-Straße ist ein schicker Ballspielplatz geworden. Grüner Tartanbelag, Ballfangzäune, Geländer, stabile Tore und direkt angrenzend ein Streetballfeld mit Basketballkorb sind schon kurz nach der Einweihung ein beliebter und belebter Anlaufpunkt für Jugendliche geworden.
Kinder, Erwachsene und Senioren sollen die Anlage ebenfalls nutzen, wünscht sich Quartiersmanagerin Marja Glage.
Auf ihr Betreiben hin ist der kostspielige Umbau des alten, staubigen und allgemein ungeliebten Bolzplatzes erfolgt. Schon als sie 2008 in der Hermann-Brill-Straße anfing, hieß es immer wieder: „Wir brauchen etwas für Jugendliche“, erinnert sie sich. Den Bolzplatz aufzuwerten lag nahe, aber die Schwierigkeiten waren groß. Vorstellungen der verschiedenen Gruppen zusammenzuführen und einen Finanzier zu finden, kosteten Zeit. Die Jugendlichen beispielsweise wünschten sich Kunstrasen, Flutlicht und einen Käfig um den Platz. Das sprengte den Etat von 160 000 Euro. Glage war es gelungen, diesen Betrag aus dem Förderungsprogramm zur energetischen Modernisierung des Wohnungsbestands, Verbesserung des Wohnumfelds und Stadtbildpflege zu bekommen.
Anwohner sorgten sich, dass es nachts keine Ruhe mehr gibt, wenn vor ihrer Tür ein Jugendtreffpunkt entsteht. Deshalb wurden bewusst keine Bänke aufgestellt. Und weil das Miteinander der Bewohner ein Ziel des Quartiersmanagements ist, sollten auch Kinder und Senioren einbezogen werden.
Kindergruppen, etwa aus Kindergärten oder Vereinen, können den Platz nun für Ballspiele nutzen. Für Senioren soll es in der Nähe einen Fitness-Parcours geben. Bei der Einweihung durften die Zuschauer schon mal Stepper, Schulter- und Rückentrainer ausprobieren und sich überlegen, welche der Geräte nächstes Jahr fest installiert werden sollen. Im Idealfall treiben Ältere und Jüngere dann nebeneinander Sport. „Angestrebt ist eine Mischnutzung. Der Platz soll von morgens bis abends möglichst belebt sein“, sagt Marja Glage.
Mit dem Ergebnis der etwa neun Monate dauernden Arbeiten sind alle zufrieden. „Wir sind heilfroh, dass es so schön geworden ist“, sagt Ortsbeirat Albrecht Fribolin (CDU): „Über den Ortsbeirat hätten wir eine solche Summe nie bekommen“. „Ohne die Quartiersmanagerin wäre es nicht dazu gekommen“, stimmt Stadtbezirksvorsteher Dieter Frank zu. „Eine schöne Bereicherung für Sindlingen“, freut sich Sozialbezirksvorsteherin Gisela Lünzer. Als so genannte „Stadtteilakteure“ waren sie im Vorfeld in die Überlegungen einbezogen. Ebenso der evangelische Jugendclub Sindlingen-Süd, das Orientierungsmobil und das Kinder- und Jugendhaus. Sie organisierten ein Fußballturnier zur Einweihung.
Das symbolische Band zur Freigabe durchschnitt Daniela Birkenfeld, Dezernentin für Soziales, Jugend und Senioren. „Das hier ist bislang einmalig, ein Leuchtturm-Projekt für alle anderen Quartiere“, sagte sie: „Ich wünsche mir, dass der Platz gut genutzt wird und es keinen Streit darüber gibt“. „Was tut Ihr, wenn zu viele gleichzeitig hier spielen wollen?“, fragte Michael Heinz von der Caritas in einer kleinen Gesprächsrunde Göcke Kilici; der Junge gehört zu denen, die beim Abbruch des alten Platzes halfen. „Wir teilen uns auf“, antwortete er. „So soll es sein, miteinander reden, teilen, warten, auch mal andere vorlassen“, freute sich Heinz. Für den Fall, dass sich doch nicht alle friedlich einigen, soll ein Betreuer eingreifen. Er wird aus dem Etat des Quartiersmanangements bezahlt. hn

Freigegeben: Sozialdezernentin Daniele Birkenfeld (mit Schere) eröffnete den neuen Ballspielplatz. Die Jugendlichen konnten es kaum erwarten, ihn zu stürmen. Fotos: Michael Sittig

Freigegeben: Sozialdezernentin Daniele Birkenfeld (mit Schere) eröffnete den neuen Ballspielplatz. Die Jugendlichen konnten es kaum erwarten, ihn zu stürmen. Fotos: Michael Sittig

Auf dem nagelneuen Tartanboden macht das Fußballspielen doppelt Spaß.

Auf dem nagelneuen Tartanboden macht das Fußballspielen doppelt Spaß.

Fitnessgeräte zum Ausprobieren standen bei der Einweihung des Ballspielplatzes bereit.

Fitnessgeräte zum Ausprobieren standen bei der Einweihung des Ballspielplatzes bereit.

TVS – Bewegung trotz Krankheit

Turnverein

Bewegung trotz der Krankheit

Neues Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Beim TV Sindlingen wird ein neues Bewegungsangebot für Menschen mit leichter bis mittlerer Demenz, die noch zu Hause leben und dort betreut werden, aufgebaut. Es startet mit einem Schnuppertermin am Donnerstag, 14. November, um 11 Uhr in den Mehrzweckräumen der Sporthalle des TV Sindlingen, Mockstädter Straße 12.
Demenz ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters – und eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Allein in Frankfurt sind schätzungsweise 10 000 Menschen betroffen. Sport und Bewegung können den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Symptome positiv beeinflussen, das zeigen wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Deshalb hat sich das Netzwerk „Aktiv bis 100“, in dem Turnvereine und –verbände, Sozialverbände und die Stadt Frankfurt zusammenarbeiten und in vielen Stadtteilen Bewegungsangebote für hochaltrige Menschen organisieren, vorgenommen, spezielle Bewegungsangebote für Menschen mit Demenz, auch jüngere, zu schaffen. Die Stadt unterstützt dies finanziell.
So startete im Herbst 2012 die erste Frankfurter Gruppe „Menschen mit Demenz bewegen“ am Bürgerinstitut im Westend. In Sindlingen wird nun die zweite Bewegungsgruppe für Demenzbetroffene in Frankfurt aufgebaut. Die Besonderheit: Parallel zur Bewegungsstunde für die Demenzbetroffenen findet ein Bewegungskurs für die betreuenden Angehörigen statt, denn diese sind in der Regel durch die Betreuung sehr stark körperlich und psychisch belastet. Das Prinzip lautet deshalb: Die Demenzbetroffenen zum Sport bringen und sich dann in einem gesonderten Raum unter fachkundiger Anleitung selbst bewegen, den Rücken kräftigen, den verspannten Nacken lockern, dem Körper etwas Gutes tun.
Dieses Angebot in Sindlingen wird am 14. November mit einer Schnupperstunde gestartet. Der Kurs beginnt eine Woche später am 21. November. Die Übungsstunden finden jeweils donnerstags von 11 bis 12 Uhr in den Mehrzweckräumen der TV-Sporthalle Sindlingen statt. Für Teilnehmer/innen im näheren Umfeld bietet Netzwerkpartner VdK einen kostenlosen Fahrdienst an. Die Teilnahme an diesem Angebot ist aufgrund der Anschubfinanzierung durch das Sportamt der Stadt Frankfurt für die ersten drei Monate kostenlos.
Weitere Informationen: TV Sindlingen, Prof. Dr. Hans Brunnhöfer, Telefon (06190) 23 03, Email: brunnhoefer@gmx.de

simobla

Apfelweinkönig 2013 – Daube/Peters holen sich die Krone zurück

Apfelweinkönig

Daube/Peters holen sich die Krone zurück

Rekord: 117 Tester bewerten 17 selbst gekelterte Apfelweine

22.30 Uhr. „Die Probe ist offiziell beendet“, ruft Wolfgang Schuhmann in den Saal des katholischen Gemeindehauses St. Dionysius. Die Bembel werden auf die Seite geräumt und die Bierland-Schrummler packen ihre Instrumente aus. Wolfgang Gerhards, Glen Gareau und Andreas Siebert, unterstützt von Sängerin Corinna Gerhards, unterhalten die weit über 120 Gäste, die zur Wahl des „Sindlinger Ebbelwoikönigs“ gekommen sind, während im Erdgeschoss die Auszählung der Stimmzettel beginnt.
117 Leute haben probiert und bewertet, was 17 Kelterer aus der Apfelernte des vergangenen Jahres gemacht haben. Beides sind Rekordwerte – vergangenes Jahr standen nur 14 „Stöffcher“ im Wettbewerb, den knapp 100 Besucher am Ende zugunsten der Hattersheim-Sindlinger Keltergemeinschaft „Ha-Si“ entschieden.
Besonders freuten sich die Organisatoren um Jürgen Peters und Wolfgang Schuhmann, dass diesmal viele junge Leute den Saal bevölkerten. Dazu mag beigetragen haben, dass mit den „Bembelbuben“ André Erbes, Ralf Riemenschneider, Patrick und Simon Stappert ein recht junges Team sein erstes „Stöffche“ vorstellte. Die Männer von Mitte 20 bis 30 Jahren hatten erkennbar viele Freunde dabei. Eigene Äpfel dagegen hatten sie kaum: „Wir haben überall herumgefragt, durften hier und da etwas holen und haben nur wenig zugekauft“, sagt Patrick Stappert. „Es sind aber alles Sindlinger Äpfel“, ergänzt sein Bruder Simon. Vergangenes Jahr setzten sie zum ersten Mal eigenen Apfelwein an. „Wir haben ihn überall gelagert, wo Platz war“, sagt Ralf Riemenschneider. Das soll sich dieses Jahr ändern. „Wir haben 800 Liter Süßen gepresst, und der kommt jetzt in den früheren Kartoffelkeller des Traditionshofs Stappert“, erklärt André Erbes. Auf dass auch nächstes Jahr die Chance besteht, Apfelweinkönig zu werden. Dieses Jahr schafften die Jungs einen achtbaren zwölften Platz.
Die Mädels schnitten sogar noch besser ab. Kurios: Die „Wingerthexen“, erstmals dabei, sind selbst eigentlich gar keine Apfelwein-Liebhaber. „Wir machen immer nur Apfelsaft“, erklärte Renate Ahlers-Zimmermann, die sich mit ihren Töchtern Franziska und Greta hinter dem Namen verbirgt. Aber weil die Kür des Apfelweinkönigs immer so viel Spaß macht, haben sie eine kleine Menge Saft abgezweigt und zu Apfelwein reifen lassen – gerade genug, um die Mindestmenge von 15 Litern zur Verfügung zu haben. „Uns schmeckt er ganz gut“, sagte Renate Ahlers- Zimmermann. Den Testern auch. Das Stöffche der „Wingerthexen“ kam auf den fünften Platz.
Die Probe lief nach dem bewährten Muster. Nach dem Festgottesdienst zur Kirchweih in St. Dionysius versammelten sich Kirchgänger und andere im Gemeindehaus und bewunderten die aufwendige, schöne Herbst-Deko. Das eingespielte Helferteam versorgte sie zunächst mit Getränken und deftigen Speisen aus der „Frankfurter Stubb“. Anschließend wurden die 17 nummerierten Bembel auf den langen Tisch in der Mitte gestellt. Die vorbereiteten 105 Stimmzettel waren im Nu vergriffen, so dass eilig nachkopiert werden musste. Enormes Gedränge herrschte rund um die Bembel, dazu ein solches Stimmengewirr, dass die Musik von Alleinunterhalter Lothar Kleber beinahe unterging. Hier nickte einer anerkennend, dort verzog eine das Gesicht: Kein Apfelwein schmeckt wie der andre, und kein Kelterer erkennt sein eigenes Stöffchen wieder. Noten von Eins bis Sechs vergaben die Tester, was sechs Punkten für „es goldisch Stöffche fer mich schlechthin“ oder einem für „den reservier ich fer mein liebste Feind“ entspricht.
Nach dem Ende der Probe gaben Traudlinde Peters, Bärbel Gerhards, Angela Fischer und Ingrid Schubert die Punkte von den Stimmzetteln in zwei Computer ein; Harald Fischer hat vor fünf Jahren eigens dafür ein Programm geschrieben. Als die Hälfte der Zettel erfasst war, ging oben im Saal der Beamer an. Nun konnten alle miterleben, wie sich die Auswertung gestaltete. Unangefochten an der Spitze stand der Bembel Nummer Acht. Erst am Ende löste Wolfgang Schuhmann auf, wem er zu verdanken war: Stefan Daube und Jörg Peters hatten sich die Krone zurückgeholt, die sie vergangenes Jahr an „Ha-Si“ hatten abgeben müssen. „Frau Rauscher“ alias Gemeindereferetin Claudia Lamargese gratulierte. Platz Zwei holte Jochen Dollase, auf Rang Drei fanden sich mit Markus Krämer und Wolfgang Scheh zwei Kelterer der ersten Stunde; in Schehs Keller war seinerzeit die Idee zum „Apfelweinkönig“ geboren worden.
Am meisten gefreut sich aber ein anderer. Harald Fischer hatte sich sehr gewünscht, mal nicht Letzter zu werden. Als es nun hieß: „Platz Zehn“, war der glücklichste Mann im Saal. hn

Gekrönte Häupter: Jörg Peters (links) und Stefan Daube kelterten das beste „Stöffche“

Gekrönte Häupter: Jörg Peters (links) und Stefan Daube kelterten das beste „Stöffche“

Sie zählten die Wertungsbögen aus: (von links) Ingrid Schubert, Bärbel Gerhards, Angela Fischer und Traudlinde Peters.

Sie zählten die Wertungsbögen aus: (von links) Ingrid Schubert, Bärbel Gerhards, Angela Fischer und Traudlinde Peters.

Corinna Gerhards und Andreas Siebert von den Bierlandschrummlern, die beim Apfelweinkönig als „Hells' Bembels“ firmieren.

Corinna Gerhards und Andreas Siebert von den Bierlandschrummlern, die beim Apfelweinkönig als „Hells‘ Bembels“ firmieren.

Ebbelwoi-Fetischist: Jochen Dollase mit Bembel-Tattoo

Ebbelwoi-Fetischist: Jochen Dollase mit Bembel-Tattoo

Zauberhaft: Die „Wingerthexen“  (von links) Renate Ahlers-Zimmermann, Franziska und Greta Zimmermann errangen auf Anhieb den fünften Platz.

Zauberhaft: Die „Wingerthexen“ (von links) Renate Ahlers-Zimmermann, Franziska und Greta Zimmermann errangen auf Anhieb den fünften Platz.

Edwin Reinhard kostet noch, Jens Schultheis hat sich schon entschieden: schmeckt nicht, weg damit!

Edwin Reinhard kostet noch, Jens Schultheis hat sich schon entschieden: schmeckt nicht, weg damit!

Frau Rauscher alias Claudia Lamargese verteilte Apfelsenf als Trostpreis.

Frau Rauscher alias Claudia Lamargese verteilte Apfelsenf als Trostpreis.

Apfelweinkönig 2013 – Die Kelterer und die Helfer

Die Kelterer

Platz 1. Stefan Daube/Jörg Peters (Bembel 8)
2. Jochen Dollase (7)
3. Markus Krämer/Wolfgang Scheh (14)
4. Hasso Hör (2)
5. Wingerthexen (5)
6. Gärfreunde (10)
7. Jürgen Peters (11)
8. Jupp Riegelbeck (9)
9. Peter Sittig (15)
10. Harald Fischer (13)
11. Edwin Reinhard (4)
12. Bembelbube (1)
13. Markus Werner (17)
14. Alexander Müller (12)
15. Ha-Si (6)
16. Mathias Pauli (3)
17. Elke Stappert (16)

Bembelbube: André Erbes, Ralf Riemenschneider, Patrick und Simon Stappert
Gärfreunde: Gernot Carda, Gerald Kölbl und Martin Bertelmann
Ha-Si: Wolfgang Gerhards, Norbert Schissl, Susanne Bohne und Klaus Schäfer
Wingerthexen: Renate Ahlers- Zimmermann, Franziska und Greta Zimmermann

 

Die Helfer

Dass der Abend so vergnüglich, angenehm und wie am Schnürchen ablief, ist den vielen Helfer der katholischen Gemeinde zu verdanken. Sie sorgten für Essen und Getränke, Bewirtung, Auf- und Abbau, Einkauf, Auswertung, Spüldienst und was sonst noch alles an einer solchen großen Veranstaltung dranhängt. Es sind:
Jürgen Peters, Wolfgang Schuhmann, Klaus Mettin, Norbert Schulze, Bepi Schmidt, Bärbel Gerhards, Susanne Bohne, Ingrid Schubert, Traudlinde Peters, Elke Stappert, Monika Schuhmann, Thomas Schmidt, Walter Schmoll, Tadija Kristic, Ingrid Sittig, Christine Krämer, Woltera Reinhardt, Angela Fischer, Dragica Kristic, Christel Fribolin, Mariela Schmoll, Harald Fischer, Walter Dill und Willi Stappert.

 

Verlosung am Stadtteilsonntag – Die Gewinner

Die Gewinner

Beim Stadtteilsonntag verteilte der Gewerbeverein FHH+G Lose. Zu gewinnen gab es Einkaufsgutscheine. Zwischenzeitlich wurden die Gewinner gezogen. Einen Sindlinger Gutschein im Wert von je zehn Euro haben gewonnen: Bruno Ohlwein, Cornelia Mühlbach, Svenja Klier, Gisela Wiegand, Stefanie Nicastro, Inge Sommerschuh, Barbara Wydra, Erika Tetzner, Manuela Lauber und Karin Figal. Der erste Preis, ein Gutschein im Wert von 100 Euro, ging an Chantal Nicastro.
Der „Sindlinger Gutschein“ kann in verschiedenen örtlichen Geschäften eingelöst und auch erworben werden – beispielsweise als Geschenk.

 

Lebensfrage – Vikar Konstantin Sacher gibt Antworten

Lebensfragen

Vikar Konstantin Sacher gibt Antworten

Stellen Sie sich vor: Ich stehe im Supermarkt an der Kasse. Eine alte Frau kommt von hinten und drängt sich mit ihrem Rollator einfach an mir vorbei. Auch die Menschen vor mir überholt sie einfach. Alle gehen freundlich einen Schritt zur Seite. Sie ist ja alt und nicht mehr so gut zu Fuß, da möchten wohl alle höflich sein. Aber warum muss die Frau hier eigentlich durch? Sie hat sich einfach vor gedrängelt. Sie wollte nur schneller bezahlen als wir alle. Eigentlich will ich die Frau anmotzen, aber ist das nicht völlig unangebracht? Sie ist ja eine alte Frau.
Eine andere Situation: Meine Tochter hat viele muslimische Freundinnen. Jetzt redet sie auch die ganze Zeit davon, dass sie im Ramadan fasten möchte. Sie will auch mal mitgehen in die Moschee und eigentlich auch lieber Türkisch anstatt Englisch lernen. Soll ich ihr das alles verbieten? Ich will doch nicht, dass sie Muslimin wird.
Kommen Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, diese Fragen bekannt vor? Oder haben Sie Fragen, die so ähnlich sind? Fragen aus dem Sindlinger Leben, die schwierig zu beantworten sind.
Jeder Mensch stellt sich schwierige Fragen und manchmal brauchen wir Antworten von außen. Antworten auf eigentlich ganz gewöhnlich erscheinende Fragen, die wir aber dennoch nicht selbst beantworten können. Wenn jemand anderes ein offenes Ohr hat und uns zeigt wie wir die Sache noch sehen können, dann hilft uns das, eine Antwort für uns zu finden. Ich jedenfalls brauche andere Menschen, damit ich für mich eine Antworten auf meine Fragen finde.
Um solche Fragen soll es an dieser Stelle in nächster Zeit gehen. Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sind aufgerufen, Fragen zu stellen! Fragen, die Ihnen in ihrem Alltag in Sindlingen kommen und von denen Sie möchten, dass sie öffentlich diskutiert werden.
Ich, Vikar Konstantin Sacher von der evangelischen Gemeinde in Sindlingen, werde Ihnen auf ihre Fragen antworten. Ich werde Ihre Fragen lesen und mir viele Gedanken machen, wie man Ihre Sache angehen könnte. Und ich werde Ihnen dann hier im Sindlinger Monatsblatt schreiben. Dabei habe ich natürlich den Blick eines angehenden Pfarrers. Das heißt, dass ich einen christlichen Blick auf Ihre Fragen werfe. Ich werde Ihnen aber vor allem als Mensch schreiben, der sich für andere Menschen interessiert und der hofft Ihnen weiterhelfen zu können. Ich denke, dass Fragen, die Ihr Leben betreffen, interessant sind. Und das nicht nur für Sie und für mich, sondern auch für alle anderen Leser. Viel öfter als wir denken, betreffen unsere Gedanken auch die Probleme der anderen. Besonders gilt das für Fragen der alltäglichen Lebensführung. Außerdem schreibe ich Ihnen natürlich auch aus der Perspektive eines Menschen, der neu in Sindlingen ist. Und wer irgendwo neu ist, der sieht viele Dinge sowieso anders.
Ob es nun um angemessenes Verhalten im Supermarkt oder um den Umgang mit Fremden geht, Ihre Fragen könnten dieselben wie die von Hundert anderen Sindlingern sein. Also trauen Sie sich ruhig Fragen aufzuwerfen, die auch mal unbequem oder auch einfältig klingen. Schreiben Sie ruhig alles! Es gibt keine dummen Fragen. Ich bin gespannt! Und ich freue mich auf unseren Austausch!

Ihr Konstantin Sacher
Vikar der evangelischen Gemeinde

 

Fragen können gestellt werden per E-Mail an vikarsacher@gmail.com oder schriftlich an die Postadresse der evangelischen Gemeinde, zu Händen Vikar Konstantin Sacher, Sindlinger Bahnstraße 44.

 

Evangelische Gemeinde – Termine

Evangelische Gemeinde

Ortsgeschichte
Vor 200 Jahren lebten in Sindlingen 570 Einwohner in 98 Häusern. Die Siedlung bestand überwiegend aus dem alten Ortskern Huthmacherstraße. Eine Karte aus dem Jahr 1893 weist in der Bahnstraße gerade mal ein einsames Haus aus! Heute hat Sindlingen rund 9000 Einwohner. Wie sich der Wohnungsbau entwickelt hat, welche Bauabschnitte und Baustile dabei entstanden, schildert Karlheinz Tratt, Archivar des Heimat- und Geschichtsvereins, am Montag, 18. November, in einem Lichtbildervortrag. Er beginnt um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Der Eintritt ist frei.

„Zum Doodlache“
„Guude Petrus – Himmlisch Hessisch zum Doodlache“ ist am Freitag, 15. November, ab 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus zu erleben. Der Frankfurter Mundartdichter und Liedermacher Rainer Weisbecker widmet sich in seinem Soloprogramm witzig und unterhaltsam dem hessischen Leben nach dem Tode. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Flötenstunde
Flötenunterricht für Kinder gibt Meike Bartelt jeden Montag im evangelischen Pfarrhaus, Sindlinger Bahnstraße 44. Die Anfängergruppe spielt von 15 bis 15.30 Uhr, Anfänger mit Erfahrung sind von 15.30 bis 16 Uhr an der Reihe und Fortgeschrittene üben von 16 bis 16.30 Uhr. Ältere Kinder treffen sich nach Vereinbarung mit Meike Bartelt.

Krabbelgruppe
Wer Interesse daran hat, mit Gleichgesinnten eine Krabbelgruppe zu gründen, kann sich ans evangelische Gemeindebüro (Telefon 37 39 79) wenden. Dort werden die Kontakte vermittelt.

Basteln für Advent
Der ökumenische Seniorenclub bereitet sich auf Weihnachten vor. Am Dienstag, 12. November, wird beim Treffen im Seniorenclub Edenkobener Straße 20a von 15 bis 17 Uhr für die Adventszeit gebastelt.

Offener Mittwoch
Zum „Offenen Mittwoch“ sind die Senioren der evangelischen Gemeinde alle zwei Wochen mittwochs ins Gemeindehaus eingeladen. Die gesellige Runde beginnt jeweils um 15 Uhr. Nächste Termine sind der 13. und 27. November. hn