Category: 2017

Eine Gaunergeschichte

Eine Gaunergeschichte

Theater Hans im Glück auf dem „Abi“

Die Theatergruppe „Schreiber & Post“ präsentiert am Samstag, 10. Juni, um 15 Uhr auf dem Abenteuerspielplatz des Kinder- und Jugendhauses einen Open-Air-Nachmittag mit dem Stück „Hans im Glück“ für Kinder ab fünf Jahren.

Andrea Post und Tim Schreiber spielen das Märchen von Hans im Glück mit nichts. Doch die Fantasie lässt alles zu. „Wer nichts hat, erfindet sich seine Welt“, lautet das Motto. Ohne Worte erzählt das Theaterstück eine witzige, abenteuerliche Suche nach dem Glück: So fällt Hans ein schwerer Klumpen Gold in den Schoß, die Kuh „Else“ will sich nicht vorwärts bewegen, die Sau „Rosa“ sitzt dick und fett in der Schubkarre und die Gans „Suse“ legt ein Ei. Der Gauner rafft und schafft, um so viel wie möglich zu bekommen. Am Ende stehen beide glücklich da: der Gauner und der strahlende Hans.

Das Stück dauert 50 Minuten. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier, für Kinder zwei Euro. Inhaber des Frankfurt-Passes und Kultur-Passes Frankfurt erhalten eine Ermäßigung.

Das Gelände des Abenteuerspielplatzes befindet sich nach Überqueren des Parkplatzes hinter der Stadtbücherei etwa 100 Meter neben dem Bahndamm.

Gold allein macht nicht glücklich - oder? 

Gold allein macht nicht glücklich – oder?

Auszeichnung für Helmuth Freyer

Auszeichnung für Helmuth Freyer

Mit dem Verbandsabzeichen in Gold dankte der Kleingärtnerverein Sindlingen seinem Mitglied Helmuth Freyer für 40 Jahre Mitgliedschaft. Er hegt und pflegt nicht nur seinen Garten in der Vereinsanlage, sondern engagiert sich auch als Kassierer im Vorstand. In dieser Funktion wurde er in der Jahreshauptversammlung einmal mehr bestätigt. Vorsitzender bleibt Wolfgang Müller, zweite Vorsitzende Halina Richmann und Schriftführerin Heike Geyer-Vogel.

Mit Noah Tiere retten

Mit Noah Tiere retten

Katholische Gemeinde Kinderbibeltag

Am Samstag, 24. Juni, findet in der katholischen Gemeinde St. Dionysius ein Kinderbibeltag statt. Er greift eine Geschichte aus dem Alten Testament auf, die an eine große Überflutung erinnert. Zum Glück sind nicht alle Lebewesen der Sintflut zum Opfer gefallen. „Mit Noah die Tierwelt retten“ heißt das Motto des Bibeltags. Kinder von sechs bis elf Jahren sind eingeladen, mehr über die spannende Geschichte aus dem Buch Genesis, Kapitel Sechs bis Neun, zu erfahren. Wer war Noah? Was veranlasste ihn, einen schwimmenden Kasten (Arche) zu bauen? Konnte er wirklich alle Tiere vor der Flut retten? Aufregende Fragen, die im Laufe des Kinderbibeltages beim Basteln, Spielen und Singen beantwortet werden. Los geht’s um 10 Uhr im und rund um das Gemeindehaus St. Dionysius (Huthmacherstraße). Im Lauf des Tages gestalten die Kinder auch den Abschlussgottesdienst von 15.30 bis 16 Uhr, zu dem alle Eltern eingeladen sind. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an pfarramt@kath-kirche.sindlingen.de oder mit einem Anmeldeformular im Pfarrbüro St. Dionysius. Anmeldeschluss ist der 17. Juni. Es fällt ein Unkostenbeitrag von drei Euro an.

Sommerfest und Reiterdisco

Sommerfest und Reiterdisco

Zu Sommerfest und Reiterdisco sind Besucher am Samstag, 24. Juni, auf der „Sindlinger Glückswiese“ willkommen. Ab 15 Uhr erleben sie dort ein buntes Rahmenprogramm mit Reitvorführungen, Ponyreiten, Spielen und Basteln, einem Reiterflohmarkt und hautnahen Kontakt zu Kühen, Schafen, Ziegen, Schweinen und Pferden. Essen und Getränke gibt es natürlich auch und am Abend ab 20 Uhr eine große Reiterdisco. Die Glückswiese liegt an der Okrifteler Straße außerhalb von Sindlingen in Richtung Okriftel.

Hoftiere kennen lernen

Hoftiere kennen lernen

Zum „Familiensamstag“ laden die Ponyzwerge am Samstag, 3. Juni, ein. Der Tag „bietet Raum für Gemeinschaft, Erholung, Spiel und das Gefühl. gemeinsam Großes zu schaffen“, ermuntert der Verein alle Interessierten zum Mitmachen. Der nächste Lehrgang Reitabzeichen 10 (für Longenkinder) und Reitabzeichen 9 (für Freireiter) findet in der dritten Woche der Sommerferien statt. In der ersten, zweiten und sechsten Ferienwoche stehen Tiererlebniswochen und das beliebte Zeltwochenende auf dem Programm.

Die Tiererlebniswoche ist für Kinder von sechs bis 13 Jahren gedacht. Täglich von 8 bis 16 Uhr machen die Teilnehmer direkte Erfahrungen mit Hoftieren. Sie lernen anhand verschiedener Methoden das Tier und seine Bedürfnisse kennen. Die Tiererlebniswoche soll dazu anregen, sich aktiv mit der Erzeugung von Lebensmitteln auseinander zu setzen und sich für das Tier dahinter zu sensibilisieren.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung steht die Selbsterfahrung im Mittelpunkt.

Näheres dazu steht auf der Heimseite www.ponyzwerge-sindlingen.de im Internet und auf der Infotafel im Stall.

Alles aus einer Hand

Alles aus einer Hand

Soziales Kinderzentrum jetzt auch für Familien

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, hat vor kurzem das Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) Sindlingen eröffnet. Es ist das dritte Kifaz in Trägerschaft des städtischen Eigenbetriebs Kita Frankfurt. Das Kinderzentrum Hermann-Küster-Straße und die Familienbildung des Internationalen Familienzentrums haben eine enge Kooperation geschlossen, um gute Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote für die Kinder und Familien in Sindlingen anzubieten.

Mit dieser Einrichtung gibt es nun fünfzehn Kinder- und Familienzentren in Frankfurt. „Unsere Kinder- und Familienzentren sind ein wichtiger Baustein früher Hilfen für Familien und Kinder in schwierigen Lebenslagen und helfen mit ihrer Arbeit, herkunftsbedingte Benachteiligungen auszugleichen. Mein Ziel ist es darum, jedes Jahr weitere Kinder- und Familienzentren zu schaffen“, so Sylvia Weber. Kinder- und Familienzentren stellen ein umfassendes, die ganze Familie in den Blick nehmendes Angebot bereit. Sie vernetzen die Bildung und Betreuung der Kinder mit einer Beratung für die Eltern. Dieser Ansatz sei nachweislich ein erfolgreiches Instrument zur Erhöhung der Bildungschancen, betont die Dezernentin. Die Zentren bündelten öffentliche Leistungen für Kinder und ihre Familien und knüpften Netzwerke mit Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtteil. Sie böten ein breites Hilfeangebot aus einer Hand. „Mit den Kinder- und Familienzentren schaffen wir gute und vor allem gerechte Startchancen für alle Kinder, gleich welcher Herkunft, welchen Geschlechts und unabhängig davon, ob ihre Eltern arm oder reich sind. Ich freue mich über jedes weitere Kifaz in unserer Stadt und wünsche einen guten Start in Sindlingen“, so Weber. (kus)

Bildungsdezernentin Sylvia Webe. Foto: Michael Sittig

Bildungsdezernentin Sylvia Webe. Foto: Michael Sittig

Mit Struwwelpeter und Spundekäs

Mit Struwwelpeter und Spundekäs

Ludwig-Weber-Schule Schulfest mit Berühmtheiten, Gerichten, Mundart und weiteren hessischen Eigenheiten

Nicht die Herkunft, sondern das Bekenntnis macht den Hessen aus. „Hesse ist, wer Hesse sein will“, sagte Hessens Ministerpräsident von 1951 bis 1969, Georg August Zinn. Was aber macht den Hessen aus? Damit beschäftigten sich die Schüler der Ludwig-Weber-Schule in einer Projektwoche. Die Ergebnisse waren beim Schulfest zu sehen und zu probieren.

Die Klasse 4a suchte und fand hessische Berühmtheiten. Was sie über Goethe, Rennfahrer Sebastian Vettel, Sängerin Namika oder die Brüder Grimm zusammen trug, stellte sie auf Plakaten dar. „Ich habe mich mit dem Hessenpark beschäftigt“, berichtet Yasmin (10 Jahre): „Das hört sich spannend an.“ Auch die längsten Flüsse, höchsten Berge und eine der „leckersten Speisen“, die Frankfurter Rindswurst. fielen ins Raster.

Zum Glück ist es für Hessen keine Pflicht, Handkäse zu mögen. Bei einer Blindverkostung ließen Lehrerin Petra Erk-Döhring und Najat El-Daghire die Kinder verschiedene Klassiker der hessischen Küche versuchen. Viele verzogen die Gesichter, als sie ein Häppchen Handkäse und ein Löffelchen Kochkäse im Mund hatten. „Frischkäse ist drin, Knoblauch ist drin“, analysierte Ravza (10) die dritte Portion: „Ich habe keine Ahnung, was das ist, aber es schmeckt lecker.“ „Das ist Spundekäs“, sagte Petra Erk-Döhring. Bethmännchen und Frankfurter Kranz mochten fast alle Kinder, auch wenn viele die Namen des Gebäcks nicht kannten. Noch schwieriger gestaltete sich das Hessische beim Mundart-Quiz. Angesichts von Wörtern wie Worschtfinger, Deetz, uffmische oder Lebbe geht weider schüttelten viele nur ratlos die Köpfe. Das war definitiv eine Fremdsprache.

Vertrauter sind den meisten Kindern die Grimm‘schen Märchen. Lesepaten der „Mentor Hessen“ Leselernhilfe lasen daraus vor, Zweitklässler hatten passend dazu Sterntaler- und Rapunzelplätzchen gebacken.

Die Eingangsklassen und die 4b hatten sich mit Wappen beschäftigt. „Es war echt schön zu sehen, wie sie aufgebaut sind und was sie bedeuten“, sagt Jan aus der 4b. Die Besucher des Schulfestes durften mit Hilfe der Schüler nun selbst Wappen gestalten. Ein Erinnerungsfoto als „Struwwelpeter“ konnte mitnehmen, wer bei den Drittklässlern den Kopf durch eine Durchguck-Wand mit der urhessischen Figur steckte. Am Glücksrad war der Struwwelpeter der Haupttreffer.

Die meisten Aktivitäten fanden diesmal im Inneren der Schule statt. Der Pausenhof ist aufgrund der Bauarbeiten einfach zu klein, um dort wie üblich Hüpfburg, Rollenrutsche und große Spielstationen aufzubauen, sagt Konrektor Martin Stojan. So fanden lediglich der ASB, fünf Spielecken und Tische und Bänke für die Bewirtung Platz auf dem Außengelände.

Eltern hatten Kuchen und Salate gespendet, dazu gab es Würstchen und Getränke. Zunächst jedoch sang der Schulchor das Schullied, dann begrüßte Schulleiterin Fatima Oturak-Pieknik die Gäste. Sie dankte allen, die das Fest ermöglichten.

Einige hob sie besonders hervor. Zum Beispiel Najat El Daghire, die seit einem Jahr das Elterncafé freitags von 8 bis 10.30 Uhr organisiert. Oder die Gruppe um die früheren Elternbeiratsvorsitzenden Claus Hoß und Roland Haschke, die kurz zuvor einen Förderverein für die Ludwig-Weber-Schule gegründet hatte. „Ich trete jetzt gleich ein, für einen Euro im Monat“, animierte sie die Eltern, es ihr nachzutun. Ein Förderverein sei eine tolle Gelegenheit, unbürokratisch zusätzliche Geldspenden zu erhalten, die den Schülern zugute kommen.

Ein herzliches Dankeschön ging auch an Lehrerin Yvonne Welzel-Orlob. Sie hatte die vielfältigen Aktivitäten der Schule zur Leseförderung in einem siebenseitigen Projektbericht zusammen gefasst und an die Hardtenberg-Stifung geschickt. Diese Stiftung fördert benachteiligte Kinder. „Wir haben 1000 Euro bekommen“, freute sich Fatima Oturak-Pieknik. hn

Hessische Wappen waren das Projektthema der Eingangsklassen. Fotos: Michael Sittig

Hessische Wappen waren das Projektthema der Eingangsklassen. Fotos: Michael Sittig

Wappen konnten die Besucher beim Schulfest selbst herstellen.

Wappen konnten die Besucher beim Schulfest selbst herstellen.

Mit grünen Luftballons warb Claus Hoß um Mitglieder für den neuen Förderverein der Ludwig-Weber-Schule. 

Mit grünen Luftballons warb Claus Hoß um Mitglieder für den neuen Förderverein der Ludwig-Weber-Schule.

Die Brüder Grimm zählen zweifellos zu den berühmtesten Hessen.

Die Brüder Grimm zählen zweifellos zu den berühmtesten Hessen.

 

„Wir sind gut im improvisieren“

Die rund 200 Grundschüler der Ludwig-Weber-Schule sind seit zwei Jahren in einem Ersatzbau auf dem vorherigen Schulhof untergebracht. Das Gebäude ist drei Stockwerke hoch, besteht aus Holz und besticht durch ein angenehmes Raumklima.

Ein übermannshoher, hölzerner Bauzaun trennt das Provisorium und ein kleines Stück Pausenhof von der Baustelle ab. Das alte Betongebäude ist abgerissen, der Baulärm hielt sich in Grenzen. Mittlerweile sind schon Teile des Fundaments für den Neubau gegossen. Bislang sei alles gut verlaufen, sagen Schulleiterin Fatima Oturak-Pieknik und Konrektor Martin Stojan. „Es gibt keine Klagen“, bestätigt Schulelternbeiratsvorsitzende Alice Heckmann-Denisenko.

Im Großen und Ganzen hielten sich die Baustellenfahrzeuge an die abgesprochenen Zeiten, so dass sich schwere Laster und Schüler nicht begegneten; kommt das doch einmal vor, sehen Ordner nach dem Rechten. Also alles bestens? Nicht ganz. Probleme bereiten vor allem die geschrumpften Außenflächen und die fehlende Sporthalle. Für den Sportunterricht müssen die Kinder in Hallen in Zeilsheim und Sindlingen-Süd ausweichen, für den Schwimmunterricht fahren sie nach Höchst und Griesheim. „Das ist ein Riesenproblem und sehr personalaufwendig“, sagt die Schulleiterin. Jeweils zwei Lehrer müssen mit, das bindet viel Zeit. Darunter leiden freiwillige Angebote wie nachmittägliche Arbeitsgemeinschaften. Davon gibt es kaum noch welche.

Der Pausenhof ist so klein, dass die meisten der früher gern genutzten Bewegungsspielzeuge im Lager bleiben müssen.

Auch sonst gibt es keine Spielgeräte. Aber alles in allem „kommen wir gut mit dem Provisorium zurecht. Wir sind gut im Improvisieren, auch dank der engagierten Eltern“; sagt die Schulleitung. hn

Winzige Nasen, riesige Augen

Winzige Nasen, riesige Augen

WORKSHOP Kinder und Jugendliche zeichnen Comics und Mangas

Mangas sind Comics, aber nicht jeder Comic ist ein Manga. Was die gezeichneten Geschichten unterscheidet, welche Stilmittel dafür typisch sind und Wissenswertes zu ihrer Herkunft und Verbreitung lernten elf Mädchen und Jungen zwischen sechs und 15 Jahren in einem Workshop in der Bücherei. Sie hatte dazu in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und dem Jugendclub eingeladen. Die Theorie war jedoch nur die Beigabe. Vor allem ging es darum, selbst Mangas zu zeichnen.

„Es gab ein großes Interesse daran, deshalb haben wir den Workshop nach 2016 noch einmal angeboten“, sagten Annette Moschner, Kathrin Schedel (Bücherei), Sandra Herbener (Quartiersmanagerin) und Nadina Smajlovic (Jugendclub Sindlingen). Während die Kinder und Jugendlichen teils Vorlagen abmalten, teils eigene Gestalten kreierten, erfuhren sie, dass Mangas aus dem asiatischen Raum stammen, Comics aus den USA. „Bei Mangas zeichnet ein Zeichner eine Serie durch, Comics haben zumeist verschiedene Zeichner“, sagt Nadina Smajlovic. Manga-Figuren haben in der Regel winzige Nasen und riesige Kulleraugen. Sie werden von rechts nach links gelesen.

Vorlagen fanden sich in der Bücherei reichlich. Es gibt eine große Auswahl an Comics und Mangas. Die Veranstalter sorgten für das passende Material, zum Beispiel Aquarellstifte und Copic-Marker für spezielle Farbeffekte. Die Teilnehmer am Workshop schufen zunächst Skizzen, anschließend kleinere und größere Bilder. Sie wurden in der Bücherei aufgehängt und zugedeckt.

Vernissage vor großem Publikum

Gut 30 junge Leute und einige Erwachsene erlebten bei der Vernissage, wie eins nach dem anderen abgedeckt wurde und spendeten den Künstlern Applaus. Sandra Herbener zitierte Pablo Picasso, der bedauerte, nie Comics gezeichnet zu haben. Das wird den Sindlinger Jungen und Mädchen nicht passieren.

Angesichts der Qualität der Bilder legte ihnen die Quartiersmanagerin ans Herz: „Hört nicht auf, macht weiter.“ Getreu einer Weisheit von Wilhelm Busch, die Annette Moschner vorlas: „Wer schuf die grünen Landschaftsbilder, die Wirtshaus- und die Wappenschilder? Wer hat die Reihe deiner Väter, seit tausend Jahren oder später, so meisterlich in Öl gesetzt? Wer wird vor allen hochgeschätzt? Der Farbenkünstler! Und mit Grund! Er macht uns diese Welt so bunt.“ hn

Vor allem Mangas zeichneten Kinder und Jugendliche im Workshop in der Stadtteilbücherei. Foto: Michael Sittig

Vor allem Mangas zeichneten Kinder und Jugendliche im Workshop in der Stadtteilbücherei. Foto: Michael Sittig

Altgediente und neue Gesichter

Altgediente und neue Gesichter

SPD Ortsverein ehrt Jubilare und begrüßt neue Mitglieder

Altgediente Genossen und neue Mitglieder kamen zum Frühjahrsempfang der Sindlinger Sozialdemokraten. Stadtverordneter und Ortsvereinsvorsitzender Sieghard Pawlik hieß drei neu Eingetretene willkommen und übergab ihnen die Parteibücher. Bundestagskandidat Volker Strank und Ortsbeirats-Fraktionsvorsitzende Petra Scharf ehrten langjährige Mitglieder.

An erster Stelle nannte Strank Günter Hennemann, der seit 50 Jahren Sozialdemokrat und tief im Stadtteil verwurzelt ist. Der Hobbymaler, dessen Werke beispielsweise im evangelischen Gemeindesaal hängen, war neben anderem im VdK-Vorstand und bei der Organisation der 1200-Jahrfeier engagiert, singt im Männerchor Germania und wirkte lange Jahre als stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher. Für 40 Jahre Mitgliedschaft dankte der Vorstand Gudrun Mühlberger, Manfred Mühlberger und dem früheren Ortsbeirat Claus Lünzer. Für 25 Jahre ehrte Sieghard Pawlik Gisela und Günther Remmert. Bei Kaffee und Kuchen wurde anschließend bei einer angeregten Diskussion die aktuelle und kommunale politische Situation diskutiert. cl

Seit 40 Jahren sind Gudrun und Manfred Mühlberger (links) und Claus Lünzer (zweiter von rechts) SPD-Mitglieder. Vorsitzender Sieghard Pawlik (Mitte) und Volker Strank gratulierten.

Seit 40 Jahren sind Gudrun und Manfred Mühlberger (links) und Claus Lünzer (zweiter von rechts) SPD-Mitglieder. Vorsitzender Sieghard Pawlik (Mitte) und Volker Strank gratulierten.

Urbaner Hessentag in Rüsselsheim

Urbaner Hessentag in Rüsselsheim

LANDESFEST Rund 1500 Veranstaltungen locken in die Opel-Stadt am Main

Im Frühling von der Skischanze springen, die tierischen Spürnasen des Zolls erleben oder zu den Liedern der Rockgruppe Scorpions singen: All das geht beim Hessentag in Rüsselsheim. Rund 1500 Veranstaltungen sind vom 9. bis 18. Juni geplant. Eine davon gestaltet der Männerchor Germania aus Sindlingen. Er singt am Sonntag, 11.Juni, um 10 Uhr im Weindorf, das im Verna-Park steht.

„Vieles ist nur möglich dank der Partnerschaft mit Opel. Das Unternehmen stellt uns Flächen mit der dazugehörigen Infrastruktur zur Verfügung. Beispielsweise für die Hessentagsarena, unser großes Open-Air-Konzertgelände, oder für die Landesausstellung, die sich als ‚unser Tor zum Hessentag‘ in insgesamt sechs Hallen der Öffentlichkeit präsentieren wird“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt. „Der Rüsselsheimer Hessentag ist ein urbaner Hessentag. Die großen Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen liegen mitten in der Stadt, alles ist vom Bahnhof aus fußläufig gut zu erreichen.“

Wie bei jedem Hessentag gibt es eine Landesausstellung, die Sonderschau „Der Natur auf der Spur“, einen großen Festzug zum Abschluss sowie ein Festzelt, das in Rüsselsheim die Music Hall K48 sein wird. In der Landesausstellung präsentieren sich die Ministerien, der Hessischen Landtag und seine Fraktionen. Zahlreiche Unternehmen informieren über ihre Produkte und Dienstleistungen.

Natur, Sport und ein Tag der Polizei

Die Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ gehört mit vielen Mitmach- und Erlebnisaktionen zu den beliebtesten Attraktionen auf dem Hessentag. Für alle jungen Besucher hält das dm-Kinderland Überraschungen bereit. Auch der Sport kommt mit mehr als 100 Veranstaltungen nicht zu kurz. Ein Höhepunkt ist das zweitägige „Festival des Sports“. Es gibt Aktionen zum Zuschauen und Mitmachen. Besucher können von einer Sommerskischanze springen, eine Biathlonanlage testen oder einen Parcours für Fahrrad-Trial bezwingen. Außerdem werden die Deutschen Meisterschaften im Fahrrad-Trial und Hessische Meisterschaften unter anderem im Degen- und Florettfechten sowie im Tanzen ausgetragen. Der „Tag der Polizei“, an dem rund 900 Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter vereidigt werden, lockt mit einer Polizei-Sport-Musikshow jedes Jahr zahlreiche Besucher an.

Abends spielen zahlreiche Musikgrößen in der Hessentagsarena. Den Auftakt bildet das große „hr3 Open Air“ mit Silbermond, Andreas Bourani und Joris. An den folgenden drei Tagen sorgen unter anderem die Rock-Legenden Scorpions, Star-Geiger David Garrett, Gianna Nannini und die Kings of Leon für Stimmung. Neben der Megaparty „Just White“ lädt Hitradio FFH zum Neunziger-Festival „Just90s!“ ein. In der Music Hall K48 werden das Tigerpalast-Varieté, Comedian Bülent Ceylan sowie Jürgen Drews und Mickie Krause auftreten. Im Theater treten Tatort-Star Jan Josef Liefers mit seiner Band Radio Doria, Jazz-Musiker Till Brönner und das Comedy-Duo Badesalz auf. Der Hessische Rundfunk wird mit Hörfunk- und Fernsehübertragungen sowie Showdarbietungen im hr-Treff aufwarten.

Mit Bus, Bahn, Rad und Fähre

Bis in die späte Nacht fahren Busse und Bahnen. Über den Mainradweg entlang des Flusses oder mit der Fähre vom Flörsheimer Mainufer ist der Hessentag auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Es werden rund 6000 Fahrrad-Abstellplätze mit Anschlussmöglichkeit zur Verfügung stehen, darunter auch bewachte Abstellplätze.

Das Programm ist in einem rund 180 Seiten starken Heft zusammengefasst. Es kann im Internet unter www.hessentag.de heruntergeladen oder über die Hessentags-App aufgerufen werden. Informationen zum ÖPNV gibt es in der Broschüre „Hessentag mobil“, die ebenfalls über die Hessentags-Homepage heruntergeladen werden kann.