Category: Sindlinger Monatsblatt

Serie Handel, Handwerk und Gewerbe: Heimatzeitungsgruppe Erich Klein

Serie Handel, Handwerk und Gewerbe

Lokale Presse für den Stadtteil

Auch das Monatsblatt wird in Erich Kleins Heimatzeitungsgruppe gesetzt

Sindlingen hat seinen Einwohnern einiges an Geschäften und Dienstleistungen zu bieten. In einer Serie stellen wir die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe vor. Heute: die Lokale Heimatzeitungsgruppe

Firmensitz sind Büroräume über dem Aldi-Markt an der Westhöchster Straße. Am Zeilsheimer Ortsrand gelegen, befindet sich der Komplex doch auf Sindlinger Gemarkung, sagt Inhaber Erich Klein. In seinem „Haus der Lokalen Presse“ wird neben Wochenblättern für Schwanheim, Niederrad und Griesheim auch das Sindlinger Monatsblatt gesetzt. Drucken lässt Klein im Druckhaus Gratzfeld in Butzbach.
Früher bedeutete das für ihn, die fertigen Druckvorlagen persönlich dorthin zu bringen. Das geht heute alles elektronisch. Ein Selbstläufer sind die Anzeigenblätter trotzdem nicht. Im Gegenteil. „Der Markt schrumpft“, bedauert Klein. Das war in den 80-er und 90-er Jahren ganz anders. Damals erschienen 15 verschiedene Titel in seinem Verlag.
Angefangen hat alles mit einer Vereinszeitung. Klein, der Ende der 50-er Jahre aus Frankfurt nach Zeilsheim zog, verfasste Ende der 70-er Jahre die Vereinszeitung des SV Zeilsheim. Sein Engagement weitete sich rasch aus. In Kooperation mit dem Vereinsring Zeilsheim gab er 1979 das Blättchen „Zeilsheim aktiv“ heraus. Bald folgte „Sindlingen aktiv“. Griesheim schloss sich an, Nied und Schwanheim, Höchst, Unterliederbach, Niederrad folgten. Inhaber kleiner Verlage verkauften an das aufblühende Unternehmen. „Die Tageszeitung deckte das Geschehen in den Stadtteilen nur unzureichend ab“, sagt Klein: „Unsere Stadtteilzeitung erfüllte das Bedürfnis nach ausschließlich lokalen Nachrichten“. Allerdings entwickelte er nie den Ehrgeiz, eigene Themen zu setzen und redaktionell einzugreifen: „Unser Prinzip ist, dass eine Gemeinde oder ein Stadtteil ihre/seine Zeitung selbst macht“, sagt Erich Klein: „Es ist Aufgabe und sollte auch Interesse der Vereine, Parteien, Gremien und so weiter sein, ihre Tätigkeit der Öffentlichkeit nahezubringen“. Mit anderen Worten: Gedruckt wird, was der Stadtteil liefert.
Doch viele Stadtteile „liefern“ nicht mehr oder nur sporadisch. „Die Vereine glauben, dass sie mit dem Internet alles bedienen“, sagt Klein: „Aber meistens gehen nur die Mitglieder auf die Seiten, an allen anderen geht das vorbei“. Gleichwohl hat die Entwicklung Folgen für die Druckausgaben. In den meisten Stadtteilen reichte es nicht mehr für eine eigene Zeitung. Klein fasste das, was bei ihm eingeht, deshalb in der „Frankfurter Woche“ zusammen. Gemeinsam mit drei fest Angestellten und acht Aushilfen produziert er jede Woche eine Ausgabe, die in manchen Stadtteilen in die Briefkästen gesteckt, in anderen in Geschäften ausgelegt wird. Reich werde man damit nicht, sagt er, aber es reiche. Und vor allem: „Diese Arbeit kann man nur mit Leidenschaft machen“. Deshalb wagte er 1979 beruflich den Neuanfang. Er gab seine Arbeit als Berufsfeuerwehrmann bei der Stadt Frankfurt auf und lernte Schriftsetzer. Er fotografiert und repräsentiert und empfindet seine Arbeit als erfüllend. „Das ist wichtiger als Geld“, sagt er. Er gründete in Höchst sogar ein eigenes Geschäft, den „Blättchenshop“ auf der Königsteiner Straße. Er traf die maßgeblichen Politiker der Stadt, begleitete von Anfang an den Frauenfußball (war sogar mal Sponsor des 1. FFC Frankfurt) und richtet auch jetzt den Blick nach vorn. „Was früher die Tageszeitung war, ist heute das Fernsehen“, sagt er: „Dort finden sich die Stadtteile nur unzureichend wieder“. Deshalb hat er die Firma IPR+TV (Internet Public Relations und TV) gegründet, die zum Beispiel einen Film von der Einweihungsfeier der TVS-Sporthalle gedreht hat. Ans Kürzertreten denkt der Mittsechziger also noch lange nicht. hn

Erich Klein

Erich Klein

 

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2012

Die Ausgabe Dezember 2012 des Sindlinger Monatsblatts steht hier zum Download bereit:

Sindlinger Monatsblatt Dezember 2012

Kurz gemeldet – Dezember

Kurz gemeldet

Wolf im Nachthemd
Alles Grimm oder was?! In der Stadtteilbibliothek bekommen LeseMinis ab vier Jahren am Mittwoch, 12. Dezember, die Geschichte „Der Wolf im Nachthemd“ von Mario Ramos vorgelesen. Dazu können sie einen Wolf mit passendem Nachthemd basteln. Beginn ist um 15 Uhr. Noch jüngere Kinder können am Montag, 17. Dezember, mit Albert spielen. „Albert spielt verstecken“ von Silke Brix heißt das Buch, das den „BibStartern“ ab zwei Jahren um 15 Uhr vorgestellt wird.

Lichterfest
Zum Fest der 1000 Lichter lädt die Villa unter den Linden am Samstag, 15. Dezember, ein. Von 14 bis 18 Uhr ist Programm im Meister-Park und in der Villa.

Krippenspiel
Ein musikalisches Krippenspiel ist am dritten Advent (Sonntag, 16. Dezember), in der evangelischen Kirche zu erleben. Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde zeigen es ab 16 Uhr.

Heimspiel
Die Handballer der Spielgemeinschaft Sindlingen/Zeilsheim verbringen den dritten Advent in der Sporthalle des Turnvereins (Mockstädter Straße). Am Sonntag, 16. Dezember, tragen die Teams der Aktiven ihre letzten Heimspiele für dieses Jahr aus. Bevor die Damen II den Reigen um 13 Uhr gegen HSG Hochheim/Wicker eröffnen, tritt die weibliche B-Jugend um 11.15 Uhr gegen SV Seulberg an. Die Herren II erwarten um 15 Uhr TG Rüsselsheim III, die Damen I um 17 Uhr die FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg und die Herren I um 19 Uhr TG Rüsselsheim II.

Krippenfeier
An Heiligabend (24. Dezember) lädt die katholische Gemeinde zu zwei Gottesdiensten ein. Um 16 Uhr feiert sie eine Krippenfeier mit Kommunionausteilung in St. Kilian, um 17 Uhr eine Familienchristmette mit Krippenspiel in St. Dionysius.

Weihnachtsmarkt: Selbst gemacht steht hoch im Kurs

Weihnachtsmarkt

Selbst gemacht steht hoch im Kurs

Gemütliches und stimmungsvolles Treiben rund um St. Dionysius

Von Heide Noll

Alles selbst gemacht – unter diesem Motto stand ein Großteil des Angebots auf dem Sindlinger Weihnachtsmarkt. Zum zweiten Mal richtete ihn die Arbeitsgemeinschaft der Sindlinger Ortsvereine (Arge Sov) auf dem Platz vor der katholischen Kirche St. Dionysius und im zugehörigen Gemeindehaus aus. 25 Teilnehmer bestückten die Stände. Es gab durchaus mehr Interessenten. Doch der Weihnachtsmarkt soll kein zweites Ranzenbrunnenfest werden; deshalb kamen nur zwei „Neue“ hinzu, die aus Sindlingen stammen.
Diesmal nutzte der Vereinsring zusätzlich das Stück Huthmacherstraße direkt vor der Kirche. Dadurch war mehr Raum zwischen den Ständen, und auch am frühen Abend, als es ziemlich voll wurde, kamen Eltern mit Kinderwagen fast jederzeit überall hin. Nur als der Frauenchor der Germania auf den Kirchentreppen sang, wurde es direkt davor recht eng.
Ziemlich eng ging es zeitweise im Gemeindehaus zu. Im ersten Stock bestückte der katholische Familienkreis das Café zum Weihnachtsmarkt mit 28 Kuchen. Zur Kaffeezeit blieb kein Plätzchen frei. Im Erdgeschoss boten kunstfertige Handarbeiterinnen die Ergebnisse ihres Schaffens an. Im Raum rechts blieb kein Plätzchen unbedeckt. Dort stapelten sich Tüten mit gehäkelten Herzen und Kreisen, genähte Wadenwärmer und Kühlbeutel für kleine Wehwehchen, alle Arten von Weihnachtsdeko und vieles mehr auf dem Tisch von Anja Michels und Bärbel Wöhler. Das ganze Jahr über arbeiten die beiden an der schier unglaublichen Menge von schönen Dingen. Entsprechend lange dauerte es, den Stand zu bestücken. „Wir haben um dreiviertel zehn angefangen und sind gerade so bis 13 Uhr fertig geworden“, sagt Anja Michels. Den Aufbau erschwert hatte, dass der Raum noch nicht frei war und die Frauen erst mal Stühle und Spielzeug wegräumen mussten.
Am Tisch gegenüber lag der Schwerpunkt auf Genähtem. Doris Mex gehört wie Anja Michels schon fast zum Inventar des Weihnachtsmarkts. Jedes Jahr verkauft sie Taschen, Decken, Geschirrhandtücher, alles mögliche in Patchwort-Technik und viele hübsche Kleinigkeiten. „Wenn ich dazu mal keine Lust mehr habe, bin ich alt“, schmunzelt die 76-Jährige. Gesellschaft leisteten ihr Tochter Jasmin Eisenbeiser und Enkelin Nadine. Auch diese beiden sind begeisterte Handarbeiterinnen. Jasmin Eisenbeiser hat das Hobby gewissermaßen zum Beruf gemacht und entwickelt und schreibt Anleitungen für Näharbeiten für ein Magazin, Enkelin Nadine fertigt hübsche Ohrringe an. Echten Silberschmuck gab es auch: Kathrin Puchtler-Hofmann bestückte den dritten Stand im Raum damit.
Eine Tür weiter beteiligten sich fünf Damen von der Post zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt. Die Kolleginnen aus Sindlingen haben alle das Hobby Handarbeiten und Basteln. „Wir wollten einfach mal versuchen etwas zu verkaufen“, sagt Heike Koch. Gleiches gilt für Ilona Klein aus Sindlingen. „Ich habe Anregungen aus Zeitschriften nachgearbeitet“, sagt sie und zeigt auf die Herzen mit Stoff, Lavendelsäckchen und selbst gemachten Seifen. Beate Kohaut und Katja Catimali dagegen sind ebenso wie Sonja Klein feste Größen auf dem Weihnachtsmarkt. Die beiden bieten Magnetschmuck an, Sonja Klein Kleidung und selbst gemachte Pralinen. Selbst gemachte Adventskränze und Dekorationen warteten im Foyer. „Die ganze Familie hat am Samstag geholfen, sie anzufertigen“, sagt Karin Karpucelj.
Während es die Damen im Gemeindehaus gemütlich warm hatten, wappneten sich Andrea Egelkraut und Karin Selig im Freien an ihrem Stand mit selbst Gestricktem gegen die Kälte. Tauschen wollen sie trotzdem nicht. „Das gehört dazu. Hier draußen ist es festlicher. Außerdem haben wir einen guten Blick, wenn die Germania singt“, sagen sie. Und auch einen guten Blick auf die beiden hohen, schön geschmückten Weihnachtsbäume rechts und links der Kirchentüren. Kinder der katholischen Kindergärten St. Dionysius und St. Kilian hatten sie geschmückt, Markus Krämer dafür sogar einen Hubwagen zur Verfügung gestellt. Dafür bedankte sich Franz Ilg, Vorsitzender der Arge Sov, bei der offiziellen Begrüßung ganz besonders. Außerdem dankte er namentlich Wolfgang Schuhmann von der katholischen Gemeinde. Er hatte wesentlichen Anteil an den Vorbereitungen, konnte jedoch durch einen Unfall zwei Tage zuvor nicht zum Weihnachtsmarkt kommen.
Das Leben und Treiben hätte ihm bestimmt gefallen. An den Ständen von Arbeiterwohlfahrt und Aktiver Nachbarschaft (Quartiersmanagement), Kleingärtnerverein und Karnevalverein, Fußballclub Viktoria und Turnverein, Männerchor und Frauenchor des Gesangvereins Germania sowie der Sportfischer lockten Getränke und verschiedenste Speisen, viele davon selbstgemacht. Suppen, Flammkuchen, Fischbrötchen, Forellen, Spießbratenbrötchen, Crepes, Kartoffelpuffer, Grillwürste und allerlei Süßes – Kulinarisch blieben keine Wünsche offen. An den Ständen der Kindergärten (evangelischer Kindergarten, Kindergarten St. Dionysius und Kindergarten St. Kilian) gab es darüber hinaus schöne Weihnachtsdekorationen und der Turnverein schlug als sportliches Weihnachtsgeschenk einen Gutschein für vier Stunden Sport in seinen Fitness-Kursen vor. Rolf-Steffen Banda verkaufte Schwibbögen und hübsche Holzarbeiten.
Fazit: Es war ein gemütlicher, lokaler Weihnachtsmarkt, der sich vor den „Großen“ bestimmt nicht zu verstecken braucht. Möglich gemacht haben ihn die vielen Vereinsmitglieder, die ehrenamtlich vorbereiten, aufbauen, verkaufen und wieder abbauen. Franz Ilg sprach daher völlig zu Recht von „unseren starken Vereinen“.

Danke sagte Franz Ilg, Vorsitzender der ArGeSOV, den Kindern von St.Kilian und St. Dionysius, die die beiden Weihnachtsbäume geschmückt hatten.

Danke sagte Franz Ilg, Vorsitzender der ArGeSOV, den Kindern von St.Kilian und St. Dionysius, die die beiden Weihnachtsbäume geschmückt hatten.

Gewonnen! Gerne händigt Elke Erd, Vorsitzende des Gewerbevereins, den Gewinnern Gänse und Gutscheine aus.

Gewonnen! Gerne händigt Elke Erd, Vorsitzende des Gewerbevereins, den Gewinnern Gänse und Gutscheine aus.

Und ab in den Offen. Regina Schwab und die weiteren Helferinnen vom Frauenchor Germania backen Flammkuchen

Und ab in den Offen. Regina Schwab und die weiteren Helferinnen vom Frauenchor Germania backen Flammkuchen

Zum Wohl! (v.l.) Peter Busch, Jandraz Török und Renate Ahlers-Zimmermann schenkten am Stand des TVS heißen Slivovitz aus.

Zum Wohl! (v.l.) Peter Busch, Jandraz Török und Renate Ahlers-Zimmermann schenkten am Stand des TVS heißen Slivovitz aus.

Prominente Besucher: (von links) Landtagsabgeordneter Alfons Gerling, Pastoralreferentin Beate Buballa, Ortsbeirat Albrecht Fribolin, Stadtdekan Rolf Glaser und Stadtrat Markus Frank

Prominente Besucher: (von links) Landtagsabgeordneter Alfons Gerling, Pastoralreferentin Beate Buballa, Ortsbeirat Albrecht Fribolin, Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz und Stadtrat Markus Frank

Schon ganz auf Weihnachten eingestellt: Jana, Lara und ein kleiner Elch

Schon ganz auf Weihnachten eingestellt: Jana, Lara und ein kleiner Elch

Kommt immer gut an: das Kinderkarussell

Kommt immer gut an: das Kinderkarussell

Mit Rauschebart und Bischofsmütze verteilte Michael Konstantinou als Nikolaus Geschenke an die Kinder

Mit Rauschebart und Bischofsmütze verteilte Michael Konstantinou als Nikolaus Geschenke an die Kinder

Wie ein Profi: Andre half am Stand des katholischen Kindergartens beim Crepe-Backen

Wie ein Profi: Andre half am Stand des katholischen Kindergartens beim Crepe-Backen

Harmonika Orchester: Ein Abend im Serail

Harmonika Orchester

Ein Abend im Serail

Musiker entlocken den Instrumenten orientalische Klänge

In den Osten führte in diesem Jahr die musikalische Reise des Harmonika Orchesters Sindlingen. In der evangelischen Kirche eröffneten die Musiker unter der Leitung von Manfred Klepper das Jahreskonzert mit der Ouvertüre aus Mozarts „Entführung aus dem Serail“. In der folgenden „Orientalischen Suite“ von Hans Hauswirth tauchten weitere Stichwörter auf, die sich auf Morgenland-Klischees aus dem 19. Jahrhundert beziehen: Basar, Schlangenbeschwörer, Abend im Serail und Nomadenfest sind die Sätze betitelt. Hauswirth (1901 – 1979) ist als eifriger Komponist und Bearbeiter verschiedenster Musikstile für Akkordeonorcheser bekannt. In der 1956 veröffentlichen „Orientalischen Suite“ verbindet er eine klassisch orientierte Musiksprache mit illustrativen Elementen und scheut auch vor dissonanten Klängen nicht zurück, erfuhren die Zuhörer in der Moderation zwischen den Stücken. So schildert er im ersten Satz den Streit eines alten Händlers mit einem Kunden und lässt im vierten Satz eine Bajadere tanzen.
Mit einer „Slawischen Skizze“ von Fritz Dobler bewiesen die Harmonikaspieler einmal mehr, wie groß die Möglichkeiten ihres Instruments sind. Sie beschworen die Idylle einer slawischen Landschaft, in der ein Hirte auf seiner Flöte eine reich verzierte Melodie bläst. Anschließend folgt ein deftiger Bauerntanz, der beständig von rhythmisch „falschen“ Quintbässen begleitet wird. Im zweiten Satz mündet ein charakteristischer schneller, schwungvoller Tanz im Zweiertakt mit insgesamt sechs verschiedenen Themen in ein furioses Finale.
Mit Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker“ wechselten die Akkordeonisten zu einem Marsch und anschließend märchenhaft anmutenden Tänzen, etwa dem girlandenartig ausufernden „Blumenwalzer“. Mit Claude Debussys „Le Petit Nègre“ und Duke Ellingtons „Caravan“ verließ das Harmonika Orchester anschließend den Osten und entließ die Zuhörer nach einer Zugabe mit freundlichen, beschwingten Klängen in den Winterabend.
Unterstützt wurden die sieben Stammspieler von drei Gastspielern und zwei Schlagzeugern. Am Anfang und Ende wirkten auch die Nachwuchsspieler am Keyboard mit. hn
Übungstreffen

Wer Lust hat mitzuspielen: Orchesterproben sind immer montags von 20.15 bis 22 Uhr im Gemeindehaus St. Dionysius. Die Nachwuchsausbildung (Akkordeon/Keyboard) findet ebenfalls montags ab 17 Uhr statt. Interessierte sind jederzeit willkommen und können auch gerne zum kostenlosen Schnuppern vorbeikommen.

Manfred Klepper (links) führte seine Akkordeonspieler unter anderem durch den Orient. Foto: Michael Sittig

Manfred Klepper (links) führte seine Akkordeonspieler unter anderem durch den Orient. Foto: Michael Sittig

TVS „Babys in Bewegung“

„Babys in Bewegung“

Neues Angebot beim TV Sindlingen

Der TV 1875 Sindlingen startet ab Montag, 14. Januar 2013, ein neues Angebot. „Babys in Bewegung – mit allen Sinnen“ findet im Gymnastikraum der TVS Sporthalle in der Mockstädterstraße von 15:30 bis 16:30 Uhr statt.
Vom Deutschen Turnerbund konzipiert, tragen nun speziell geschulte Übungsleiter „diese Bewegung“ in die Vereine. Babys erobern sich über Bewegung und Sinneswahrnehmungen die Welt. Die Wechselwirkung zwischen körperlicher und geistiger Entwicklung ist wissenschaftlich belegt – und genau hier greift dieses Kurskonzept.
Beim TV Sindlingen können Babys bereits ab drei Monaten – gemeinsam mit ihren Müttern oder Vätern – die Welt mit allen Sinnen erforschen. Ziel ist es, die Babys in den einzelnen Entwicklungsphasen zu begleiten und zu unterstützen. Die Eltern können die im Kurs vermittelten Anregungen zu Hause mit ihren „kleinen Turnmäusen“ nachturnen.
Die Babys genießen es, in einem warmen Raum ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen. Dazu werden sie durch gezielte Sinnes- und Bewegungsanregungen animiert, was neben dem Spaß auch die körperliche und geistige Entwicklung fördert. Kleine Babymassagen, Fingerspiele, Schaukel- und Tragespiele sowie Lieder für das 1. Lebensjahr runden das Angebot ab.

Nähere Infos bei den Übungsleiterinnen Ingrid Sittig 069 374378 und Christina Tischler 06198 577178.

Mit Licht zum Sport

Mit Licht zum Sport

Gute Nachrichten für alle Nutzer der TVS-Sporthalle: Es werden Vorbereitungen zur Installation einer Straßenbeleuchtung in der Mockstädter Straße/Imkerweg getroffen, berichtet Ortsbeirat Albrecht Fribolin ( CDU ). Er hatte vor mehr als zwei Jahren die „dringend notwendige Beleuchtung“ gefordert, um den Sportlern und Zuschauern einen sicheren Gang von und zu ihrer Halle zu gewährleisten. „Umso erfreulicher, dass jetzt die finanziellen Mittel bereitgestellt wurden und sich etwas tut“, freut sich Fribolin. simobla

Im Lichte der Laternen

Im Lichte der Laternen

Rabimmel, Rabammel, Rabumm! Rund um den Namenstag des Heiligen Martin waren in Sindlingen Martinsspiele und Laternenumzüge zu sehen und Martinsfeuer wurden angezündet. „Laterne, Laterne“, sangen nicht nur die Kinder der katholischen Kindergärten St. Dionysius und St. Kilian, sondern auch die der evangelischen Kita und der städtischen Einrichtungen. Den Laternenumzug von St. Dionysius/St. Kilian führte sogar ein Martin auf dem Pferd an: Steffi Rößler erwartete die Kinder auf ihrem Wallach „Mirko“, als sie aus der Kirche kamen. Alt-Sindlingen ‚runter, am Main entlang und die Allesinastraße wieder hinauf zum Kirchvorplatz führte der Weg, den etwa 120 Kinder mit ihren überwiegend selbst gebastelten Laternen und ihre Eltern einschlugen. Die Kolping-Blaskapelle spielte dazu, die Polizei sorgte für sicheres Geleit. Vor der Kirche gab es anschließend schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Weihnachtsmarkt. Rund um das recht kleine Martinsfeuer, auf das die Freiwillige Feuerwehr ein wachsames Auge hatte, standen die Eltern und Kinder noch lange bei warmen Getränken, Würstchen, Schmalzbroten, Brezeln und süßen Martinswecken beisammen. Organisiert hatten die Martinsfeier die Erzieherinnen der beiden Kindergärten. hn/Foto: Michael Sittig

 

Selbst gebastelte Laternen standen bei den Martinsumzügen hoch im Kurs.

Selbst gebastelte Laternen standen bei den Martinsumzügen hoch im Kurs.

Evangelische Gemeinde: Die Stufen sind weg

Evangelische Gemeinde

Die Stufen sind weg

Kirchvorplatz umgestaltet – Barrierefreier Zugang

Die evangelische Kirche hat einen neuen Vorplatz. Er sieht nicht nur schön aus, sondern ermöglicht auch Menschen mit Rollatoren, Rollstühlen oder Kinderwagen den Zugang zur Kirche. Denn im Zug der Bauarbeiten wurden die Stufen entfernt und ein leicht ansteigender Zuweg geschaffen. Außerdem wurden die Kanalrohre erneuert.
In der zweiten Novemberhälfte trugen Arbeiter die alten Gehwegplatten aus den 70-er Jahren ab. „Die Wurzeln des Baums hatten sie hochgedrückt. Sie sahen wenig schön aus und waren richtige Stolperkanten“, erklärt Pfarrer Ulrich Vorländer. Nachdem die evangelische Gemeinde vor zwei Jahren ihr neues Gemeindezentrum eingeweiht hatte, standen nun noch die Außenarbeiten an – hinter wie vor der Kirche. Bei der Gelegenheit wurden auch gleich die alten Kanalrohre, die unter dem erhöhten Platz vor Kirche und Pfarrhaus liegen, erneuert.„Der neue Weg wird aus Natursteinen gelegt und um die größten Baumwurzeln herumgeführt“, sagt der Pfarrer. Zudem entstehe ein kleiner, gepflasterter Platz. Schon zum ersten Advent sollte alles fertig sein und die denkmalgeschützte Kirche auf ein schön gestaltetes und barrierefreies Entree blicken. Danach sollte das rückwärtige Gelände bearbeitet werden. Auch dort standen Pflasterarbeiten an. hn

St. Kilian wächst von drei auf sieben Gruppen

Katholische Gemeinde

St. Kilian wächst von drei auf sieben Gruppen

Richtfest – Kindergarten betreut künftig 123 Kinder

Fleißige Handwerker besangen die Kinder des katholischen Kindergartens St. Kilian: „Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein“. Mit dem Lied unterhielten sie die Besucher des Richtfests an der Albert-Blank-Straße. Dort errichteten Zimmerleute innerhalb von nur zwei Wochen einen Rohbau aus Holz, der den alten Kindergarten und das frühere Gemeindezentrum miteinander verbindet. Wenn alles fertig ist, soll der Kindergarten sieben Gruppen Platz bieten, die Zahl der Kinder von 65 auf 123 steigen.
Die Idee zu der Umgestaltung geht auf das Jahr 2009 zurück. Damals fragte die Stadt Frankfurt beim Träger, der Kirchengemeinde St. Dionysius/St. Kilian, an, ob es möglich wäre, den Kindergarten zu erweitern, erinnert sich Leiterin Angelika Mayer. Seit der Fusion der beiden katholischen Gemeinden wenige Jahre zuvor „wurden die Räume weniger für gemeindeeigene Veranstaltungen genutzt“, berichtet Pfarrer Martin Sauer. Es gab keine Zuschüsse mehr für die Bauunterhaltung, der Pastoralreferent zog aus, die Wohnung stand leer – die Gemeinde musste überlegen, was sie mit dem Gebäude anfangen sollte.
Da die Nachfrage nach Kindergartenplätzen hoch ist, fiel die Entscheidung nicht schwer. Für 1,1 Millionen Euro sollte der Kindergarten erweitert werden. Für die Sindlinger Vereine hatte das weitreichende Folgen: Ab 2011 standen das Gebäude und der Vorplatz nicht mehr für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung. Er fand zwischenzeitlich einen neuen Standort in Sindlingen-Süd an der katholischen Kirche St. Dionysius.
In Sindlingen-Nord nahmen die Pläne bald Gestalt an. Im August 2012 begannen die Bauarbeiten. Nach umfangreichen Vorarbeiten zogen die Zimmerleute den Neubau hoch. In ihm sollen zwei Gruppen mit je zehn Plätzen für Kinder unter drei Jahren unterkommen. Im Gemeindezentrum, das umfassend umgebaut wird, finden zwei Kindergartengruppen Platz. Der Saal Nummer Drei bleibt als Bewegungsraum für alle erhalten. Die Hortgruppe behält ihre Räume im Keller. Zusammen mit den Räumen im alten Kindergarten können Leiterin Angelika Mayer und ihre Mitarbeiter dann eine Hortgruppe (20 Kinder von sechs bis zehn Jahren), drei Kindergartengruppen (drei bis sechs Jahre, 21 Plätze je Gruppe), eine altersübergreifende Gruppe (20 Plätze für Kinder von zwei bis sechs Jahren) und die genannten Gruppen mit je zehn Plätzen für Kinder unter drei Jahren betreuen. „Damit das alles funktioniert, sind etwa zehn neue Stellen nötig“, hat die Leiterin ausgerechnet. Das Personal dürfte das größte Problem werden. Sie sei „guter Dinge“, dass sie trotz des allgemeinen Erziehermangels noch genügend Mitarbeiter finde. „Wir arbeiten teiloffen und wollen eine neue Konzeption erstellen, neue Schritte gehen. Das ist hoffentlich reizvoll für potentielle Interessenten“, sagt Angelika Mayer.
An Kindern fehlt es nicht. „Wenn es der Baufortschritt zulässt, wollen wir schon zum 1. Apri 2013 eine neue Kindergartengruppe öffnen, und wenn ich das Personal habe, auch gleich noch eine zweite“, sagt sie. Alle 2008 und 2009 geborenen Sindlinger Kinder, die sie bislang nicht aufnehmen konnte, bekämen dann Plätze. Ob auch noch für Zeilsheimer Kinder welche übrig bleiben, wird sich zeigen. „Wir haben viele Zuzüge hier“, weiß die Leiterin. Zum 1. August 2013 soll nach Möglichkeit die erste U3-Gruppe die Arbeit aufnehmen.
Bis dahin haben Bauarbeiter und Einrichter noch jede Menge Arbeit vor sich. Die Toiletten müssen umgebaut, die Küche komplett verändert werden. Möbel und Garderoben sind zu installieren, und wie es mit dem Außengelände wird ist noch offen; durch den Neubau entfallen rund 100 Quadratmeter Hoffläche.
Zumindest das Richtfest lag im Zeitplan. Unter einem bunt geschmückten Buchsbäumchen aus dem ehemaligen Pfarrgarten sprach Zimmermann Sebastian Habicht den Richtspruch. Pfarrer Sauer segnete den Neubau und begrüßte die Eltern, Kinder, Vertreter des Verwaltungsrats, der Pfarrgemeinderäte und des pastoralen Raums. Sie hatten hinterher Gelegenheit, im „Kneipchen“, dem künftigen Multifunktionsraum von Kita und Kirche, bei Essen und Getränken zu verweilen. Denn obwohl das Gemeindezentrum verschwindet, bleibt die Kirche erhalten und wird weiter genutzt.
Wenn alles glatt geht, könnte die Einweihung am 22. September 2013 gefeiert werden – zusammen mit dem 50-jährigen Bestehen des katholischen Kindergartens St. Kilian. hn

Stein auf Stein: Die Kindergartenkinder sangen beim Richtfest für die Erweiterung der Kita St. Kilian das Lied vom fleißigen Handwerker. Foto: Harald Fischer

Stein auf Stein: Die Kindergartenkinder sangen beim Richtfest für die Erweiterung der Kita St. Kilian das Lied vom fleißigen Handwerker. Foto: Harald Fischer